Montagsedition.
Der Wecker des Mannes klingelt um 4:30. Leider bin auch ich wach. Er macht sich fertig, muss mit dem Auto fahren da die Züge ausfallen, klemmt sich unschön den Finger beim Reinholen der Kindersitze, meine Laune ist unteririsch.
Montags habe ich frei, was allerdings nicht für die nächsten beiden Montage gilt (Urlaubsvertretung).
Das heißt meist: Ablage, Termine ausmachen, Organisation, Einkauf, Wäsche. Kein Kochen, die Kinder haben lange Schule.
Aufgrund der sehr kurzen Nacht ist heute allerdings einiges verlangsamt.
Außerdem schlägt mir die allgemeine familiäre Lage etwas aufs Gemüt.
Die Zeit ab 5 schlage ich tot mit Internet leer lesen, Oscars nachgucken, dann lege ich mich nochmal kurz zu den Mädels, Wärme tanken.
Fertig machen für Schule klappt problemlos, ein Wunder da Schlafmangel wegen spät ins Bett. Verabredungen zum Abholen getroffen. Die werden, sobald ich zu Hause bin, direkt wieder umgeschmissen, da Tochter R keine AG hat u daher statt um 15:00 bereits um 13:30 schulfrei hat. Sie ruft an und möchte eine Freundin mitbringen, deren Schulbus erst zum offiziellen Schulende fährt. Geht klar.
Jetzt also Duschen, Wäsche waschen, Spülmaschine entkalken, Ablage machen, Fenster auf wegen Frühlingssonne. Dazwischen immer wieder twitter (Reitfreizeit ist so teuer! Die Antworten erden mich), nach alternativen Ferienfreizeiten suchen (Fußball?), großzügige Kalkfleckentfernung der Badfliesen endlich mal wieder.
(vorher)
Um 9 ruft meine Schwester an. Sehr wohltuendes Telefonat, ist selten geworden dass wir telefonieren. Dafür war es sehr lang.
Weiter werkeln.
R kommt nach Hause, mit Freundin, holt den Teilzeithund, kurze Unklarheit, ob Hundi schon was zu Fressen hatte, ist komisch unruhig, ihr Frauchen, meine Freundin ist nicht da, zu Hause wird sie von deren Sohn versorgt. Die Mädels verziehen sich nach oben, ich sortiere weiter und führe endlich das Banktelefonat zur Kontoeröffnung für meine privaten Vorsorgepläne.
Um 15:00 bringe ich die Freundin zum Schulbus, dann langes Rumgeirre, da Tochter J nicht am verabredeten Treffpunkt ist und natürlich kein Handy dabeihat. Bis wir uns finden dauert es (zu) lange.
Let the Freizeitstress begin! Immerhin übt J ohne Murren von sich aus Cello (es ist nicht alles schlecht!), dann muss sie los zur Klavierstunde. Ich begleite sie und verbinde dies mit Kurzgassi. Herrlich! Frühling! Auch bei uns, wie in der Timeline, Zugvögel. Man hört sie die ganze Zeit, zu sehen sind sie nur hier kurz.
Einer plötzlichen Eingebung folgend beschließe ich, den Kindern spontan für das morgige Eislaufen Schlittschuhe zu kaufen. TochterR tease(re?) ich vor ihrer Klavierstunde, J kommt wohl schon informiert angespurtet und kümmert sich um ihre Hausaufgaben. Das Leben ist zu kurz für Leihschlittschuhe, sie kosten nicht mehr die Welt, Größenverstellbarkeit rulez! und werden ein Ostergeschenk der erkrankten Schwiegermutteroma (keine schlechten Neuigkeiten aus HD). Allerdings werfe ich mir dadurch selbst meinen Resttagesplan durcheinander. Es dauert dann doch bis 20:10, bis wir wieder zu Hause sind, aber Mission accomplished, die Mädels haben sogar auf der Fahrt Vokabeln gelernt, und die Kufen sind noch geschliffen worden! Winwin! (so gut läuft es sonst nie, das muss dieser paradoxe Vorführeffekt sein).
Schnelles Abendessen, Kinder viel zu spät aber ohne Streit (und ohne Lesen) in ihren Betten. Wohnzimmertisch für nachher-Foto aufräumen (ohne euch läge das noch!) Küche machen, Wäsche aufhängen, Wochenendtasche ausgeräumt. Fertig!
nachher
Jetzt schnell Erlaubnis schreiben, dass die Töchter ohne Helm Schlittschuhfahren dürfen (health and safety greift um sich), Beitrag fertigschreiben, ab ins Bett mit "Captain Fantastic".
Was schön war:
neuer Termin für den Lesekreis (das schöne war, dass sie wieder mitmachen kann)
Schwesterntelefonat
besorgniserregend brave Kinder
Besuch von Frau und Herr Dompfaff-Gimpel
Kraniche
Wow. Schon vorgearbeitet für diese Woche.
Edit: aus Versehen schnell die 3000 Handyfotos hochgeladen, jetzt ist keine Zeit mehr für einen Film. Zu müde. Aber hier füge ich sie noch ein.


