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7.7.19

Menschen aus dem Internetz

dieser Tag könnte rückwärts erzählt werden. Ich sitze im Schlafanzug auf dem Sofa, vor mir die Kinder, die eine große Samstagabendunterhaltung glotzen*. Mein Talent für Timing hat dazu geführt, dass ich den einzigen Regenabend dieses Sommer dafür ausgesucht habe, Vorsätze endlich zu realisieren. So radelte ich also und wurde dementsprechend nass. Macht nix, guter Einstieg! Der Vorsatz wäre, alles unter 8 (oder 10) Kilometern mit dem Rad zu machen. Hat heute geklappt. Vorher bin ich natürlich zu spät gekommen, das war allerdings fast ein bisschen geplant, sozusagen eine Art Trick, nicht alleine irgendwo rumzustehen. Und, winwin, es hatte noch nicht angefangen, ich war also nicht zuu spät! Der Abend war wirklich wunderbar, schon wieder Menschen aus dem Internetz, diesmal eine Bloglesung der hochgeschätzten Frau Nessy und Herrn Buddenbohm. Herrn giardino getroffen, es war hach.
Die Nudeln Caprese waren auch fertig bei der Verabschiedung, die Tore hatte ich alle gesehen, also alles richtig gemacht.
Davor haben mir Listen den Tag, ach was, das Wochenende gerettet! Dieses Twitter ist doch einfach herrlich, vor allem die Menschen darin! Ab sofort werden hier to-do und ta-daa Listen geführt (via Geek  Oder Nerd). Jetzt ist aber auch mal wieder gut mit der Verlinkerei, es soll ja auch eigener Inhalt hier stehen.
Ich muss nachdenken.
Jedenfalls haben mich die Listen heute aus einem to-do-Tief herausgeholt, und das kam so: oft habe ich samstags viel Elan, wenig konkretes vor, möchte aber einiges wochendendliches erledigen und bin dann tief frustriert wenn nichts klappt. Die Listen haben also gezeigt, was schon alles erledigt wurde, und die diffusen Wünsche in konkrete Handlungsportiönchen geteilt. So ist wohl doch schon einiges geschehen heute.
Hervorheben möchte ich noch die erhebenden Momente bei Nachbars zwei Häuser weiter. Diese wohnen baugleich, ihre Kinder sind aus dem Haus und sie im Urlaub. Alles ist also immer sehr ordentlich wenn ich dort zum Katzenfüttern und Gießen anrücke. Und so verbringe ich gerne ungestörte Zeiten in einer nicht ganz meinem Geschmack entsprechend eingerichteten, aber sehr gepflegten Umgebung (die weder ich noch jemand sonst  in dieser Zeit unordentlich macht) und genieße ein gewisses Paralleldasein. Nun isses raus. Sogar die Katze hatte heute kurz überlegt, sich diese Tubenmasse von mir direkt geben zu lassen. Zeichen und Wunder! Dorthin war ich nach tieffliegenden Mittelfingern und anderem Ungemach geflüchtet, muss ich mehr sagen. Eigentlich wollten wir etwas spielen, aber wie das immer so ist. Das haben wir allerdings zwischen Einkauf und Verabschiedung noch nachgeholt. Bevor das hier jetzt noch und noch unchronologischer wird, besser Bett.

*Inzwischen liegen die Kinder im Bett und schlafen, die Kopfschmerzen und die Müdigkeit nehmen zu, und es ist spät.

5.7.19

Ausflug 2

5:00 aufstehen um mit dem Mann in sein Arbeitsstädtchen zu fahren, dort angekommen bloggen am Kanal:


Dann die Frau des Kollegen anschreiben und feststellen, dass der Flohmarkt nicht, wie gedacht, am Freitag stattfindet, sondern as we speak. Also kurz die Klamotten abgestellt und los. Goldig. Am ersten Ferientag gibt es einen Flohmarkt für Kinder. Der ganze Marktplatz voll mit Picknickdecken und Biertischen, auf denen die Kinder und Jugendliche ihre ausgedienten Spielsachen anbieten. Nette Atmosphäre, ich sitze mit der Frau und erfahre viel über das Städtchen und die Leute. Wir verabschieden uns gegen 11:30, ich gehe in den neuen Bioladen mit Café und esse in der Sonne ein Birchermüesli, danach klassischer Stadtbummel. Zwei sehr schöne Postkarten gefunden, mehrere Handtaschen nicht gekauft. Gegen 13:30 bin ich zurück in der kleinen Wohnung, hole den verpassten Schlaf nach und wache sehr zerknautscht auf. Dann besorge ich noch ein Gutscheingeschenk, inzwischen ist der Mann mit Arbeiten fertig, legt sich ebenfalls kurz hin, wir machen uns fertig und werden abgeholt. Im Tesla. Letztes Jahr wurde von den beiden Silberhochzeit gefeiert, wir hatten den gemeinsamen Besuch eines Events geschenkt und verschiedene Vorschläge gemacht. Nichts davon hatte geklappt, daher gab es jetzt einen Gutschein und die Einladung zum Essen, damit sich die Einlösung nicht noch länger hinzieht. Auf dem Weg Sophie Hunger gehört, das war einer der Vorschläge, Konzert ist aber leider vorbei. Geärgert, dass ich nicht alleine hingegangen bin. Nach kurzem Umtrunk und Fahrt mit Umwegen wegen Beschleunigungsdemonstration Essen im Lokal am See, in dem wir ok-e Speisen bekam und einen vergnüglichen Abend verlebten. (Irgendwann werde hoffentlich auch ich kapieren, dass mir diese Burger nicht guttun. Was genau führt dazu, dass ich wider besseres Wissen diese Dinger bestelle? In gewisser Weise kann ich diese vereinheitlichten Speisekarten in Lokalen, die sich als ‚gehoben‘ verstehen, nicht mehr so richtig ernst nehmen. Es bereitet mir keinen großen Genuss, aber was ist die Alternative?) Lauer Sommerabend, trotz See keine Stiche. 8/10.

2.7.19

Ausflug nach Frankfurt 1./2.7.

Montag 3:40 aufgestanden, Kinder abgegeben zur Stufenfahrt, Frühstück mit dem Mann, der dann um 5:30 zur Arbeit fährt. Rumdaddeln, Gießen, Packen, eigentlich wollte ich den Holzfußboden ölen, aber es fehlt der Intensivreiniger, da muss ich recherchieren und uups, schon bin ich zu spät dran und rase zum Bahnhof. Verspätete Fahrt nach Frankfurt, dort ein überraschender Gang ins Banken- durchs Rotlichtviertel. Platz mit Aussicht auf dem Maintower:




Toller Überblick bei herrlichem Wetter. Und dann: Fahrt zur Karaokebar, erste Male galore und yay, ist das cool. Eintauchen in eine andere Welt in unscheinbarem Retro-Fabrikgebäude, süß gemacht, 3d-Tapete, Glitzer, alles very glam.




Nette Leute, die für uns sorgen bei noch netterer Begleitung. Ich fremdle etwas, aber es macht wirklich Spaß. Wir singen lange, zum Abschluss Griechischer Wein, und eine sehr gute, aber kurze Nacht. Leckeres Frühstück mit Butterlaugen im lokalen Bäcker, dort gibt es - hach - Plunder und ein Tante Anna Brot. Ich hoffe, dies mal zum Anlass zu nehmen, von meiner Tante Anna zu erzählen (zu fragen, ob ich ein Bild machen darf, hab ich mich erst nicht getraut, dann vergessen). In Frankfurt mache ich einen schönen Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten, Pauluskirche (Robert Blum Gedächtnissekunde), ich bewundere die erhabene Einfachheit des Raumes und die 50er Jahre Beleuchtung (Demokratiekette!)




Kerzen in Kirchen angezündet, alle must-see Plätze abgeklappert, die neue Altstadt gesehen und für sehr gelungen befunden, Frankfurt hat den Himmel schön.

Schirn

Pixelkinder, stellen sich zweiundzwei auf.

Rückweg zur Lunchverabredung, der Anspruch ist nichts weniger als überpünktlich zu sein. Sehr urban und lecker, eine schöne und intensive Zeit wurde gehabt. Auf dem Weg zum und am Mainufer hole ich mir doch ein wenig zu viel Sonne, egal, insgesamt habe ich am Abend knapp 11km auf der app. Zurück zum Bahnhof, Heimfahrt im ebenfalls überfüllten Zug, die ausgegebenen Euros für die Platzreservierungen, die ich nicht wahrnehmen konnte, versucht, zurückzuholen (gelingt für die Hinfahrt, zurück irgendwie nicht). Halb neun sitze ich zu Hause und bin dankbar für die Begegnungen (und ich schreibe das nicht einfach nur so!) mit den netten Frauen, für die Zeit, die sie sich genommen haben, die Gastfreundschaft und überhaupt. Danke Ihr Tollen!

Ausklang mit Fußball.

16.6.19

Sonntag 16.6.2019

die gute Nachricht: die Kinder liegen um kurz vor neun im Bett, die schlechte: mir ist leider sehr übel, ich führe es auf den rohen Spargel zurück, alt werde ich heute nicht. Zwar läuft in einem Zimmer noch das Känguru, da wir eine insgesamt kurze Nacht hatten gestern hoffe ich dennoch auf schnellen Schlaf allerseits.
In der Nachbarschaft wurde gefeiert, gegen 3 habe ich noch ein paar Runden Candy Crush gespielt und dann aufgegeben. 7:00 Wecker wegen Fußballturnier, wir kommen natürlich zu spät zum verabredeten Treffpunkt, vier Spiele, keine Siege, wenigstens zwei Tore, und die Aushilfstorhüterin erhält einen Preis. Tombola, die obligatorische Waffel, Heimfahrt.

Haltstop, Chronistinnepfllicht, ein Uhrgeschenk vom heutigen Geburtstagskind aus der Mannschaft, das letzte Mal hatte ich das vor ein paar Jahrzehnten:


Eigentlich hätte das Baumtagebuch einen eigenen Eintrag verdient. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass wir die im Herbst gepressten Blätter nicht mehr finden. So ist es mehr ein Fotoalbum geworden, die Ahornblättrige Platane im Jahresverlauf.
Zum Abendessen erwähnten Spargel, leider nicht für mich. Zweite Halbzeit USA-Chile, ich mit massivem Bauchgrimmen, jetzt Bett. Kein Eltern- Schwiegervateranruf.

#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...