31.8.19

müdemüde

was war das denn vong Müdigkeit her? Gegen halb eins eingeschlafen, kurz vor fünf aufgewacht, den Mann verabschiedet, Keramik eingepackt, beschlossen, doch noch eine halbe Stunde zu ruhen vor Kinderweckung, die Kinder in die Schule verabschiedet, gebloggt, kurz geruht, also nochmal eine Stunde geschlafen, viel zu spät aufgewacht, also zu spät zum Büchereidienst gekommen. Ich habe langsam eine Ahnung, warum. Blöde Zeit, blöde Kollegin, eigentlich keine Lust, mache ich mich halt unmöglich (mir ist, als schriebe ich das schonmal). Bücher eingegeben, DVDs verliehen und zurückgenommen, aufgeräumt, kurz mit der Bekannten gequatscht, zwischen Dienst - und Schulende Zweitmeinung zu EBike eingeholt, zu Hause Hund geholt, Resteessen, to-do-Liste erstellt, aber erstmal geruht. Aus 20 Minuten wurde eine Stunde tiefer Schlaf, das kenne ich noch von früher, und dann die Laune! Möglich ist das nur, weil Training ausfällt, das kommt uns gerade recht, bisschen gammeln, außerdem ist Js Knie dick (morgens noch schnell einen Salbenverband angelegt, wegen Hektik alles rausgerissen und dann aus Zeitmangel liegenlassen. Jetzt nervt es natürlich.)
Gemeinsam die Küche gemacht, so ein Spaß, Wäscheaufgaben noch in Angriff genommen, aber nicht richtig geschafft, mit dem Hund gegangen, dann Einfall! Die Freundin hat ja Zwetschgen angeboten! Also in ihrem Garten schnell paar Zwetschgen gepflückt, ein Farbwunder diese Frucht, matt und wunderbar eisblau am Baum, glänzend lila poliert ist aber ebenso schön. Kurzes Abendessen (Brot, Reste zu Bratkartoffeln, Gurke und Tomaten) inside bvb von kurz nach 10 bis 11. Soviel zum langen Nachtschlaf. Jetzt bin ich auch wieder müde ohne noch etwas von der Liste abgearbeitet zu haben. Kurz geruht, halb zwei aufgewacht, kurzes Telefonat mit dem Mann, oben genannte Verbandsmaterialien weggeräumt, Fenster geschlossen wegen Nachtangst, bleiern weitergeschlafen gerädert aufgewacht.

30.8.19

Donnerstag, 29.8.19

es ist 7:07, schlafen oder bloggen? Eine angenehme Kühle hier. Gestern an der oberen Skala erfolgreiche Planumsetzung, nicht perfekt, da doch getrödelt am Vormittag, und Küche abends nicht fertig, eine Maschine Wäsche hat es nicht auf die Leine geschafft, insgesamt liest sich das beim Durchlesen als habe der verspätete Tagesbeginn durch Fahren alles  nach hinten verschoben.
Krasses Gewitte beim Aufwachen, daher beschlossen, die Kinder zur Schule zu fahren. Auf dem Hinweg kam mir ein Freund entgegen, diesen richtig beim Einkauf vermutet, getroffen, gequatscht, geerdet. Gut war das. Aber dadurch spät nach Hause gekommen. Gegossen, Katzengrüße weggeräumt (wtf) Rüebli gebacken zur kleinen Geburtstagsnachfeier für den Mann, der ja im Urlaub keinen richtigen Kuchen hatte.
Zum Mittagessen Reste Salat, da wegen Rüebli das Rasplergerät eh dreckig war noch schnell Karottensalat zubereitet. Mich beim Anblick der Gabelspaghetti, mit denen ich eigentlich den Nudelsalat noch einmal verlängern wollte, an 'verkleppertes Ei drüber' erinnert, und das seit gefühlten Jahrzehnten mal wieder gemacht. Alles ziemlich aus der Lameng aber mühelos, so ist das gut. Beschlossen, wirklich eine Pause zu machen und kurz genickert bevor die Kinder nach Hause kamen, 20 Minuten, eine Wohltat.
Auftritt Teilzeithund. Nachmittags kurze Koordination, Pakete weggebracht, Mangelwäsche geholt, die Reinigung nimmt meine Dreckspritzerhose nicht, da ich ja schon selbst probiert habe, die beim Kindergeburtstag bemalte Keramik abgeholt, begutachtet, verpackt. Der Mann kommt angedüst, kurzes gemeinsames Kaffeetrinken, Hausaufgabenbesprechen, Kurzsport. Dort die Sache mit dem Rückzieher angesprochen, konnte mich eventuell nicht klar ausdrücken, bin mir aber ja selbst nicht sicher. Stückchen Rüebli mit der hundabholenden Freundin, verquatscht, die Hausaufgabenthema flammt nochmal auf, ich turfe an den Mann und fange trotzdem viel zu spät mit Kochen an. Soulfood vor langem Arbeitswochenende für T soll es werden. Da Bohnen in der Gemüsekiste waren und noch Oliven aus Italien noch verbraucht werden müssen kann der logische Schluss nur Backofenlachs mit Bohnen-Tomaten-Anchovis nach Jamie Oliver sein (Bild und Rezept folgt wenn es wirklich jemand noch nicht kennen sollte, es ist recht einfach und schnell aber sehr lecker) mit Drillingskartoffeln. Entsteinen der Oliven übrigens problemlos mit dem Kirschkernentsteiner möglich, quasi lifehack!
Die Kinder glotzen während des Kochens ihre Portion inside bvb, J hat Knieschmerzen. Mein Schmerz in der Kniebeuge lässt langsam nach, das ist auch schön. Dafür fällt mir das permanente Rauschen zwischen den Ohren, das ich unterm Jahr als gegeben hinnehme umso mehr auf. Viel zu späte Insbettgehung bei klein und groß.
7:44, ich lass das jetzt so und ruhe mich kurz noch aus (5:00 aufgestanden)

28.8.19

erster Schultag, Mittwoch 28.8.19

die Kinder kommen gut und selbständig aus den Betten, machen sich erstaunlich schnell fertig und sind, oh Wunder! gut gelaunt! So eine Freude! Der Mann fährt extra später los um sie zu verabschieden, sieht wie ein perfekter Start zurück in den Alltag aus.
Ich arbeite fleißig die to-do-Liste ab und komme auch ganz schön weit. Ein paar Dinge muss ich verschieben, zB die Retoure des Campingstuhls, den ich genau so gepackt habe wie erhalten. Dennoch wollte die Frau das Paket nicht annehmen, bzw. 22 Euro Sperrpaketporto dafür. Schwierig, weil ich das Retourenporto wegen Zeitüberschreitung selbst übernehmen muss. Auch blöd, dass gestern Altpapier war und ich (wider besseren Wissens! Ich sag's nur, der Mann findet meinen leere-Pakete-Aufhebe-Habitus doof) gerade knapp bin an passendem 'Leergut'.
80er Jahre Nudelsalat, Pferde, Fußball, Abendessen und, ab heute, neues Feature: gemeinsame Klarschiffmachung der Küche. Alle helfen mit. Spät wird es sowieso, aber dann machen wir nochmal was sinnvolles zusammen (hier bitteres Lachen einfügen) und ich hab nicht den Küchenfrust. Hat schonmal geklappt. Inside bvb, der Werbefilm zur vergangenen Saison, mir ist fast ein bisschen langweilig, aber kannze nix machen, muss.
Alle bekanntgegebenen Termine in die diversen Kalender eintragen, schonmal bisschen Planung drumrumdenken, kein Brückentag am 4.10., das prangere ich an, wir suchen nämlich eine möglichst lange Zeit, in der mein Patenkind aus Bayern, 8. Klasse, uns endlich mal besuchen kommen könnte. An diesem jetzt nicht verlängerten Wochenende also eher nicht.
Jetzt räume ich noch schnell das Auto aus (Waschmittelnachschub), dann Party! (Scherz, hoffentlich Bett, die Schwere dazu hätte ich.)

letzter Ferientag, Dienstag 27. August

27. August, Opas Geburtstag. Mein Großvater Wilhelm väterlicherseits, 1911 geboren, 1988 gestorben war ein toller Opa, soweit ich das im Rahmen meiner Möglichkeiten beurteilen kann. Selbstverständlich ist mein Blick subjektiv, aber das macht überhaupt nichts. Ich hatte das Glück, meine Großeltern lange ganz für mich zu haben, denn meine Schwester ist fast sieben Jahre jünger als ich, Cousinen und Cousins wurden erst geboren, als ich schon fast erwachsen war. Zwar sind wiederum meine Tanten nur 11 Jahre älter als ich, aber das störte nicht, sonder war sehr nett, sowohl als sie noch bei den Großeltern wohnten, als auch als erwachsene fast Freundinnen in der Pubertät.
Traumatisiert durch Krieg und als Spätheimkehrer (erst 1955 aus Russland zurückgekommen) waren alle Geschichten um Gefangenenlager für mich eher abenteuerlich als bedrohlich, ich erinnere mich aber auch an nächtliche Schreie. Höhere Posten hat er nicht bekleidet, ich habe das recherchiert, und ich bin darüber sehr erleichtert. Es bleibt natürlich ein schwieriges Thema. Mein Vater war 11, als sein Vater nach Hause kam, ich habe diese Extrafeier der Rückkehr  (im Sommer?) lange nicht verstanden, aber es hat natürlich meinen Blickwinkel auf den Krieg als Kind geprägt. Ernsthafte Gespräche über 33-45/55 waren schwierig bis unmöglich, die Oma ermahnte mich immer, der Opa rege sich dann sehr auf.
Mit meinem Opa habe ich Opasachen gemacht. Im Garten geholfen, Stachelbeeren genascht, Musebrot gegessen, das er mir in Reiterle geschnitten hat, er hat hat nachts eine Art Kappe getragen, tagsüber auch wegen Glatze und heller Haut, es gab da einen running gag "Rennfahrer Musebrot", ich habe sehr gern übernachtet bei den Großeltern. Später gab es schon Nutella bei ihnen, als die Tanten ausgezogen waren und ich nicht mehr im Gräwwele, der Besucherritze übernachtet habe, konnte ich dafür die Nächte durchlesen, und habe einige Rippchen Schokolade an der Glühbirne der Nachttischlampe geschmolzen.
Mein Opa fuhr zunächst einen weißen, später einen grasgrünen Käfer, und wir waren damit häufig im Zirkus, wenn dieser im Ort gastierte. Ich machte mir nichts daraus, es war mir oft zu gruselig und aufregend, aber mein Opa hatte viel Spaß.. Beim Gang auf den Friedhof war die Gießkanne vorne links verstaut. Später fuhr er einen Golf, den ich dann geerbt habe. Er hat es nicht leicht gehabt, sicher war die Beziehung meiner Großeltern durch die vielen Brüche schwierig, zu Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür bekam ich später eine Ahnung der Problematik, aber bei uns war ja alles gutgegangen, ich fühlte mich geborgen. Magenbrot hat er geliebt
Er gibt lustige typische 1970-80er Jahre Super8 Filmchen von ihm, wie er sich ein Bier zapft, wenn zu Geburtstagsgelegenheit ein 5l Fässchen mit Zapfvorrichtung bereitstand. Ich hoffe, er hatte es auch ein bisschen schön. Ich denke gern an ihn.

Holpriger Start in den Tag, viel, aber falsche Sachen aufgeräumt. Das heißt, nicht die Kisten wurden ausgepackt, sondern das Playmo, das jetzt fast 6 Wochen rumstand, unabgewischt zurück auf dem Boden arrangiert. Schwierig, aber nicht zu ändern. Eine Maschine Wäsche, eine Turnschuhe gewaschen, mehrere Telefonate zur Orga und Schulbücherbestellung, dann ab ins Schwimmbad, das natürlich ziemlich voll war, wir hatten es schön. Lustige Begebenheit: als wir ins große Becken wechseln wollen steigt ein Mann heraus, der ebenfalls ein Armbändchen 'unseres' Campingplatzes trägt.
Danach Zutaten für Wunschessen wraps, zu Hause steht dann doch schon eine Gemüsekiste, aber der Salat kommt ja noch weg. Der Mann ist schon zu Hause und mäht schnell vor drohendem Gewitter das Rasenstück, es blitzt entfernt, regnet ein bisschen, alles wird kurz nass, nach kürzester Zeit ist es aber wieder trocken und leider kaum abgekühlt. Später sehe ich, dass es  in der Innenstadt wohl ziemlich geregnet hat.
Erstaunlich organisierte selbständige Vorbereitungen des ersten Schultags, Hilfe, sind sie groß, und doch sehe ich noch die Kleinkinder in ihnen, das bleibt doch so, oder? Erste Folge inside bvb zusammen zuende geschaut, die Kinder ins Bett gebracht, mit dem Mann weiter Dinge besprochen, allgemeines, konkretes, September, Planungsdings. Riesen TodoListe erstellt, melancholisch traurige Stimmung, zu tbbt eingeschlafen.

27.8.19

vorletzter Ferientag

große Pläne, nix dahinter. Kürzlich wurde auf twitter nach dem nervigsten Spruch aus der Kindheit gefragt, ich überlege die ganze Zeit an der Antwort herum, womöglich bin ich für dieses Echtzeitdings dann doch nicht gemacht, jedenfalls landet "wer Samstagnachts feiern kann, kann Sonntagmorgens auch in die Kirche" recht weit oben. Wir haben zwar nicht gefeiert, es war aber deutlich nach Mitternacht als die Kinder eingeschlafen sind, ich bin gegen 2 ins Bett, aufgewacht um sieben durch blöde Träume, auf dem Sofa eine weitere Ruherunde eingelegt, die aber nicht sehr erholsam war. Bis alle wach waren, war es elf. Kein Problem in den Ferien, aber die diversen Kisten und Schubladen räumen sich leider nicht von allein um. Wer also nachts nicht schläft, kann morgens noch lange nicht räumen.
Verhangener Start in den Tag, für die gewünschten pancakes fehlt die Milch, R erbarmt sich, Pancakefrühstück gegen 13:00. Zu spät für einen ganzen Tag Schwimmbad. Pläne kurzerhand umgestellt, Schulsacheneinkauf vorgezogen, dann kann halt leider morgen die bemalte Keramik nicht abgeholt werden. Die rechtzeitig zu besorgenden Workbooks werden gerade erst gedruckt. Ob wir besonders spät dran sind oder die Umstellung auf G9 Verlage und Kollegien überrascht hat, die Kinder haben Panik, aber ich kann es nicht ändern. Unsummen für Hefte ausgegeben. Wahnsinn. Mir geschworen, aber ach, besser keine leeren Versprechungen/Drohungen/überprüfbare Statements in dieser Angelegenheit in der Blogöffentlichkeit.
Das innerstädtische Standardeiscafe scheint den Besitzer gewechselt zu haben, leider konnte ich nicht raushören, welche Sprache die Leute hinter der Theke sprachen.
Zu Hause aus der Lameng Backofenkartoffeln aka selbstgemachte Pommes und Currywurst aus den von gestern übrigen Würstchen mit schnell gekochter Tomaten Curry! ich meinte Currysoße zubereitet.
Inside BVB geglotzt, nur zwei Maschinen Wäsche geschafft heute, dafür fast alles der getrockneten Wäsche gleich verräumt, auch mal neu. Leider noch viel zu viele Kartons und rumliegende Häufchen Zeug im ganzen Haus. Leider auch viel zu warm für alles. Wenigstens mit dem Klavierstimmer telefoniert. Er meldet sich wegen Termin. Alle weiteren Anruf- Erledigungsversuche sind nicht von meiner Seite aus gescheitert.
Dafür alles voller guter Vorsätze, schultechnisch. Na dann. Und was macht eigentlich diese grünglitzernde Fliege hier? Kurz nach halb zwei. (Erwischt)

26.8.19

letzter Feriensonntag

bis 10 geschlafen, Kind R bringt Kaffee ans Bett. Weiter Wäschewaschen, (wegen langer Waschzeiten durch Vorwäsche, intensiv waschen und Sonntag) heute nur drei Maschinen. Kurzes Frühstück mit Müsli und Früchten.

Vor drei Jahren habe ich einen Anteil Schwein bei einem Biobauernhof, Gemüsekistenlieferant erworben. Beim organisierten Wegkochen ist definitiv noch Luft nach oben. Fester Vorsatz allerdings ist, die Tiefkühltruhe baldmöglichst abzutauen. Es befindet sich, aus dem Gedächtnis zitiert, noch darin:

- Schälrippe (Bioschweinanteil)
- Eisbein (s. Schälrippe)
- Schinkenbraten (s. Eisbein)
- Rinderfilet (für Weihnachten gekauft, wegen Krankheit nicht verkocht)
- Zander (s.o.)
- Suppenhuhn
- etwas übriges, mal gekocht, unbeschriftet, ich werd schon noch wissen für wenn's mal schnell gehen soll
- Champignons (für das weihnachtliche Rezept Rinderfilet)
- Raclettekäse
- mehrere Tüten Himbeeren (für Biskuitrolle wenn keine Himbeerzeit ist, für Müesli, für eine Frühstücksidee, die Himbeeren auf Quark an Knäckebrot vorsah)
- Zitroneneis (für Sekt mit Zitroneneis)
- ein Beutel vorgekochtes Rotkraut

Verrückt. Ganz schön viel Fleisch. Hab ich da einen schiefen Blick oder ist das ganze Zeug übrig, eben weil wir relativ wenig Fleisch essen? Bzw. Wurst, wir essen wenig Wurst. Interessant, ich werde das beobachten.
Ich schreibe das hier natürlich nur deshalb so detailliert auf, um mir selbst darüber klar zu werden, dass man das leicht mal wegkochen könnte. Allein, mir fehlt die Gelegenheit. Wann weiß ich denn, wann die Zeit für eine aufwendige Lende in Blätterteig gekommen ist, und dann auch noch im Voraus, Auftauzeit mitberechnet. Ich bin kein Typ für Tiefkühltruhen. Alles, was selbst gekocht schon verzehrbar war, ist weg, und alles, was noch da ist, ist schwer zu organisieren, meine Meinung.

Heute jedoch, nach dem Urlaub soll bekanntlich alles anders und besser werden, zum Grillen früh genug die Schälrippe zum Auftauen entnommen. Nach dem Auftauen, kurz vor Grillbeginn Herrn Weber konsultiert und festgestellt, dass das Ding hätte 4 Stunden mariniert werden müssen, dann 4 Stunden auf dem Grill fertig werden (vorgekocht eine Stunde weniger). Aller Mut dahin, das Grillen mit ein paar Würstchen, in der Hauptsache mit Feta, Ziegenkäse und Salat bestritten. Kurze Internetsuche bestärkt mich im spontanen Versuch, die Rippe kurzerhand mit Ahornsirup und Sojasoße zu begießen, SalzPfefferCurry, ab in den Backofen. Ein ebenso überraschend wie leckeres Ergebnis, rechtzeitig zum Spülen der Küche nach Wizardspiel, KinderinsBettbringung und Mannverabschiedung genussfertig!

Sonntägliches Elterntelefonat trotz wa-Kontakt und Statusgedöns, Grillen verschoben wegen spontanem Überraschungsmuffins, ich sehe Potenzial!

Ansonsten eher Urlaubsendeblues, Mannverabschiedungsblues, vorgeburtstaglicher Überlegungsblues und recht warm. Zu warm zum Einschlafen ist Ende August mindestens komisch.

25.8.19

Post Urlaubsreise

Das Internet hat mich zu einem besseren Menschen gemacht. Ja, echt wahr. Hier wird aufgeräumt wie schon lange nicht. Allein, es hilft nicht. Immer lese ich nach Urlaubsreisen, die Waschmaschine läuft, und ja, so ist es hier auch, aber es sind schon vier Ladungen (diesmal zähle ich mit!) aber das waren nur die Handtücher. Vier Mal Zeugs ist eingeweicht, ich brauche neue Einweichwäschewannen, früher hat sich mir das Konzept nicht erschlossen, aber diese ganzen T-Shirts mit Sonnenmilch - Exkurs: Werbung und Realität prallen aufeinander bei vier hellhäutigen sommerbesprossten Personen - wie gut, dass wenigstens das Wetter gut ist und alles auf dem Balkon trocknet.

Rückblick kommt hoffentlich noch. Das Auto ist ausgeräumt, gewaschen, das Zelt muss wohl zurückgegeben werden, die superteure Isomatten für den alternden Rücken hält nach drei Urlauben die Luft nicht mehr, es werden Listen erstellt, was wie zu verbessern, dereinst zu packen, und zu erledigen sein wird.

Nach der Kinderzimmerrenovierung steht noch das Neuaufschlagen der Betten an, noch muss das Playmobil irgendwo Platz finden, der Mann ist ja Heimwerker, alles kein Problem, dauert halt nur. Die Kinder sind ungeduldig.

Mit der Ankunft ist auch der Tinnitus wieder da, zuerst kommt mir zu Hause alles doof vor, aber nach fast zwei Tagen habe ich mich schon wieder gewöhnt. Ich sehe allerdings Renovierungsbedarf, würde gerne ummodeln, weiß jedoch noch nicht, wie.

Der Samstag war ein Mischtag aus Rückkunft und Normsamstag. Früh aufgewacht, gewartet, was die anderen so machen, Urlaubsverlängerung durch Cafeteraeinsatz im Garten.


Die Kinder bereiten Rührei, dann Räumediräum, sehr spät auf den Markt, das war aber nicht schlimm, weil dadurch zum Schnäppchenpreis eingekauft. Frische Erbsen! Sonnenblumen, herrlich duftende Rosen, (überreife) Schwarzkirschen, wunderbar. Zwischen weg- auf- und umräumen noch den Vorgarten vorstadtfein gemacht, Gießflecken weggeschrubbt, Hängematte geputzt. Das Kind backt Muffins zur Kamelzeit.



Dabei viel Gedankenaustausch um verschiedene Themengebiete. Warum wir lieber reduzierten Campingurlaub machen, ob es besser wäre, den Kindern die Welt noch so zu zeigen, wie sie vielleicht nicht bleibt, Amoklaufgeschmacklosigkeiten mit Lehrerverbrämung im töchterlichen Klassenchat eingeordnet, Schwimmbadsehnsucht, endlich den Computer gefunden! Über Zugehörigkeiten zu Gemeinden sinniert, mehr Listen, mehr Wäsche (die Kissen lassen sich sehr gut waschen, allerdings schlechtes Gewissen wegen Trocknereinsatz bei 30 Grad Außentemperatur), CO2 Ausstoß des neuen Autos berechnet. Bildungsgutschein vs. Minijob und OP-Frage. Der Fragekreis schließt sich, wir sind wohl wieder angekommen.

Abends Risotto mit frischen Erbsen, für mich noch mit eigenem buntem Mangold (ich habe eine Art Zwang, Dinge zu verwerten wenn sie da sind, auch wenn sie nicht passen und damit bewährte Rezepte zu verschlimmbessern).

Sportstudio, Pflege von Schürfwunden (fragt nicht), tbbt.

Und immer wieder die Frage: warum haben wir davon nicht Vorrat  für ein Jahr mitgenommen?

7.8.19

aufregende Langeweile

Gestern Nacht hätte es für meinen Geschmack gerne noch deutlich langweiliger sein dürfen, für einen Campingurlaub hat es einfach zu lange und ausdauernd gewittert und geschüttet.
Tagsüber war es angenehm langweilig, jetzt dürfte es gerne wieder eine etwas trockenere Langeweile übergehen.

6.8.19

Sommerfrische

Die hoffentlich langweiligste Zeit des Jahres hat begonnen, angefüllt mit nichts als lesen, spielen, schwimmen, zum See radeln, schlafen, Eisessen, Wein trinken, Grillenzirpen zuhören (aber in echt!) Mauersegler bewundern, im Flüsschen waten, morgens auf den Berg schauen, abends auf die Burg gucken, repeat.
Eine gute Zeit allen, auf bald.

4.8.19

Sonnensamstag

Von außen ein schöner Tag mit vielen Aktionen mit der Verwandtschaft. Von innen große Anstrengungen und Befindlichkeiten aller Orten. Das muss sicher so sein, dass sich die Idylle nicht zu sehr auflädt und das andere Leben völlig nichtig macht.
Aufgewacht zu Regen. Verwandtenfrühstück also drinnen. Geschlemmt, eingekauft, Kräutermarkt flaniert, minigegolft, (dabei alte Bekannte getroffen, kurz geplaudert, mit etwas Entfernung ist das sehr nett) dann war die Kondition aufgebraucht. Zum Glück kommt der Eismann, fester Omabesuchprogrammpunkt.

(mit freundlicher Erlaubnis)

Bei der Schwester Renovierung, Möbel, Wandfarbe und Dekogeschick bewundert, aber ach, wir sollten uns auf die Reise vorbereiten. Während wir hier mit schlechtem Gewissen genießen muss der Mann alles packen, aber vorher auch noch zusammensuchen. Wir grillen, der Mann fragt online Standorte ab. Da mehrere gerade noch Kinder anwesend sind, spielen wir Tischtennis und Federball, das ist sehr nett. Die Schwester hat auch Fledermäuse, wieder idyllisch. Zwischendurch werden die Personalausweise der Kinder sowie Sommerschlafsäcke ferngesucht und gefunden. Die Spannung steigt, hoffentlich bleiben die Konzertkarten nicht auf dem Ausziehschrank liegen.

3.8.19

unterwegs

Süddeutschland, diese Idylle!

Obwohl: gestern Abend einen groundbreaking Gedanken gehabt, als ich an einem Rubicon (bitte selbst googeln) vorbeigekommen bin. Der Anblick dieser Obszönität von Auto, die ein Nachbar von uns ebenfalls seit kurzem fährt, hat in mir einen Gedanken wachsen lassen, der mir die Untätigkeit der Spezies Mensch im Angesicht der Klimakatastrophe erklärbar macht. Es handelt sich womöglich um eine Art Herdentriebhoffnung, oder Klimakatastrophen-betroffenen-ismus-phobie, dass diese Sache UNS nicht wirklich trifft. Die anderen, ja, aber wir werden davonkommen. So ist möglicherweise der Mensch. Ich korrigiere meinen Fachbegriff: es ist keine -phobie sondern eine Art Rassismus, ein herablassender Blick auf die, die es ganz ohne Zutun als erste treffen wird, wir jedoch werden es schon schaffen. Vielleicht sogar white dude Überheblichkeit?
(Hier viele Kraftausdrücke einfügen).

In der Unterkunft die extra für den Urlaub aufgesparten teuren Dusch- und Haarwaschmittel stehen lassen. Gewundert, warum das Kind so blöd ist, das zwei Tage die ungeteilte Aufmerksamkeit sichtbar genossen hat, und dann beim Eintritt ins Elternhaus gemerkt, dass da wohl schon Sorgen gearbeitet haben.
A propos Elternhaus. Auch so ein Thema. Zum ersten Mal nicht im Schwiegerelternhaus übernachtet. Die ehemaligen Kinderzimmer sind für vier Personen nicht mehr zumutbar. Auch dem alternden Schwiegervater mit Betreuung nicht. Auch zu zweit nicht. Wie wird das werden? Wie geht das weiter? Wie machen das andere? Die Geschwister bieten keine Unterkunft an*, oder man möchte das nicht in Anspruch nehmen aus Gründen. Oder ist der eigene Anspruch in der zweiten Lebenshälfte gestiegen dass wir da Abstand haben wollen? Und das ist jetzt die Schwiegerfamilienseite. Wie wird das bei mir? Nächstes krasses Thema.

Bücher gekauft. Brezeln genossen. Wiedervereinigung der Zwillinge mit Rückfall in Muster in Millisekunden.
Fahrt zur Bundesgartenschau. Zwei Regengüsse. Unterirdische Servicesituation am Fressstand. Licht- und Wassershow. Trotzdem süddeutsche Idylle. Diese Ideen, diese Blumen, diese Bemühungen, auch und gerade in Umwelthinsicht!

Jetzt noch schnell die aufgespritzte Carol Vonderman bewundernd bemitleiden, alle Tabs schließen und schnell schlafen, weil in Süddeutschland sind Früstückseinladungen durchaus bereits um 9 Uhr. Und wir übernachten bei den Gastgebern!

*edit: der Mann meint, das sei für die Geschwister möglicherweise selbstverständlich, dass wir bei ihnen übernachten könnten, aber gesagt haben sie es noch nicht. Die, die es sagen, möchten wir tatsächlich mit unserer Anwesenheit nicht belästigen.


1.8.19

unterwegs

Es wird erlebt am laufenden Bande hier hinter dem Blog dieser Tage, manches schön, manches auch, um Erinnerung zu schaffen, einiges macht Spaß, vieles ist sehr anstrengend, Vorfreude kommt auf, dann erwacht wieder die Vergangenheit, oder die Zukunftsangst, schön, dass manches genau so scheint wie es möglicherweise immer gewesen sein mag, anderes ist entsetzlich traurig, und wird sogar noch trauriger. Apfelbäumchen? Die Mauersegler sind weg, vielleicht reise ich ihnen nach.

#wmDedgT Oktober 2026

  Frau Brüllen fragt das Internet  ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag...