6.4.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT April 2021

 Frau Brüllen fragt das Internet und wir beantworten  am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT 

Ostermontag.

Wir waren sehr spät im Bett, die Laune melancholisch


Ein paar Feuerchen haben ja weiter vor sich hingeschwelt, während wir mit anderen Sachen beschäftigt waren und meinten sich nun wieder in den Vordergrund drängen zu müssen.

Die Heizung schwächelt, und wir müssen eine größere Lösung überlegen, da die Abluft des Kaminofens im Wohnzimmer über denselben Kamin abgeleitet wird wie die Heizungsabluft. Wenn die Therme erneuert werden muss und wird das wegen neuer Bestimmungen nicht mehr möglich sein. Aber wen fragen? Der Schornsteinfeger jetzt Energieberater ruft nicht zurück, der Installateur hat keine Probleme damit, auf unseren Kamin zu verzichten, wir kennen keinen Kleinen Dienstweg hier, sameold, sameold.

Kaminofen abschaffen, Gastherme für  Mehrfamilienhaus anschaffen, Kaminofen umsetzen, neue Kaminrohrsituation schaffen, wer weiß schon was richtig wäre. Neu bauen vielleicht. Oder in eine große Wohnung in der Stadt ziehen, oder selbstversorgend in die Pampa. Der Tipp des Schornsteinfegers, bei Kleinanzeigen nach runderneuerten Ersatzteilen zu schauen hörte sich super an, ist aber bislang nicht zielführend.

Long story short, noch können wir den Brenner überreden, immer mal wieder wenigstens für warmes Wasser zu sorgen. Für alles andere gibt es Decken und -Vorsicht Herr Kachelmann- den Ofen.

Das ist auch nötig, denn es ist sehr kalt geworden. Wir machen aber nur einen halben Tag, denn geschlafen wird bis halb zwölf.

Kurzes Frühstück mit verbliebenem Ostergebäck. Ein halbes Lamm ist noch da, Hefezopf, Eier, Avocado, da ist es schon 1.

Ich warte auf eine Gutwetterlücke für eine Luftschnappung, aber die tut sich nicht auf. Die Schneeflockenfotos werden aber alle nichts, sind auch unspektakulär.

Impforganisation in der Schwiegerfamilie. Dann wird ein bisschen geheimwerkert und aufgeräumt. Die Rollladenkästen sind viel kleiner an den neuen Fenstern, es müssen Zwischenräume ausgeschäumt werden. Dazwischen schäumt die Laune wegen der absoluten Unfähigkeit der politisch Handelnden, uns vernünftig durch die Pandemie zu führen. Das ist leider ein alter Hut, wird dadurch ja aber nicht besser.

Vor ein paar Tagen wollten wir schon einmal ein online escape Spiel probieren, dann kam es nicht dazu. Der Maskenklau war genau das richtige. Schön ausgedacht, hat Spaß gemacht, wir waren ca 2 1/2 Stunden beschäftigt.


Und genau so unspektakulär ging es weiter. 

In Anlehnung an die Ministerpräsidentenkonferenz schaffen es die Teenager gerade so, sich auf zwei Auswahlfilme zu einigen (Rocca oder dieser Ballettfilm mit Emma Watson, wobei wir Rocca schon im Kino gesehen haben) durch geschickte Lobbyarbeit der einen (Bitte an die Eltern, doch für Rocca zu stimmen, sie möge keine Ballettfilme) erhält Rocca den Zuschlag, woraufhin die andere keine Notwendigkeit sieht, sich zu kommitten und parallel ihr Interesse auf andere Medien ausweitet, was natürlich den Zorn aller auf sie zieht.

Analogie geschafft! Dass das nix werden kann bei den Großen 16 kann hiermit als bewiesen gelten.

Resteessen auch zum Abend (Bratkartoffeln, Salat, Kohlrabispargel)

Um 19:30 gibt es doch noch ein Schneefoto.

Frühe Zubettgehung gegen Mitternacht, der Mann muss ja um 4 raus. Erstaunlich, hat geklappt.



28.3.21

Flucht in Kuchen II

 Gestern wurde in meiner Twitter-Timeline gebacken. Eierlikörkuchen in fancy Förmchen. Frau Miest hat sogar einen hashtag ausgerufen: #twitterhupf Seit einem Jahr schleiche ich um die Formen herum. Wir haben einen Kuchendekoladen im Nachbarstädtchen, die haben die Formen im Sortiment und (edit:) habe es geschafft, dort noch rechtzeitig mit Abstand und Maske aufzuschlagen und habe also natürlich mitgemacht!

Das Familienrezept für Eierlikörkuchen ist von meiner (Groß)tante Gertrud und wurde mir von meiner Schwester übermittelt. Da ich es komischerweise in meiner eigenen Rezeptesammlung fehlt aka nicht gefunden wurde schreibe ich es hier schnell hin:

4 Eier

250 g Zucker (mit Vanillezucker wenn gewünscht)

1 Tasse Öl (edit: eine klassische Kaffeetasse, 200ml)

2 Tassen Eierlikör

1 Pck Backpulver

250 g Mehl.

Bei 175 Grad ca 1 Stunde backen.

Um den lokalen Einzelhandel zu unterstützen habe ich auch mal Backtrennspray gekauft und zum ersten Mal benutzt. Die Ladenfrau hatte empfohlen, den Kuchen bald zu stürzen, das erwies sich als schwierig. Kuchen löste sich nur suboptimal.



Schokoladenglasur bevor der Kuchen erkaltet ist. Leider griff ich aus Versehen zur Tüte mit der hellen. 

Voila!



(wir haben eine Tischdecke, nur, falls es sonst nicht aufgefallen wäre ;)

27.3.21

Flucht in Kuchen I

letztes Wochenende buk ich einen Kuchen. Erstens war er unglaublich lecker, zweitens, ich möchte mal wieder bloggen und drittens treibt mich #dieaktuellesituation und der Umgang damit entweder in den Wahnsinn oder in die Küche. Meine Flüche und Verzweiflung sind so groß wie die der anderen Vernünftigen, es gibt hervorragende Threads und Formulierungen, ich habe den Glauben komplett verloren, wenden wir uns also etwas zu was mein Vater mit ‚der beste Mohnzopf, den ich je gegessen habe‘ lobte. Das rührt mich natürlich als Papakind ungemein und ist es also wert, verbloggt zu werden. 



Vorgeschichte geht so: Bei unserer Kettenbäckerei im e*deka gibt es einen Mohnstreusel, den wir sehr gerne essen und schon lange darüber nachdenken, ihn mal nachzubacken. Vor einiger Zeit habe ich mit TochterR Meisters Mohnkranz aus dem Klassiker ‚Backvergnügen wie noch nie‘ gebastelt, und es war da schon klar, dass diese Mohnrolle mit kleinen Zusätzen zu unserem neuen Streuselmodell verbacken werden könnte. Hat geklappt! Muss man in diesen Tagen ja auch mal sagen können, uff.

In 500g Mehl (hier durch Zufall Dinkel 630)

aus 40 g Hefe

einem Teil der  auf dem Rand verstreuten 100 g Zucker und

1/4l warmer Milch einen Vorteig herstellen und 30min gehen lassen.

Dann einen Teig herstellen durch Zugabe von

125 g Butter, 

2 Eiern

Zitronensaft und Schale einer halben Zitrone und

1 Prise Salz 

und diesen 30 Min bis 1 Stunde gehen lassen. Bei mir ging der Teig bis ich vom Einkauf wieder da war.

Da uns beim letzen Mal deutlich zu wenig Mohn im Kuchen war,  habe ich mich an die selbstgemachte Mohnmasse bei Frau Kaltmamsell Kleckerkuchen erinnert und nach ihrem Vorbild 

200 g Dampfmohn (schöner ist natürlich selbst gemahlener Mohn, aber irgendwas ist bekanntlich immer) in 

120 ml Milch mit

120 g (selbtgemachtem) Vanillezucker kurz aufgekocht, dann

Schale und Saft der anderen Zitronenhälfte zugegeben

sowie 1/2 TL Zimt

1 EL Rum (keine Rosinen bitte! aber klar, alle wie sie möchten) und 

1 Ei untergerührt

Da noch eine Tüte Industriemohnmampf kurz vor dem Ablaufdatum war und in der Dampfmohntüte nur 200 statt der geforderten 250 g haben wir noch eine Tüte Mohnmasse dazugegeben. (ja, Ehrlichkeit wird belohnt. Es gibt noch eine Gerechtigkeit!)

Den Teig rechteckig ausrollen, mit der Mohnmasse bestreichen und aufrollen und in einer gebutterten Kranzform weiter gehen lassen bis die Streusel fertig sind.

Streusel nach Lieblingsart herstellen. Ich mag sie eigentlich nach der 1-1-1-1 Teilmethode, also zu gleichen Teilen Butter - Zucker - (gehackte oder gestiftete) Mandeln - Mehl, meist je 100g, habe aber auf die Mandeln dieses Mal verzichtet und 

300g Mehl,

150 g Zucker, und wie so oft nicht zimperlich das Rezept an die Gegebenheiten anpassen, nur

250 g Butter und einer Prise Salz Streusel gebröselt und auf dem Teigkranz verteilt.

Bei 200 Grad ca 50 Min backen.

Ist etwas eskaliert, gehört ja gerade auch dazu. (Gute Fotos dann im nächsten Leben)



Guten Appetit!


12.3.21

Donnerstag, 11.3.2021

Spät losgefahren zur Arbeit, Verkehr ist wieder fast praepandemisch. 

Strategisch günstig geparkt, um nach der Schule noch auf den Markt huschen zu können. Dort beim Metzger des Vertrauens eingekauft für Lyonerbrot und Maultaschen. Dazu hat er mir asiatisch gewürzte Füllung in Probiergröße geschenkt (er erzählt auch immer von seinen Gitarrensessions, er ist ein Guter).

Zu Hause halbherzig Dim Sum probiert, mit Teig aus Stärkemehl, ist nicht soooo gut gelungen, also garnicht, es ist zerfallen bei Kochen. Ich ahne, dass ich das nicht allzu professionell angegangen bin, aber mich beschäftigen Impfdebakel und Wechselunterricht, ich berichtete. Langsam regt sich Elternprotest, allein, der Schule sind die Hände gebunden, das ist mir klar.

Donnerstag mache ich ein paar Schritte mehr als sonst durch Klavierstundenbegleitung, aber weder hatten wir so schicke Wolken wie in Berlin, noch hatte ich mein Handy dabei, nass und kalt war es auch, aber Hauptsache noch mal kurz an die Luft.

Ich möchte kaufen, kaufen, kaufen. Im Moment beschränke ich mich auf Wachstuchtischdecken für die Terrasse, der Auswahlprozess läuft noch. Mehl hab ich bestellt (siehe oben), Bernsteinseife liegt noch im Warenkorb. Die Ferienwohnung für den Urlaub in den Herbstferien wurde angezahlt, Rücktrittsversicherungen recherchiere ich noch. Es liest sich alles etwas beliebig hier, aber es hat System! Möglicherweise gebe ich bald Geld für eine neue Frisur aus, stay tuned!

Bei der donnerstäglichen Heidi ernte ich erste Früchte des Erfolgs. Die Kinder stellen fest, dass anwesende ältere Männer da einen Job mit ihren Augen machen. Dies geschieht aus vertraglichen Gründen, nicht aus Gefälligkeit, gar Freundschaft. Dass ein Mann hier nicht zu urteilen hat wird auch verstanden. Gutso, wenigstens.





11.3.21

es bleibt kompliziert

 # Schule

ab nächster Woche wieder Wechselunterricht. Ich habe es schon geschrieben, es ist alles sehr traurig,  wir sind alle müde, es ist unsere erste Pandemie, aber ich bin auch wütend. 

Das Konzept der Schule sieht vor, dass alle Stufen jetzt zur Schule gehen, ein mal pro Woche bis zu den Herbstferien, also zwei Mal pro Klasse.

'Bitte haben Sie Verständnis' kommt recht häufig vor als Formulierung im Elternbrief. Es gibt keine weiteren Videokonferenzen weil die Lehrer:innen natürlich mit Präsenz beschäftigt sind. Eine Zuschaltung der Kinder zu Hause ist leider nicht möglich. 'Leider' kommt auch oft vor im Elternbrief.

Dann habe ich noch mit den Kindern gestritten, weil Riverdale doch zu spannend ist als abendliches Vergnügen.

#Impfen

Ein Telefonat mit meinen Eltern brachte zum Vorschein, dass Versäumnisse meinerseits vorliegen bzgl Kümmern um Impftermine. Hiermit endet dieser Beitrag, ich muss Impfzentren klicken. (Danke an @odenwaelderin für die Tipps)

Schön, dass ich das gestrige Höch-chen genießen konnte.


9.3.21

ein guter Tag

das Dunkel vom Mai 2020 wurde heute gerichtlich verglichen. Das war gut. Und gibt Hoffnung. Hier fließt jetzt Prosecco und da das Weiße Album auf dem Plattenspieler liegt wird es vielleicht bald Frühling. (Sprung bei Dear Pruden*hicks*ce)

7.3.21

Wochenende 6./7.März 2021

 da dachte ich, so ein Ritual hilft mir besser, wieder tagebuchzubloggen. Aber die Wahrheit ist, ich habe nichts zu sagen. Das ist natürlich ein bisschen wenig, wenn eine sozialmedial unterwegs sein möchte, aber irgendwas ist ja bekanntlich immer.

Das Wochenende stand unter dem Stern, dass ich mir fest vorgenommen hatte, ans Meer zu fahren. Eine ideale Gelegenheit, der Mann arbeitet auf halbem Weg und ist zum Wochenenddienst dort, Übernachtung mit Familienanschluss also garantiert. Gegen Ende der Woche wurde mir jedoch klar, dass Aufgabenstellung und Teenager sowie meine Wochenmüdigkeit dagegen sprachen. Keineswegs möchte ich damit sagen, dass ich mich von der Lustlosigkeit der Pubertierenden habe abbringen lassen, oder vielleicht doch. Na ja, die geputzten Fenster, die saubere Küche und das vom Staub befreite Wohnzimmer machen sich im Frühling auch ganz gut. Das eine Kind hat im Garten gefegt, das andere vorne, das war gut. (die Ölweide verliert sehr viele Blätter, wahrscheinlich erfroren, das ist leider schlecht).

Am Sonntag war ich leider auch nicht am Meer, na ja, alter Hut. Mausgeburtstag, Sonne war schön, Luft war kalt. Haarfärbeversuch bei der Tochter. Blau auf Rot gestaltet sich ohne Vorbleichen nicht ganz so erfolgreich, aber fürs erste war sie zufrieden.

Lesestündchen auf der Terrasse, Avocados an die befreundeten Nachbarn weitergegeben. Es war so unspektakulär langweilig heute, unfassbar. Pizza am Abend, dazu Riverdale und so ein anderes Zeugs. Wenigstens ist es soweit aufgeräumt. 

Bilder vom Schaukeln hätte ich noch, leider sind die aber von vor drei Wochen, das poste ich natürlich leider doch nicht heute.

Naturschauspiel des Tages: in winterlich kaltem Himmel treffen sich ca sieben Greifvögel (Milane?)

Bier gegen den Pizzabrand.

Fußball soll wieder starten. Das macht mich auch nicht gerade froher.

Als Rausschmeißer dann wenigstens noch die Maus aufm heimischen Sofa.

#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...