Er ist tot.
Der Mann hat mich getauft und gefirmt. Aber das ist nicht alles. Er war ein sehr guter Freund meiner Eltern, dadurch wurde er auch zu meinem Freund. Er hat den Glauben meiner Familie geprägt. Menschen wie er sind das Band, das mich mit der katholischen Kirche verbindet.
Er war ein toller Mensch. Ich hoffe für ihn, dass drüben alles so ist wie er glaubte.
Heute würde ich gerne scannen können.
Für mich war er einfach Onkel Oskar, wie für viele andere auch, auch wenn er ein hohes Amt innehatte.
Ich bin ziemlich traurig dass er tot ist. Was macht ihn aus? Er hatte wohl kein besonderes Charisma, war eher schüchtern und scheu. Aber vielleicht war es gerade das, was ihn zum absoluten Menschenfreund machte? Er liebte die Menschen, und die Menschen liebten ihn; das wird auch auf der online-Kondolenzseite deutlich.
Heute wird er beerdigt.
Genauso wie der Mann, der für mich der Nikolaus war. Ich wusste es nicht, oder hatte es wieder vergessen, bis mir meine Mutter es anlässlich seines Todes erzählte.
Zwar war mir klar, dass er der Nikolaus in der Turngruppe meiner Eltern war, aber dass er es auch war, der zu uns nach Hause kam, wusste ich nicht.
Interessanterweise sind die beiden Männer in meinem Fotoalbum auf der selben Seite zu finden.
Die Traurigkeit über ihren Tod rührt natürlich daher, selbst Angst zu haben vor dem, was mir da bevorsteht, und vor allem, allein durch zu müssen.
Wenn ich in diesen Tagen schon so traurig bin, wie wird das dann erst wenn nähere Angehörige, gar Eltern sterben? Mir graut davor.
Aber hier sollte es nicht um mich gehen, sondern um die Ehrung dieser beiden Männer, die etwas mit meinem Leben gemacht haben, vielleicht unspektakulär, aber prägend.
Danke.
Ach, wenn ich meinen Kindern nur auch solche Freunde ihrer Eltern mitgeben könnte.
10.1.08
8.1.08
5.1.08
aus der fernen Zukunft betrachtet
vor langer Zeit war ich sehr gerne bei den Sternsingern aktiv, als Ministrantin der ersten Stunde war mir das ein Vergnügen.
Die Erinnerung daran ist mir sehr lieb.
Abends, oft bei Schnee oder Schneetreiben durch die Wohngebiete ziehen, sich auf die in der Kirche aktiven Menschen freuen, dort viele Süßigkeiten bekommen, oder reingebeten werden zum Tee, oder viel Geld in der Kasse haben.
Vor dem nächsten Haus in der Gruppe überlegen, wer den Stern trägt (der einzige flexible Posten, die Könige waren ja geschminkt und verkleidet - nach welchem Modus die Königsrolle vergeben wurde ist mir allerdings nichtmehr präsent). Nach dem durch die Häuser ziehen das Treffen aller im Gemeindehaus, dort nochmal was trinken und die eingesackten Gaben vergleichen - das Geld für zum Abgeben, die Süßigkeiten für uns.
Am liebsten habe ich "Engel haben Himmelslieder" gesungen, das ging auch mit wenigen zweistimmig (keine Ahnung, wie sich das im Einzelfall anhörte...)
Immer noch im Ohr habe ich die Sprüche. Erst die Könige, dann der Sternträger:
"Die Weisen aus dem Morgenland sahen den Stern.
Sie suchten und fanden Christus den Herrn.
Wir finden ihn heut bei den Kranken und Armen und bitten Euch heut um Eurer Erbarmen.
Gedenket derer, die Gott noch nicht kennen; helft, dass sie bald seinen Namen nennen.
Wir bitten für ein fernes Land für Menschen, fremd unbekannt. Helft, dass auf dieser Erden alle Kinder Gottes werden."
Ich konnte nichts finden an diesem Reim. Im Gegenteil, es war ein wenig heile Welt und erinnerte mich immer auch ein bisschen an die Aufführung im fliegenden Klassenzimmer "Der Unterricht wird zum Lokaltermin ..."
Heute wird mir fast schlecht bei diesem Spruch.
Den katholischen Chauvinismus der daraus spricht ist mir erst in den letzten Jahren klar geworden. Missionieren wollte ich als Sternsingerin nicht.
Ich hoffe, ich habe keinen Schaden angerichtet.
Das ist es unter anderem, was mir das Verhältnis zur katholischen Kirche so schwer macht.
Die Erinnerung daran ist mir sehr lieb.
Abends, oft bei Schnee oder Schneetreiben durch die Wohngebiete ziehen, sich auf die in der Kirche aktiven Menschen freuen, dort viele Süßigkeiten bekommen, oder reingebeten werden zum Tee, oder viel Geld in der Kasse haben.
Vor dem nächsten Haus in der Gruppe überlegen, wer den Stern trägt (der einzige flexible Posten, die Könige waren ja geschminkt und verkleidet - nach welchem Modus die Königsrolle vergeben wurde ist mir allerdings nichtmehr präsent). Nach dem durch die Häuser ziehen das Treffen aller im Gemeindehaus, dort nochmal was trinken und die eingesackten Gaben vergleichen - das Geld für zum Abgeben, die Süßigkeiten für uns.
Am liebsten habe ich "Engel haben Himmelslieder" gesungen, das ging auch mit wenigen zweistimmig (keine Ahnung, wie sich das im Einzelfall anhörte...)
Immer noch im Ohr habe ich die Sprüche. Erst die Könige, dann der Sternträger:
"Die Weisen aus dem Morgenland sahen den Stern.
Sie suchten und fanden Christus den Herrn.
Wir finden ihn heut bei den Kranken und Armen und bitten Euch heut um Eurer Erbarmen.
Gedenket derer, die Gott noch nicht kennen; helft, dass sie bald seinen Namen nennen.
Wir bitten für ein fernes Land für Menschen, fremd unbekannt. Helft, dass auf dieser Erden alle Kinder Gottes werden."
Ich konnte nichts finden an diesem Reim. Im Gegenteil, es war ein wenig heile Welt und erinnerte mich immer auch ein bisschen an die Aufführung im fliegenden Klassenzimmer "Der Unterricht wird zum Lokaltermin ..."
Heute wird mir fast schlecht bei diesem Spruch.
Den katholischen Chauvinismus der daraus spricht ist mir erst in den letzten Jahren klar geworden. Missionieren wollte ich als Sternsingerin nicht.
Ich hoffe, ich habe keinen Schaden angerichtet.
Das ist es unter anderem, was mir das Verhältnis zur katholischen Kirche so schwer macht.
29.12.07
von Nachtigallen und Eulen
nur weil man sich das Heim mit Säuglingen teilt heisst das noch lange nicht, dass man jetzt ein komplett anderes Leben führt und gerne morgens um halb acht (!!!) angerufen werden will.
Bin ich froh, dass die beiden gerne auch mal bis halb elf schlafen. Natürlich muss ich um 4, 5, 6, 7 und oder 8 mal raus, aber danach kann ich nochmal ein bisschen schlafen - da telefonier ich einfach noch nicht gerne im schlaftrunkenen Zustand.
Bin ich froh, dass die beiden gerne auch mal bis halb elf schlafen. Natürlich muss ich um 4, 5, 6, 7 und oder 8 mal raus, aber danach kann ich nochmal ein bisschen schlafen - da telefonier ich einfach noch nicht gerne im schlaftrunkenen Zustand.
11.12.07
woran ich merke dass ich in der Provinz wohne 2
kein Weihnachtsmarkt weit und breit.
Hätte nicht gedacht, dass mir das so fehlt.
Mir geht es da so ein bisschen wie Wolf Haas - der wohnt in der Stadt, nicht um jeden Abend ins Kino zu gehen sondern um auf dem Sofa zu Hause zu liegen und die Möglichkeit zu haben, in mehrere Kinos gehen zu können wenn er nur wollte (so ähnlich formuliert auf einer Lesung)
Genauso geht es mir auch - nur leider ohne die Stadt und die Kinos... und Weihnachtsmärkte
Hätte nicht gedacht, dass mir das so fehlt.
Mir geht es da so ein bisschen wie Wolf Haas - der wohnt in der Stadt, nicht um jeden Abend ins Kino zu gehen sondern um auf dem Sofa zu Hause zu liegen und die Möglichkeit zu haben, in mehrere Kinos gehen zu können wenn er nur wollte (so ähnlich formuliert auf einer Lesung)
Genauso geht es mir auch - nur leider ohne die Stadt und die Kinos... und Weihnachtsmärkte
25.11.07
outing
heute habe ich einer Freundin erzählt, dass ich blogge (soweit man das was ich hier mache so nennen kann...)
aber zum äußersten ist es nicht gekommen - ich habe die url nicht verraten.
Keine Ahnung warum nicht, aber es ging nicht.
aber zum äußersten ist es nicht gekommen - ich habe die url nicht verraten.
Keine Ahnung warum nicht, aber es ging nicht.
9.11.07
Das "Bunter Hund Phänomen"
Der bunte Hund sind wir.
Ah, da sind die Zwillinge wieder, die sind ja gewachsen.
Oder auch: nein, das sind doch die Mädchen, die kennst Du doch.
Oder auch: ja, den Wagen kenn ich, da war wohl Dein Vater zu besuch, der ist immer hier entlang spaziert.
Oder auch: Sie sind die Mutter? Manchmal sehe ich den Wagen auch mit einer anderen jungen Frau.
Und ich sehe all diese Menschen vermeintlich zum ersten Mal
Ah, da sind die Zwillinge wieder, die sind ja gewachsen.
Oder auch: nein, das sind doch die Mädchen, die kennst Du doch.
Oder auch: ja, den Wagen kenn ich, da war wohl Dein Vater zu besuch, der ist immer hier entlang spaziert.
Oder auch: Sie sind die Mutter? Manchmal sehe ich den Wagen auch mit einer anderen jungen Frau.
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#wmDedgT September 2026
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