Zur Vertragsunterzeichnung wurde ich nach Zusatzversorgungsbeiträgen befragt, und das ist die Überleitung zum Serviceteil, da habe ich fast unwissentlich einige Monate angesammelt. Es lohnt sich möglicherweise nachzuschauen, ob ehemalige Arbeitgebende Zusatzversorgung zur Rente anboten und diese dann zusammenfassen zu lassen. Ich habe mit einer sehr netten Frau aus Köln telefoniert, vielleicht hieß sie Frau Schmitz, ganz unwahrscheinlich ist das nicht, und dieses Telefonat war sehr freundlich und hilfreich. Alle irgendwie öffentlichen Institutionen oder kirchlichen Einrichtungen haben Zusatzkassen (so wie ich es verstehe) und gleich werde ich bis ins Jahr 1987 abtauchen und Beiträge suchen. Die jeweils nachfolgende oder aktuelle Stelle kann dann über Beiträge informiert werden, es ist ein Antrag auf Überleitung zu stellen, die jeweiligen verschiedenen Zusatzversorgungskassen erkennen sich an. Dies hier ist nur ein kleiner Hinweis einer Privatperson, keinesfalls eine rechtliche Beratung.
Überhaupt, Vergangenheit und Zukunft. Zum Wochenende eine Fahrt zur Verwandtschaft, der Neffe feiert sein Abitur. Ich schaue bewundernd auf die Fröhlichkeit der jungen Erwachsenen und freue mich mit. Sie zelebrieren ihren Abschluss und den Zusammenhalt, ich freue mich für sie, diese Gemeinschaft ist mir leider verwehrt geblieben, aus Gründen sagt man wohl. Man findet sich in der Oberstufe zusammen, deshalb habe ich noch Hoffnung für unsere herausgerissenen Töchter, aber wer weiß das schon.
Es sind sehr großartige junge Leute, die sich da feiern, die Veranstaltung ist lang aber einigermaßen kurzweilig. Der Rektor weist darauf hin, dass nicht die Ziffern vor und nach dem Komma Ausschlag geben, ehrt dann aber doch die ab einem Schnitt von 1,5 und besser. Im Familienkreis dann ein gutes Gespräch, dass eine kleine Würdigung der SchülerInnen ebenfalls wünschenswert gewesen wäre, die es ohne Hilfe aus dem Elternhaus schaffen mussten und geschafft haben.
Die Buntheit ist auch in der Kleinstadt angekommen, eine großflächig tätowierte Lehrerin mit nicht gradlinigem Lebenslauf, Transpersonen, der Versuch, die Menschen nicht an ihren körperlichen Merkmalen und beschreiben, und der ehrenwerte Versuch meiner Eltern(generation) damit umzugehen. Frau Nessy hat das Buch über das Integrationsparadox empfohlen und erklärt, ich meine, das praktische Beispiel erlebt zu haben am Wochenende. Es gibt schon ein Bemühen, aber Befremdlichkeit ist da, es fehlt vielleicht manches Mal die Erklärung.
Ebenfalls eindrucksvoll der Abiturient von 1948, der sich anlässlich seines Kronjuwelenjubiläums bei der Schule gemeldet hatte und eingeladen wurde.75 Jahre Abitur. Wie die Welt wohl aussieht und ob in 75 Jahren eineR der diesjährigen AbsolventInnen zu einer Feier kommen wird?
Vergangenheit, Zukunft, dieses Eltern- und Familiending, Strukturen, kopierte Verhaltensweisen, hossa.
Mit diesen binsenweisheitlichen Gedanken wünsche ich eine gute Woche. Ich werde zum Friseur gehen, zu Danger Dan und Sandalen holen. Vielleicht werde ich endlich in einem See oder sogar im Rhein schwimmen, ich war noch nicht schwimmen hier, ist das zu glauben?
Und weil was Schönes zum Schluss immer gut ist, nächtliche Stimmung am Freitag von der elterlichen Terrasse.

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