19.1.21

mittendrin

Die Zeit verrinnt, ich kann mich an fast nichts erinnern. Alles verschwimmt im Pandemienebel. Die Aufregung, die Erschöpfung, die Sorgen. Dazwischen koche ich was und räume was weg, oder wir glotzen. Das ist gut. Wir glotzen Gilmore Girls, und mit Tocher R glotze ich stranger things, aber das ist mir eigentlich viel zu aufregend. Zwischendurch backe ich was, dann rege ich mich wieder ein bisschen über irgendwas auf, oder gräme mich wegen Versäumtem. Hin und wieder beobachte ich, wie die Mäuse in unserer blöden Mauer ungläubig nach draußen linsen um dann fröhliche Urstände zu feiern. Es hängen nicht nur neue Futtersäulen und einer der verschwenderischen Grünfinken ist zurück, es kommt noch besser, denn die Katze der Nachbarn ist nicht mehr. Das scheint wirklich etwas auszumachen.

Vielleicht habe ich Glück, und es fällt mir etwas Lustiges oder seriöses ein und dann bekomme ich großartige Hilfe, ziehe um und werde selbst kommentieren können. In meinem eigenen Blog! Ich bin schon sehr aufgeregt. Das wird bestimmt sehr schön.

Letzte Woche war eine Online Whiskyverkostung, das hatte ich dem Mann geschenkt zu Weihnachten, und winwin, ich durfte auch mitmachen. Herr Genussverstärker hat uns alles zugeschickt und dann viel erzählt und wir haben in netter Runde getrunken verkostet. Das war schön. Machen Sie sowas mal wenn Sie wieder unter Leute gehen wollen. Es gibt ja lustige Filmchen, die mich über meine Eltern (fragen Sie nicht!) per whatsapp erreichen, in denen Leute vorgeben, sich verschiedene Alkoholika in verschiedene Zimmer zu stellen und eine Kneipentour zu simulieren. Das kann man mit den Whiskypröbchen eventuell auch machen, Distillerycrawl sozusagen. (hier handelt es sich um unbezahlte Werbung weil es ein schöner Abend war und der Kontakt eines der vielen Beispiele, wie großartig es ist, dass das Internet uns zusammenbringt).

Am Wochenende habe ich an einem Seminar über zoom teilgenommen und schon wieder sehr viele Menschen aus verschiedenen Teilen gesehen. Sehr interessant, ich hätte ohne das online Angebot nicht dabeisein können.

Und mein Patensohn aus Berlin hat angerufen. Er ist so ein Erstsemester ohne den Spaß. Den vermisst er nicht so sehr, er ist schon ein bisschen eingelebt dort. Hat mich sehr gefreut, dass wir mal wieder telefoniert haben. Er macht das mit der Ernährung auf die sehr harte Tour. Alles nur aus Deutschland. Hefe selbstmachen. Natürlich vegan. Diese jungen Leute haben meine Bewunderung.

In der Vorwoche war TochterJ krank, da hat sich auch keine Blogzeit ergeben. Ist aber auch nicht sehr viel passiert außer Fiebermessen, kalte Getränke und Waschlappen reichen und Umsorgen. Macht fast ein bisschen Spaß wenn man weiß, dass alles gut ausgeht. Als Teenagermutter genießt man ja jeden Augenblick der Zuwendung. Ist das auch überstanden.

Bald gehe ich wieder arbeiten. Der Antrag ist gestellt. Ich lösche jetzt schnell mal alles was ich dazu noch geschrieben habe und warte ab.

Weil es am Samstag Nacht geschneit hat sind wir noch schnell rausgegangen, nächtlicher Spaziergang, das ist bei uns ja (noch) möglich. Das war auch sehr schön. Und die Kinder haben geschwärmt vom Knarzen beim Laufen, wie sehr ihnen das gefällt, wie man sich darüber freut und es genießen kann.

Fast eine Idylle. Bevor mir wieder was Blödes einfällt mach ich schnell Schluss.



 


9.1.21

2020 in Bildern

Über Frau Kaltmamsells Vorspeisenplatte erfahren, dass Herr Joel einen Jahresrückblick in Fotos vorgeschlagen hat. 

Neues Jahr, neues Glück also, und voila:

Ich wünsche Ihnen, Euch und uns ein gutes, besseres 2021. 

(in der Vorauswahl sind 84 Bilder. Ich habe 'hochgeladen' als in die cloud geschafft verstanden.)

JANUAR

Berge, Skifahren, draußen sein im Schnee. Wie unerreichbar das erscheint. Wie unvernünftig das ist. Eine Woche im Januar, es ist herrlich, und ich poste dieses Bild, weil ich mir oft im Schnee überlege, ob ich mich an das Gefühl erinnern können werde, wenn ich mal im Altersheim liege. Ich denke, ich brauche mindestens ein Bild dafür.

 

 
Ein Konzerthighlight gleich im Januar. Das wäre es auch, wäre es noch zu mehr Konzertbesuchen gekommen 2020. Klavierabend von Igor Levit im Konzerthaus.

FEBRUAR

Bewerbungsgespräch für eines dieser Wollknäule. Wir entscheiden uns dagegen. Während der ersten Beschränkungen dachte ich oft, war richtig. Ich hätte mich in dieser Zeit nicht auch noch um ein Hundekleinkind kümmern können. Inzwischen ist das verklärt. Wäre ein optimaler Zeitpunkt gewesen. Fragezeichen.

 

 schon wieder Konzerthighlight, sogar am Schalttag. Sol Gabetta. 

 

MÄRZ

Noch mache ich Maskenscherze. Wir vertun uns um eine Woche mit einem Konzerttermin, die Nanny ist aber bereits da und so fahren wir zuerst in den Baumarkt, Lieblingsort des Mannes. Wegen erster Maskenthematik mache ich ein Foto der leeren Maskenregale und mache mich auch noch lustig darüber. Little did we know.

Jools Holland in Opladen eine Woche später. Wir achten schon auf Abstand und kommen uns komisch vor

APRIL

Es wird ja doch trotz allem Frühling. Apfelblüte


Die Welt renoviert, mistet aus, verbessert. Dann öle ich halt mal das Parkett.

 MAI

Die Kinder organisieren eine Radtour für uns. Inclusive Picknick.


 

26. Mail.Ein rabenschwarzer Tag. Die Ereignisse machen das Jahr zu einem annus horribilis für uns. Es geht irgendwie weiter, aber anders wäre wesentlich schöner.


JUNI
 
Kindergeburtstag (Meine Eltern fertigen Zahlenkuchen. Mutter backt, Vater legt)
Johannisbeerernte


JULI
 
  
 
Urlaub mit wilden Kirschen. Gefunden beim Geocachen.
 
Seeidylle.


Schöne neue Maskenwelt.
 
AUGUST


nächtlicher Igelbesuch
 
 

Patenkindbesuch
 
 
SEPTEMBER
 
So etwas wie Normalität. Fußballtraining und Spielbetrieb beginnen. 
 
Birthday Girl
 
 
OKTOBER 
 

 

Huch, schon Herbst?
 
 
 
Aus einer Art Laune heraus fange ich einen neuen Job an. Na ja, es ist eher aus Vernunft und wegen Rentenbeiträge. Ich gehe wieder in die erste Klasse.


NOVEMBER
 


Und immer wieder Wald. Endlich ist der Schal fertig und wird von Tochter J ausgeführt.
 
 

Es gelingen ein paar schöne Herbstfotos
 
 
 
DEZEMBER
drei positive Tests im Hause joriste.


Mein Blick aus dem Schlafzimmer.

 

Wir bewegen und nur mit ffp2 Maske im Haus. Essen getrennt. Den Verlust von Geschmack und Geruch nehme ich mit ins nächste Jahr, insgesamt erwischt es uns nicht so schlimm.

Wartebereich in Pandemiezeiten. Wenigstens ist das Ergebnis positiv, also ein negativer Schnelltest.


Danke joel für die Idee!

Viel Glück für 2021




#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...