5.11.19

#wmdedgT November 2019

Frau Brüllen, Initiatorin des Hashtags für den Freundeskreises Tagebuchbloggen, möchte am 5. eines jeden Monats wissen: was machst Du eigentlich den ganzen Tag, ich mache mit, und heute lohnt es sich endlich mal!

3:20. Ich wache soweit auf, dass ich beschließe aufzustehen. Schließlich schlafe ich bereits seit halb zehn! Dann jedoch nächtliches Dilemma: die Hausarbeit möchte ich nicht machen wegen zu laut und falsche Zeit. Dran wäre sie, aber müde bin ich auch. Es ist ein Buch durchzuarbeiten, vorher finde ich es, dann lese ich das Internet leer und hebe links auf für tagsüber.
5:47 lege ich mich doch für kurze Zeit noch einmal ab, schlafe aber nicht. Um
6:20 aufstehen mit den Kindern.
7:05 Verabschiedung derselben, vorher warmen Kakao gefrühstückt, Dosen gerichtet, alles ziemlich eingespielt inzwischen, was ein Glück (hat ja auch lange gedauert bis es jetzt klappt) es ziehen zwei ziemlich große Fastteen von dannen.
7:30 beschließe ich, mich doch noch einmal kurz hinzulegen, der Tag kann sonst nicht geschafft werden.
8:40 hektisches Aufstehen, Termin um
9:00 ich mache einen Achtsamkeitskurs, interessant, ein paar Dinge werden klarer, ob ich darüber schreiben möchte? Es trägt auf jeden Fall zur Entspannung der einen oder anderen Situation bei.
10:30 wieder zu Hause. Zwei Maschinen Wäsche, Altglas, Bügeln mit Unterbrechung, Geschenkübergabe organisieren, meine halbe Stelle bei Dings-Kleinanzeigen fordert auch ihre Zeit (Scherz! aber so fühlt es sich mitunter an), Betten machen, Kochen.
Außerdem steht der Vormittag ganz im Zeichen der Pflege eines Kaffeevollautomaten, wenn ich das gewusst hätte, bei kaputt gibt es wieder die Cafeteria.
Zum Kochen höre ich Lukas Bärfuss' Büchnerpreisrede mit anschließendem sehr interessanten Gespräch im Schweizerradio, (via twitter)
Es gibt, aus der Lameng Linsen mit Spätzle, als Nachtisch Spätzle mit Apfelmus (aus Gründen). Das Apfelmus ist wirklich extrem lecker, und schnell gemacht.


14:und. Die Kinder schneien rein. Ich schabe die Spätzle, weil J es so lieber mag, sonst sind es eher Knöpfle, daher ist das Essen (sehr zu meinem Leidwesen!) noch nicht fertig.
Lange Diskussion über Impfen. HPV Impfung. Wir sind aufgefordert, den Impfstoff selbst zu besorgen, sonst übernimmt das die Kinderarztpraxis, aber deren Apotheke hat keinen Impfstoff mehr vorrätig. Ich erwähne das, weil es kürzlich bei Twitter einen threat über nicht lieferbare Arzneimittel gab und, weil ich es für ein unmögliches Unterfangen hielt, aber tatsächlich in einer Apotheke vor Ort noch was bekommen habe. (Leider ohne twitter Link, ich finde ihn nichtmehr).
J liest vor, dabei nicke ich kurz weg.
16:00 Hausaufgaben, Dienstag ist Klaviertag und die Gemüsekiste wird geliefert. Pastinake! Gelbe Bete, Mangold, Kohlrabi, Möhren, Porree, Endivie, ein Brot (immer superlecker) sechs Eier. Funfact: Pastinake ist auf der Streichliste, wurde aber gegen Knollensellerie, ebenfalls auf der Liste getauscht). Aber ich hab ja das gute Spaghettirezept, sollte klappen.
Die Hausaufgaben ziehen sich, allerdings dauert auch alles ein bisschen länger, weil hier zum ersten Mal NSU Thema war/sein sollte (Anlass war Merkels gestriger Besuch des Gedenkortes der Opfer des NSU Enver Şimşek in Zwickau)
Abendessen erst gegen 19:00.
Die Kinder spät (21:15) ins Bett verabschiedet, was haben wir denn die ganze Zeit noch gemacht?! Dann Spül, dabei Becoming gehört, jetzt möchte ich mal einführen, dass auch ich irgendwann Feierabend habe, ob die todo-Liste abgearbeitet ist oder nicht. Es wartet Strickzeug. Leider nicht für mich. Schon fast Mitternacht? Dann reicht es wohl nur noch zum Händeeincremen.
Ich lebe das Klischee.

verloren gefunden

wir haben in der Zwischenzeit ein Handy und ein Mäppchen gesucht und gefunden!

Mäppchen auf dem Nachhauseweg beim Mehleinkauf verloren, ewig überlegt, wo es sein könnte, und dann vom Edeka im Odenwald ein fröhliches Ja, als ich per Telefon fragte, ob ein Mäppchen gefunden worden sei. Verwandtenkette hat es jetzt in den Pott geschwemmt.

Das töchterliche Handy wurde an Halloween verloren, lange gesucht, Freundinnenzimmer auf den Kopf gestellt, ich bin den Weg abgegangen, einen Zettel habe ich nicht hängen sehen. Über einen Hinweis eben jener Freundin Kontakt hergestellt, es wurde gefunden (noch vor dem Regen!) und inzwischen gebracht. Yippih.

Mit den Kindern ins Bett gegangen. Bis Dienstag muss ich ein Kapitel eines Buches durcharbeiten. Der Verweilort des Buches ist mir im Augenblick nicht bekannt. Gestern Nachmittag fiel mir ein, dass ich ja eigentlich noch in die Martin Parr Ausstellung sehen wollte. Endet aber leider am Wochenende. Und so habe ich mich im Schlaf abgemüht, das Buch sowie eine Lösung fürs den Ausstellungsbesuch zu finden. (Stand: 3:20 Uhr)
Funfact: in dem Buch geht es um Achtsamkeit.
Stand 4:30 Buch gefunden, bisschen gelesen.
Bisschen Internet rumgelesen. Hier Bemerkenswertes gefunden: die Tochter übtspielt ein schönes, irgendwie bekanntes Stück seit Wochen auf dem Klavier. Eben bei Herrn Buddenbohm beim Nachlesen den schönen Link zur Erhellung gefunden: es handelt sich um eine Art Klassiker, ich liebe solche Art Fundstücke. So lernt man als Eltern eben auch immer noch dazu.
5:47 Ich muss mir noch was für #wmdedgt aufheben!

4.11.19

was danach geschah

es ist doch deutlich einfacher, regelmäßig zu bloggen, dann fällt nicht so viel an.

Hier ein paar kleinere, willkürlich zusammengestellte Schnipsel zum Wiederreinkommen:

Herbstdings





Die Äpfel lagern in der Garage nicht so gut, werden aber kontinuierlich verbraucht. Letzte Woche ein leckeres Rezept aus dem demeter journal nachgebacken. Das Prinzip ist ein süßer oder herzhafter Mürbeteig, der einfach auf ein Blech gelegt wird, Gemüse oder Obstkombinationen rein, umgeschlagen, gebacken. Ich habe wegen Besuchs dann doch eine Form genommen und, weil keine Quitten da, nur Äpfel, aber sonst alles gleich, ich schwör.
(Dem Link zum dazugehörigen Buch folgend erfahre ich, dass es sich bei diesen Tartes um einen neuen Backtrend aus Frankreich handelt. Ich verdiene daran nichts, weiß nichtmal, ob ich verlinken soll, es ist doch mühsam.)*

Herbstferien waren erholsam. Kompensiert geflogen, erster Pauschalurlaub seit 30 Jahren, aber nett, eine Woche nicht darüber nachdenken müssen, was zu kochen und zu besorgen ist, dafür Gedanken, wie das ganze Zeug auf die Insel kommt und wer das alles wieder wegräumt. Genuss mit Reue. Auf Elternwunsch ein Urlaub mit drei Generationen, hat besser geklappt als befürchtet.

Dann war da noch der kaputte Bildschirm, ich muss mich auf die untere Hälfte beschränken. Auch mühsam.

Samstag im Stadtteil eingekauft, und dabei auf eine interessante Initiative gestoßen: es hat sich wohl eine Partei gegründet, die extra für die Kommunalwahl nächstes Jahr nach Wünschen der Menschen ein Wahlprogramm zusammenstellt. Im Internet kommen sie noch nicht so richtig vor, daher kein Link, ich bleibe dran.

Große fleabag Liebe.
'People make mistakes, that's the very reason why they put rubbers at the end of pencils.'


*Disclaimer: für die Inhalte externer Links übernehme ich keine Haftung.







6.10.19

Apfelfalle


also heute, ne. Um zehn nach acht aufgewacht, aus dem Bett geschält, ein Kind schläft noch, eins daddelt schon, macht sich aber bald auf, Brötchen zu kaufen, die Tolle. Gemeinsames Frühstück, darüber die Maus verpasst, zum Gottesdienst fertig gemacht, aber doch zu spät um es in die weiter entfernte Lieblingsgemeinde zu schaffen, also Planänderung, pünktlich losgegangen, stehen wir vor verschlossenen Kirchentüren weil heute nur der Gottesdienst zur Firmung um 15:00 stattfindet. Angebrochenen Vormittag genutzt zum Äpfelpflücken, das wollten wir mal wieder, also ans andere Ende der Stadt gefahren mit zwei Bananenkartons und zwei Textiltaschen. Erst fragen sie noch, ob wir wirklich ein Schubkarre brauchen, fügen sich aber schnell. Bisschen rumgepflückt, viele hänge zu hoch, eine anschauliche Situation für die zu sauren Trauben, die in der Fabel just letzte Woche in der Deutscharbeit abgefragt wurde, Freizeiterfahrung mit Bildungswert, die Kinder hassen das selbstverständlich, ich komme mir als Städterin ziemlich amputiert vor, an einige Äpfel mangels adäquatem Gerät nicht dranzukommen, trotzdem: zack, alles voll, über 60 Kilo, 130 Euro, soviel hab ich garnicht bar! und soviel wollte ich auch garnicht, wohin damit anyway? frage ich mich und andere bedröppelt, kommt ein Radler und bietet uns an, uns etwas abzunehmen. Die dm Tasche kauft er auch gleich noch. Die junge Frau hinter mir beichtet, ihr sei es im Vorjahr ähnlich gegangen, die Verkäuferin hat strickte Anweisung, alle fremdgepflückten an die jeweilige Person zu verkaufen, ich verstehe das total, aber bei mir könnte sie doch eine Ausnahme machen, oder? Macht sie nicht, ich muss in den nächsten Stadtteil zum Geldomaten fahren, erwäge kurz eine anonyme Apfelflucht, habe aber ja die Kinder dabei, ein Drama. Konsterniert kehre ich mit mehr als einem halben! Zentner! (man muss sich das mal vorstellen!) Äpfel zurück in die Eigenheimsiedlung. Unsere vorstädtische Infrastruktur ist ja für sowas überhaupt nicht mehr gemacht. Ich lasse die Äpfel im Auto und plane vorsichtig die nächste Woche. Wir fahren ja zu allem Elend in den Herbstferien eine Woche weg! Die Tiefkühle ist immer noch maximal voll, zu voll jedenfalls und zu unabgetaut für eine Apfelmusflut. Kind J macht fleißig Speisepläne, die Apfelrezepte enthalten, R isst einen Apfel auf der Fahrt, davon wird ihr vorsorglich schlecht. Zu Hause ignoriere ich die challenge und mache weiter die Wäsche, während die Kinder was glotzen bügle ich. Obwohl heute zwei Maschinen Wäsche gelaufen sind bleiben wohl noch drei oder vier. Ist aber machbar vor Mittwoch. Mathe geübt, drumsticks in den Backofen, Karottensalat (selbstverständlich mit Apfel) und grünen Salat dazu, aber leider mal wieder viel zu spät. Instrumente wurden nicht geübt, das arme Tier am Abend, der prasselnde Regen ist gut gegen Tinnitus, jetzt noch kurz eine Partie Wäsche, Achtsamkeit und Apfel und dann aber ab in die Woche, vorher noch Termine verschieben (hier Wortspiel mit äpfeln einfügen).

#wmdedgT Oktober 2019

oh! es ist schon wieder der 5. Ja dann mal los #wmdedgT Tagebuchbloggen mit Frau Brüllen:

Halb zwei ins Bett, da war ja auch schon der 5. Die Kinder hatten Übernachtungsbesuch und bis kurz vor halb zwölf getagt. Mein Abend fängt ja immer erst an, wenn die Kinder schlafen, das zieht sich in solchen Fällen etwas nach hinten. Da die nächsten Ferien vor der Tür stehen und ich ein-mal früher dran sein will steht dieses Wochenende stark unter dem Eindruck von Wäschewaschen. Am Feiertag haben wir endlich die Kinderzimmer in eine Art endgültige Fassung nach Renovierung gebracht, d.h. letzte Kisten ausge-bzw. verrräumt, Vorhänge angebracht und Bilder aufgehängt, sodass das sogenannte Mittelzimmer wieder begeh- und bespielbar ist. Jippih! Da kann jetzt also auch wieder Wäsche aufgehängt werden. Könnte, würden die Kinder nicht dort schlafen. Wo war ich? Wäsche. Dazu ferngeglotzt, Böhmermann nachgeschaut, bisschen gestrickt, Bett.

Geschlafen bis 9:20. Die Kinder spielen schon. Irgendwas mit Geburtstag. Dann wird die Tür zum Elternschlafzimmer leise geschlossen (nicht von mir!), ich stehe trotzdem auf. R möchte Rührei machen zum Frühstück. Dann wird weiter gespielt, ich räume mein Zeug hin und her, nehme mir vor, endlich die von Frau Brise vorgeschlagenen und bestellten Bücher im Stadtteilbuchladen abzuholen (der Rest liegt schon hier, die Idee finde ich einfach so super, ich denke, wir können nie genug darüber sprechen. Wenn nochmal niedrigschwellig Bücher rumliegen gibt das auch Sicherheit vor der bereits erwarteten Aufklärungsrunde in der Schule nach den Weihnachtsferien, und da schadet ein gewisser Wissensvorsprung vor hauptsächlich rumblödelnden Jungs auch nicht. Sie haben die erste Runde schulischer Aufklärung übrigens wegen Waldorf verpasst). Bevor ich loskann muss ich aber noch entscheiden, was am Wochenende gegessen werden soll, das sollte ich dann einkaufen. Räumediräum. Dazwischen versuche ich noch ein allerletztes Mal, den Sonnenmilchfleck auf dem Beifahrersitz zu entfernen, erfolglos. Dann noch schnell neuen Browser installiert, auf dem anderen läuft seit dem letzten Update twitter nicht mehr, ich bin ganz abgeschnitten, komme aber auch mal wieder zu was. Installation erfolgreich, jetzt müsste ich halt mein Passwort raussuchen, irgendwas ist immer.
Irgendwann ist die Küche aufgeräumt, das Wohnzimmer begehbar, zwei Ladungen Wäsche (insgesamt habe ich 5 Ladungen gewaschen, etwa 4 to go, Mittwoch soll es fertig sein) aufgehängt, die Kinder draußen bzw. bei der Freundin. Also stricke ich den Schlauchschal von R zuende, und erledige Näh- und Ausbesserungsarbeiten, die ich teilweise schon monatelang vor mir herschiebe. Ich habe mir letztes Jahr zum Heizperiodenbeginn schöne Gieß*wein Hausschuh'ballerinas' geleistet, bei denen bereits jetzt der Strickfilz Löcher hat. Reklamieren?


keine große Herausforderung stricktechnisch, sollte eigentlich vom Kind selbst gestrickt werden, jetzt ist es halt mal fertig, ist auch mal schön, das Zeug nicht länger als zwei Jahre rumliegen zu haben.

Auch runter von der To-do-Liste: wenigstens mal die Staubwedel auf den Küchenschränken saugen, der Rest wird nach den Ferien erledigt. Dazwischen Orgakram über wa - die Trainerin hat ein neues System angeboten, Apps installieren, Anmeldungen, geht doch nicht für Zwillinge, support anschreiben, Konto wieder löschen, neue E-Mail, you get the picture. Im Zuge der Kommunikation mit der Trainerin klärt sich auch das Missverständnis, dass die Töchter nicht aufgestellt sind für das Spiel am morgigen Sonntag (um fricking 8:30!) - ich hatte in Erwartung eines möglicherweise langen Wochenendes bereits in den Sommerferien vorgewarnt, wir könnten nicht, und das nicht revidiert. Die Kinder hingegen war arg geknickt, dass sie nicht aufgestellt waren. Jetzt also die Frage, ob wir trotzdem hinfahren (und ich hatte mich schon auf ein fußballfreies Wochenende gefreut) Hab ich fußballfrei gesagt? Eben fällt den Töchtern auf, dass heute Länderspiel ist, also Glotze angeworfen, Gwinn und Popp beim Gewinnen zugesehen. Meine Lust (und das Zeitfenster) zum Schoppen schwinden. Die Kinder finden die neuen Klamotten einer Fußballkollegin, lange Anprobe und Übernahmeverhandlungen. Ich schreibe mir eine Liste, um mir zu zeigen, dass ich auch schon bisschen was geschafft habe. 
Schulzeug. Mathehausaufgaben werden seit neuestem übers elektronische Kommunikationssystem der Schule verteilt, alles gut und schön, soll zu Hause ausgedruckt werden (quo vadis, 10 Euro** Kopiergeld?) es handelt sich aber um 4** bunte Seiten, da lediglich schlechte Bildchen mit dem Smartphone aufgenommen und dann in irgendein Fenster kopiert wurden. Was machen eigentlich Eltern, die weder Zeit noch Gelegenheit haben, sich um solchen Killefit zu kümmern? Also nochmal in word kopiert und ausgedruckt. Selektion durch Erpressung von Elternmithilfe.
R möchte Pfannkuchen backen, das hatte ich gestern versprochen, das schafft etwas Entspannung an der Rezeptesuch- und Einkaufsfront, also nur kurzer Spaziergang mit TochterJ zum ede um die Ecke für Brokkoli, Milch, Radieschen.
20:00 kurze Lernsession während der Pfannkuchenteig zieht. Erstes Pfannkuchenbraten mit zwei Kindern und daher auch zwei Pfannen in den neuen Klamotten ohne vorher groß die Abläufe besprochen zu haben (also Theorie wäre in der Theorie immer meine erste Wahl, aber ach), mir gehen nur gaaanz bisschen die Nerven durch. Stellt sich raus, J möchte gar keine Pfannkuchen, Flädlesuppe ist aber ok, puh, Kurve eben noch so bekommen.
Die Kinder sind dann kurz nach elf im Bett, unter großem Ah und Ihh werden diese fliegenden Dinger, wir nennen sie Schneider beim Aneinanderhängen beobachtet, ich habe leider keine Detailinformationen dazu, behaupte aber  versteige mich in der Aussage, dass für diese Tiere für Sex Verliebtsein möglicherweise! eine untergeordnete Rolle spielt (edit: weise aber darauf hin, dass man darüber eventuell einfach noch zu wenig weiß) und bringe sie raus, also die Schneider. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das mal so cool hinbekomme und nicht mitschreie.
Kurz eine weißes Rauschen App runtergeladen, ich bin dermaßen genervt von meinem Tinnitus, aber nicht drauf achten hilft leider auch nicht. Scheint für mich leider irgendwie keine Lösung, ich kann mich nicht die ganze Zeit bedudeln, und wenns nur Rauschen ist. (Dieses ganze Elektronikdings, das dauert bei mir immer alles ewig. Gefühlt habe ich vier Stunden wa s geschrieben und Zeug installiert, nix mit malschnell.)
Oh, schon Mitternacht vorbei! Tisch bleibt jetzt so, Küche mach ich gleich noch fertig, eine Art Feierabenddings muss noch sein. Bisschen lesen, glotzen, sowas, den Mann nochmal anrufen. Na klar wird es hier immer halb zwei, ne?
Heute leider alles erschreckend unspektakulär aber auch ohne die großen Fallstricke von müssenwirnoch und habenwirnichtgeschafft. Das war gut.




**Zahlwörter bis zwölf ausschreiben, ja, mir war danach. 

3.10.19

Feiertagsgedanken

am Mittwoch nicht zum Fußballtraining gefahren und das kam so, dass die Töchter sich um eine Nichtigkeit sehr, sehr zerstritten und so schlimm angezickt haben, dass ich mich leider sehr emotional, aber eben geweigert habe, meinen Fahrdienst anzutreten. Ich schreibe nicht gerne gezickt, ich mag dieses Wort nicht und es auch in keinem Zusammenhang verwenden, aber mir fällt keine bessere Umschreibung dieses gemeinen Stachelsetzens und Gifpfeilwerfens ein.
Der Tag endet im Übrigen ebenfalls mit einem Eklat: wieder wurde um etwas völlig Unbedeutendes gestritten, plötzlich ist das neu gestaltete Türschild von R kaputtgerissen. Natürlich sind das keine großen Ereignisse, sie verschwimmen hinter den Schicksalen Anderer, ich komme mir geradezu kleinlich vor, darüber zu berichten. Wie schade, sich davon das Leben beeinträchtigen zu lassen.

Am Feiertag viel geschafft, aber natürlich nicht genug. Zuerst Bouldern gewesen mit einer anderen Zwillingsfamilie. Die Freundin ist Sonderpädagogin und erzählte ein bisschen aus dem Nähkästchen, 7 von 8 Kindern in der ersten Förderschulklasse haben keinen deutschen Sprachhintergrund, und auch andere Schriften, sind aber hochmotiviert, es werden Erfolgsgeschichten geschrieben, viele blühen auf, sind aber von vornherein ziemlich sicher nur kurz da (sie kommen zB aus Georgien, wurden dort auf dem Rücken des Vaters getragen, zuerst, nach vielen Vorfällen des Besprucktwerdens hat der Junge dann sechs Jahre im Haus zugebracht. Die Familie muss zurück, ziemlich sicher, trotz Arbeit und sichtbarer Integrationsbemühungen, Georgien ist ein sicheres Herkunftsland. Solche Geschichten gibt es sicher zu tausenden, ich möchte kein Fass aufmachen, nur beschreiben, was mich bewegt.) Woran das liegt (ich dachte, das ist hauptsächlich Einzugsgebiet, da sie die Schule gewechselt hat). Sie erklärt, dass die Eltern, die sich engagieren, versuchen, für ihre Kinder Integrationsplätze auf Regelschulen zu ergattern, und vorgeburtliche Diagnostik tatsächlich zu weniger Kindern mit mehrfacher (angeborener?) Behinderung führen. Für manche gesellschaftliche Gruppen kommt das nicht in Frage.
Mich beschäftigt das. Wir hatten kürzlich einen Fall in der weiteren Familie. Die werdenden Eltern haben sich gegen das Kind entschieden. Ich hätte sie gern anderweitig beraten. Ich meine das nicht verurteilend. Und jetzt? Wie damit umgehen? Die beiden trauern ganz sicher, udn diese Trauer geht nicht weg.  Wie kann man da die richtigen Worte des Trostes finden, wenn man gleichzeitig so viel weiß aber nicht genug. Zur  selben Zeit endet heute der getwitterte Blog über die Lebens- Sterbens- und Familiengeschichte von Joseph und seiner Familie, das geliebte Kind, das heute vor zwei Jahren gestorben ist. Die Netzfamilie trauert mit. Welche Stärke und Kraft aus den Worten spricht, trotz (oder gerade wegen) der Trauer. Meine Gedanken sind bei allen.

Wie der Umgang mit den Schwächsten ist, daran erkennt man am besten den Zustand einer Gesellschaft.


2.10.19

Oktoberplan

nach Frau Frische_Brise mach ich hier mal meinen Plan auf:

im Oktober werde ich:
- weiter freitags in die Schulbücherei gehen
- Äpfel pflücken
- eine andere Zwillingsfamilie treffen, die wir seit der Schwangerschaft kennen
- ins Theater gehen mit einer Freundin
- einer anderen zusehen
- den 15. Geburtstag des Neffen feiern
- auf einem großen Fest den 50. einer Freundin nachfeiern
- Herbstferien genießen, daheim und unterwegs
- (mindestens) ein Fotobuch gestalten und damit endlich gute Vorsätze realisieren
- montags pilatisieren
- dienstags achtsam sein
- mittwochs kurzsporteln
- mich an den Wochenenden auf Sportplätzen rumtreiben

#wmDedgT Oktober 2026

  Frau Brüllen fragt das Internet  ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag...