Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT
Oktober 2026
Montag. Nach mehreren Tagen Krank heute Wiedereingliederung Schulalltag.
6:35 erster Wecker, erster Kaffee, Kinder wecken, Frühstück für die Schule richten (Brötchen vom Vortag mit Frischkäse, Tomaten, Karottensticks, Tee)
Duschen, Kinder verabschieden, zu spät aufs Rad gestiegen, nur fast pünktlich angekommen. Die Kinder freuen sich, aber es wird ein sehr anstrengender Tag. Ich catche up mit den Ereignissen letzte Woche, bisschen was krasses dabei, weiter Vertretungssituation, weiter wird geschnieft, gehustet und geschnupft. Wir proben für den Auftritt am Samstag.
Kurz vor Schulschluss ein Aha-Erlebnis: an meinem letzten Schultag habe ich zum Nachhausefahren das abklipsbare Bedienelement des Ebikes nicht gefunden (verloren, geklaut?) das Rad wütenden Herzens nach Hause geschoben und mich gleich um Ersatz gekümmert.
Während des Mittagessens gucke ich zufällig an die Erwachsenengardarobe, an der ich meinen Regenmantel erspähe. Den hatte ich an wegen dunklem Himmel an meinem letzten Arbeitstag, es fällt mir sofort ein: Bedienelement chillte dort seitdem. Jetzt hab ich zwei, zweifelhafte juhuu.
13:30 Schulschluss, dann Nachhauseradeln. Dort große Freude. Meine Kunst ist angekommen. Im Sommer habe ich meinen ersten roten Punkt an was kleben lassen. Künstler ist mir persönlich bekannt, ich habe ihn als Kind gehütet, er hat eine phantastische Karriere hingelegt und kreiert ein berührendes Werk. Durch eine Ausstellung im heimatlichen Kunstverein, den ich im Sommer besuchte, konnte ich endlich Originale sehen und habe mir zu den nächsten Geburtstagen und Weihnachten einen Holzdruck erlaubt. Ich bin sehr glücklich und froh und warte mit der Verlinkung und Veröffentlichung noch auf die Erlaubnis des Bildhauers.
Dann schnell eine Tütenmahlzeit gekocht (asiatisch angehauchter Fisch, Reis, Salat vom niederländischen Bringrezeptservice) und nach kurzem Nap vom Mann zum Ehrenamt gebracht worden. 16:30 bis 20:00, Abendessen servieren, nicht soooo viel los weil Monatsanfang, anstrengend aber schön, nette Stimmung. Der Mann holt mich ab, entgegen anderer Pläne gehen wir nach Hause, außerdem kommt der Jauch. Das ist etwas langatmig, ich bin müde. Kurze Elterntelefonate in den Pausen, getrennt voneinander weil das Mütterchen im KH das neue Kniegelenk pflegt und Papa zu Hause bleibt.
Außerdem klassische Pausenbeschäftigung Geschirrspülen und Wäscheaufhängen.
Weil die Sendung so lange dauert und ich etwas angemüdet bin schlafe ich doch aufm Sofa weg (mit unangenehmen Träumen) und finde erst gegen eins den Weg ins Bett.