6.3.10

Samstag

Schwagers Geburtstag. Den ganzen Tag dran gedacht, aber erst um 22 Uhr angerufen.
Früh wie immer aufgestanden.
Den Schnee mit Sonnenschein genossen.
Gardinen geholt zum Aussuchen. Wenn mir das mal einer gesagt hätte, dass ich mich für Gardinen vom Dekorateur entscheide...
Nachmittags drohende Entgleisung durch gemeinsames Spiel gerade eben so noch abgewendet.
Abends Kinder früh in's Bett, ich geniesse es, einen Streuselkuchen zu backen.
Gut gegangenen Hefeteig nochmals durchzukneten, auszuwellen, sich über die Hände zu legen um ihn aufs Backbleck zu drapieren ist wirklich ein Vergnügen.

Nachtrag Freitag

wenn Montag, Mittwoch oder Freitag Morgens früh das Telefon läutet hat das nichts Gutes zu bedeuten: dann wird eine Aushilfe für die Spielgruppe gesucht. Dann ist der "freie" Vormittag dahin. Heute war es mal wieder soweit. Allerdings mit Bauchpinselung verbunden, denn ich wurde gefragt, ob ich die Spielgruppenleiterin vertreten würde. Aber klar!
War halt wieder nix mit Haushalt. Nach der Spielgruppe die nächste Schreiattacke, mit mehr oder weniger guten Tipps.
Zermürbend ist es allemal. Da diese über eine Stunde anhielt und wir alle müde undoder erschöpft waren, ausnahmsweise gemeinsamer Mittagsschlaf im Bett. Allerdings auch in weiser Voraussicht, denn für abends stand ein Besuch beim schwedischen Möbelhaus auf dem Plan. Gut war's, lang war's, aber die Kinder haben gut durchgehalten. Wir weniger. Halb Acht hin, halb zwölf raus.

Der Winter ist zurück! Ich plane, mir einen Adventskranz zu besorgen. Mit den Weihnachtsgeschenken fange ich dieses Jahr mal früher an.

Nachtrag Donnerstag

Donnerstag ist Trödeltag: da wir morgens nicht wegmüssen lassen wir uns Zeit mit anziehen, runtergehen, frühstücken. Meist dusche ich ausgiebig (Kleinbürgerin Rs Kommentar dazu meist: unbedingt Haare waschen), oder die beiden dürfen baden. Wenn eine hustet, wie im Moment, ist das im Bad ja auch ein bisschen wie inhalieren.
Nach einem leckeren Müsli um die Mittagszeit habe ich mich dann bei schönstem Wetter schon wieder mal ausgeschlossen. Vorne den Riegel vorgemacht und hinten rausgegangen. Da durfte der Mann dann anreisen - was aber schon ein gewisser Fortschritt war, denn letztes Mal habe ich noch ein kleines Vermögen für den Schlüsseldienst ausgegeben, der ist dann bei uns eingestiegen.
Nachmittags ein weiteres Highlight: Besuch bei einem Nachbarskind. War sehr nett, ein bisschen kalt, und endete mit einem kleinen Eklat vor der Haustüre. Wir haben es ja im Moment mit schlimmen Schreiattacken zu tun.
Abendessen war lecker, Harald Schmidt wurde von mir verschlafen, war aber schade, dass ich den Schlaf nicht erholsam im Bett genossen habe sondern angestrengt im Sessel.

3.3.10

Mittwoch, 3.3

ein weiterer schöner, sonniger (Vor?)-Frühlingstag.
Ich muss lernen und versuchen, mich von der Baustelle und dem, was daraus dauerhaft werden soll, nämlich ein riesiger Klotz von Mehrfamilienhaus, nicht total vereinnahmen zu lassen, aber es nervt schon.
Wahrscheinlich ist es auch müßig, sich immer und immer wieder zu fragen, ob man es hätte wissen können, ob die getroffenen Entscheidungen die falschen waren. So ist es nun, so wird es werden, so will ich damit leben. Sonst wird es nicht sehr erträglich sein die nächsten Jahre hier. Aber schade ist es allemal. Oder bin ich der Typus Mensch? Nicht der, dem dies widerfährt, denn andere erleben sicher Gleiches oder Ähnliches, sondern der, an dem es frißt, den es nicht losläßt, der sich reinsteigert, der es nicht hinnehmen will, der es persönlich nimmt. Dann wäre es ja zu ändern.
Überhaupt überlege ich letzter Zeit häufiger, mal wieder fremde, aushäusige Hilfe in Anspruch zu nehmen, mir die Dinge genauer anzuschauen. Mich um mich zu kümmern. Mal sehen, wo das hinführt.
On a more positive note: die Hortensie hat grüne Spitzen, beim Frauenmantel lugen schon kleine neue Blätter hervor, alles will raus, inclusive Kleinbürgerinnen. Schön!
springwatch geht weiter! Ich will und kann nicht glauben, dass es am Wochenende nochmal schneien soll. Und der Skiurlaub in zwei Wochen kommt mir auch falsch terminiert vor.

2.3.10

Dienstag

Öfter als nötig falle ich auf mich selbst rein: Die Freiheit, die ich erhalte, wenn ich die Kinder dick eingepackt, idyllisch im Kinderwagen auf der Terrasse liegend, lange schlafen lassen, muss ich abends einbüßen, da die beiden dann erst sehr spät müde werden. Heute habe ich es wieder sehenden Auges übertrieben. So schläft Kleinbürgerin J erst gegen 23 Uhr ein. Das nenn ich Teufelskreis. Viel Spaß morgen...

Heute zum ersten Mal mit zwei Puppenmüttern unterwegs gewesen: die Puppenbuggies durften ausgeführt werden! Freische Frühlingsluft! 2 Stunden Spaziergang für etwa einen Kilometer Weg. Sehr schön, wenn man es schafft, nicht schnell nach Hause zu wollen.
Danach Turnen. Ich bin sowohl über Bewegungsdrang als auch Mut, Gedächtnisleistung und Beobachtungsgabe der Beiden sehr beeindruckt.

Schwiegervater geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind froh und hoffen weiter.

Jetzt Küche. Dann Bett.

Nachtrag: Sonntag, 28.2.

Der Sturm wirft seine Schatten voraus (hua, was für ein Bild) Der Zoo hat geschlossen. Leider kein Familienausflug zu den Tieren. Dann halt mal wieder Spielplatz. Schön, dass man die Spielplatzsaison eröffnen konnte!

Die Stimmung von Kleinbürgerin R ist angespannt. Wutanfälle sind an der Tagesordnung. Heute 20 Minuten am Eingang des Parks gestanden und auf eine zornige Zweieinhalbjährige gewartet. Klar, sie ist dann meist sehr müde. Aber für uns ist das auch anstrengend! Und es macht mir viel mehr aus, was "die Leute" denken, als vorher gedacht hätte.

Das mit dem Formulieren kriegen wir wieder hin. Jetzt bin ich nur mal froh dass ich noch ein paar Zeilen schaffe.

Möhrenschaumsüppchen zum Abendessen war gelungen. Tatort nicht so.

1.3.10

Montag 1.3

auch das macht das Internet: Sorge um Menschen in Chile werden konkret, wenn man jemanden weiß, der viele kennt. Die Bedrückung wächst. Wir hoffen mit.
Gehofft wird heute auch für den Schwiegervater, der operiert wird.

Kaum habe ich mich daran gewöhnt, abends ein Stündchen den anderen beim Sportmachen zuzuschauen sind die olympischen Spiele auch schon wieder vorbei. *Klugscheißmodus an* Olympiade hat begonnen *Klugscheißmodus aus*

Ab heute zum wiederholten Mal der Versuch, durch Buchführung zu erfahren, wie sich unsere Ausaben so zusammensetzen.

Neues Wort aus der Baubranche gelernt: Planierabstützschild. Und das als Mutter von zwei Töchtern. Ich bin auch ein bisschen stolz auf uns.

Schade, wie entsetzt ich über die vielen Macken in unserem Parkett bin. Gut, dass wir nicht neu bauen.

Die Stimmung ist gedrückt. Ich bin ziemlich erschöpft.

#wmDedgT Oktober 2026

  Frau Brüllen fragt das Internet  ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag...