11.3.21

es bleibt kompliziert

 # Schule

ab nächster Woche wieder Wechselunterricht. Ich habe es schon geschrieben, es ist alles sehr traurig,  wir sind alle müde, es ist unsere erste Pandemie, aber ich bin auch wütend. 

Das Konzept der Schule sieht vor, dass alle Stufen jetzt zur Schule gehen, ein mal pro Woche bis zu den Herbstferien, also zwei Mal pro Klasse.

'Bitte haben Sie Verständnis' kommt recht häufig vor als Formulierung im Elternbrief. Es gibt keine weiteren Videokonferenzen weil die Lehrer:innen natürlich mit Präsenz beschäftigt sind. Eine Zuschaltung der Kinder zu Hause ist leider nicht möglich. 'Leider' kommt auch oft vor im Elternbrief.

Dann habe ich noch mit den Kindern gestritten, weil Riverdale doch zu spannend ist als abendliches Vergnügen.

#Impfen

Ein Telefonat mit meinen Eltern brachte zum Vorschein, dass Versäumnisse meinerseits vorliegen bzgl Kümmern um Impftermine. Hiermit endet dieser Beitrag, ich muss Impfzentren klicken. (Danke an @odenwaelderin für die Tipps)

Schön, dass ich das gestrige Höch-chen genießen konnte.


9.3.21

ein guter Tag

das Dunkel vom Mai 2020 wurde heute gerichtlich verglichen. Das war gut. Und gibt Hoffnung. Hier fließt jetzt Prosecco und da das Weiße Album auf dem Plattenspieler liegt wird es vielleicht bald Frühling. (Sprung bei Dear Pruden*hicks*ce)

7.3.21

Wochenende 6./7.März 2021

 da dachte ich, so ein Ritual hilft mir besser, wieder tagebuchzubloggen. Aber die Wahrheit ist, ich habe nichts zu sagen. Das ist natürlich ein bisschen wenig, wenn eine sozialmedial unterwegs sein möchte, aber irgendwas ist ja bekanntlich immer.

Das Wochenende stand unter dem Stern, dass ich mir fest vorgenommen hatte, ans Meer zu fahren. Eine ideale Gelegenheit, der Mann arbeitet auf halbem Weg und ist zum Wochenenddienst dort, Übernachtung mit Familienanschluss also garantiert. Gegen Ende der Woche wurde mir jedoch klar, dass Aufgabenstellung und Teenager sowie meine Wochenmüdigkeit dagegen sprachen. Keineswegs möchte ich damit sagen, dass ich mich von der Lustlosigkeit der Pubertierenden habe abbringen lassen, oder vielleicht doch. Na ja, die geputzten Fenster, die saubere Küche und das vom Staub befreite Wohnzimmer machen sich im Frühling auch ganz gut. Das eine Kind hat im Garten gefegt, das andere vorne, das war gut. (die Ölweide verliert sehr viele Blätter, wahrscheinlich erfroren, das ist leider schlecht).

Am Sonntag war ich leider auch nicht am Meer, na ja, alter Hut. Mausgeburtstag, Sonne war schön, Luft war kalt. Haarfärbeversuch bei der Tochter. Blau auf Rot gestaltet sich ohne Vorbleichen nicht ganz so erfolgreich, aber fürs erste war sie zufrieden.

Lesestündchen auf der Terrasse, Avocados an die befreundeten Nachbarn weitergegeben. Es war so unspektakulär langweilig heute, unfassbar. Pizza am Abend, dazu Riverdale und so ein anderes Zeugs. Wenigstens ist es soweit aufgeräumt. 

Bilder vom Schaukeln hätte ich noch, leider sind die aber von vor drei Wochen, das poste ich natürlich leider doch nicht heute.

Naturschauspiel des Tages: in winterlich kaltem Himmel treffen sich ca sieben Greifvögel (Milane?)

Bier gegen den Pizzabrand.

Fußball soll wieder starten. Das macht mich auch nicht gerade froher.

Als Rausschmeißer dann wenigstens noch die Maus aufm heimischen Sofa.

6.3.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT März 2021

 Frau Brüllen fragt ins Internet, und wir beantworten am 5. jeden Monats den Hashtag #wmdedgT

Wie, schon wieder der 5.?

Wie, schon wieder so lange nichts gepostet?

Freitag also. Letzten Freitag irgendwo den Begriff 'wochenmüde' gelesen, und das trifft ganz genau auch auf mich zu.

Später als sonst ins Bett und aufgewacht, als der Mann sich gegen 4:30 in sein Arbeitswochenende aufmacht. Noch kurz weitergeducktelt, gegen halb sieben dann doch aus dem Bett geschält und letzte Vorbereitungen getroffen. Spülmaschine, Waschmaschine, Joghurt richten, Banane essen. An Tagen, an denen der Mann das Haus so früh verlässt, ist die Kaffeemaschine vorgerichtet und ich 'profitiere' von bereits fertigem Kaffee. Die Anführungsstriche werde ich nicht weiter erläutern.

Kinder wecken, Arbeit. Freitag ist freitag, also nur reduzierte Kinderzahl, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Es macht Spaß, macht aber auch Arbeit. Mehr kann ich nicht sagen. In der Pause bietet die Klassenlehrerin foodsharing- Ware an, das ist nett. 

Später muss ich recherchierren, dass ich leider noch nicht an der Reihe bin, die vorgezogenen Impfreihenfolge für mich nicht greift und ich mich erst sechs Monate nach positivem Testergebnis werde impfen lassen können. Dafür telefonieren ich allerdings mit einer netten Gesundheitsamtsmitarbieterin und das ist soweit natürlich auch ok. Ich möchte mich ja nicht vordrängeln. Möglicherweise gibt es in anderen Stadt- bzw. Landkreisen die Möglichkeit, sich für übrig gebliebene Impfdosen auf einer Art kurzem Dienstweg (there's an app for that!) registrieren zu lassen, das ist cool! Link folgt nach Recherche.

Ich sammle Brötchen und Toast aus der foodsharingkiste, Pistazien und schokolierte Nüsse.

Feierabend, wie gut der Freitag tut! Dann Distanzlauschen. Es gibt Probleme in Klasse 7c, hierzu eine Krisenvideokonferenz. Bevor sich alle aufregen, möchte ich aus erster Hand wissen, um was es geht, wer was sagt (oder vorwirft) und dann beschlossen wird. Bleibt aber alles harmlos. Das Wetter: kalt und freundlich. Kaffeetrinken mit dem neu gelieferten Stoff. 

Wo ist der Nachmittag geblieben? Jedenfalls bringe ich Zeug zur Post und kaufe bei der Gelegenheit gleich einen Schwung Jubiläumsbriefmarken zum 50. Geburtstag der Maus. Klar, dass wir davon einen Vorrat anlegen.

Dann mache ich ein bisschen Küche, Gurkensalat und Salatbuffet (leider kein Foto, also Joghurtdressing, geraspelte Karotte, Gurke, Avocado, hartgekochte  Eier, Tomaten, Fenchel, Rucola) und verabschiede mich nach Berlin. Entschuldigung, aber diesen Witz mache ich natürlich schon seit Buchung! Wann habe ich denn die Gelegenheit, eine Aufführung des Gorki Theaters verfolgen zu können, na?! Also ein was positives der Pandemie fällt mir hier schon ein!

Jedenfalls treffe ich mich mit einer Freundin über zoom, zum ersten Mal seit Sie-wissen-schon. Daher quatschen wir auch fast anderhalb Stunden. Dann stellen wir uns den livesteam an und schauen unabhängig voneinander Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden von Sibylle Berg. Ich kann mir da kein Urteil erlauben, ich musste zwischendurch die Kinder kurz ins Bett verabschieden (pun intended) möchte aber sagen, dass mir ausnehmend gut gefallen hat, dass ich als mittelalte Frau endlich mal ein Stück gesehen habe, das meine Lebenswelt widerspiegelt. Selbstverständlich bin ich daran gewöhnt, die Welt der Autoren zu erfahren und sehen, aber diesmal war ich nicht mitgemeint, sondern es wurden meine Themen auf die Bühne gebracht. 

Dabei sitze ich allerdings vor dem Laptop an einem Tisch aus dem Ende 19. / Anfang 20. Jahrhunderts, dessen Tischplatte mich seit längerem mit ihren Fratzen fasziniert. Ist mir nie so aufgefallen, aber jetzt frage ich mich schon, was sich der Möbelbauer dabei gedacht hat. Litt er unter einem frühen Anfall von #Icanseefaces ? (ich weiß, es gibt einen Fachbegriff dafür). Sie sehen das doch auch?!


Zwei positive Dinge der Pandemie: gendergerechte Sprache in den Nachrichten der Öffentlich Rechtlichen (bitte geben Sie möglichst eine positive Rückmeldung dazu! Es wird nötig sein, bislang melden sich zu viele, denen es missfällt) und diese Streamingangebote. Mir gefällt es, und ich hoffe, dass sich endlich etwas tut.)

Nun. Kurze Plauderei mit der Freundin nach dem Stück, dann übersende ich -erste Male!- peripandemisch eine Buchungsbestätigung für die Herbstferien, es dürfen Daumen gedrückt werden! Und verabschiede mich nach diesen Zeilen ins Bett.

Leider fahre ich morgen nicht an die See. Schade. Just another weekende in the Doppelhaushälfte.



24.2.21

Mitte der Woche

Alles ist anstrengend. Es gibt begonnene und fertige Posts, viele Überlegungen, Frühlingsblüher und neu erblühte Rundlauffreude.

Das Bild mit den nachmittäglichen Kranichen vor Fast-Vollmond ist leider nichts geworden.

Zur Schule gibt es viel zu sagen, oder auch nichts.

Ich bin so erschöpft, ich überlege, mir morgen Cola in den Thermobecher zu füllen. 

Mit dem Sams rechne ich am Samstag allerdings nicht, obwohl bis heute alles stimmt. 

10.2.21

Kulinarikdilemma am Wochenende

 es ist zwar schon Mittwoch, aber ich bin etwas Großem auf der Spur. Ich werde es Kulinarikdilemma nennen, und das geht so: ich finde und kaufe leckere Sachen auf dem Wochen- und Supermarkt und hatte entweder schon vorher oder in dem Moment die tollsten Kochideen incl Alternativen. 

Häufig verfange ich mich dann in einer Aktion (beim letzten Mal: Donauwelle zu spät begonnen, Buttercreme nix geworden, Rettungsaktion nix geworden, Donauwelle zieht sich). Außerdem ist das Kochen immer mit dem Wunsch verbunden, alle mögen helfen, was leider selten passiert sodass ich dann doch alleine in der Küche stehe. Nicht schlimm, aber doch nicht das gemeinsame Tun. Nach aufwendigem Frühstück habe ich dann also gegen Mittag am Wochenende schon vier Mal gespült und möchte: 

- eine Pause mit sauberer Küche 

- Spaziergang

 - Kuchenessen

 - Lesen 

- Spielen

 - Mittagsschlaf.

Im Ergebnis bedeutet das, dass ich meine Vorhaben nicht umsetze (nicht umsetzen kann) und als Resultat schnell das koche, was ich schnell noch zaubern kann. Konkret: statt selbstgemachter Maultaschen (das Brät muss weg) Hackbällchen für die Kinder, den Skrei für uns in der Pfanne, den Spinat für die Maultaschen am Dienstag mit den übrigen Zucchini als Gemüse, Kartoffelstampf und Salat. Nix besonderes, auch lecker, keine Frage, aber halt nicht das.

Liest sich unspektakulär, als Rausschmeißer bleiben nur Bilder.








 

7.2.21

Samstag, 6.2.2021

 Ein Tag in der Küche mit unbefriedigendem Ausgang. Den Vormittag verdaddelt, gegen 12 aufn Markt und eingekauft wie vor Weihnachten. Der Kühlschrank war aber auch ziemlich leer. Auf dem Stadtteilmarktplatz meine erste eigene Covidiotendemo. Mittelalte Menschen ohne Maske stehen mitten auf dem Marktplatz, betont fröhlich umarmen sie sich. Zwei junge Polizistïnnen (ich probiere das jetzt mal  so) stehen dabei und machen: nichts. Mich regt das auf, diese Selbstgerechtigkeit, mit der sie sich als bessere Menschen generieren, sich das Recht rausnehmen, ihr Ding zu machen, und das auch noch unbehelligt. Stellen wir uns nur mal vor, ein paar ‚Linke‘ forderten Solidarität, was da loswäre! Ich bin hin- und hergerissen, ob ich was sagen soll, tue es aber nicht. Gerne hätte ich einen Platzverweis oder Verhängen von Ordnungsgeld miterlebt. Mich macht das wütend. Für nächsten Samstag: meine Meinung kundtun oder nicht? Was ist da das bessere? Oder mal einen Brief an die Polizei/Stadt? Alle anderen Marktbesucherïnnen stehen auch nur rum.

Nadann. Getränke, Supermarkt, Bioladen. 

Zu Hause dann ausgiebiges Spätstück mit mitgebrachten Leckereien, dann weiteres Rumlungern, bisschen Wäschewaschen. Was ich feststelle: ich lasse mir meinen eigenen -zugegeben nicht sehr festen- Tagesplan immer wieder durchkreuzen, in dem ich von Fragen / Aufgaben der Kinder abgelenkt werde. Hier soll keine Schuld verteilt werden, ich lasse mich ja mitreißen. Heute: da die Klamotten aus den Teenzimmern ausgelagert wurden waren jetzt die Kleiderschränke leer und konnten ausgeräumt und aus den Zimmern gebracht werden. Wohin mit den übrigen Sachen? Es stehen nun ein Barbiecamper und ein playmo-Kreuzfahrtschiff im Hausflur. Alle anderen Sachen konnten aufgeräumt werden, aber das kostet mich unglaublich viel Hirnschmalz.

Am frühen Abend endlich den Sonntagskuchen begonnen: Donauwelle! Klappt alles super, ich mache den Vanillepudding selbst und schreibe währenddessen Lobeshymnen und Blogtexte über meinen alten Thermomix vor, den ich für solche Behufe aus dem Keller hole (er ist von 2003*, und in Erwartung von viel selbstgekochter Babynahrung angeschafft. Tatsächlich hat er als Rühr-Kochgerät sehr gute Dienste in Londons Küche geleistet, für Suppen in kleinen Mengen und Erdbeermarmelade ist er super, ebenso halbgefrorenes Erdbeereis und eben selbstgemachten Pudding / Vanillesoße. Als er nach dann schwächelte und vorwerk schulterzuckend darauf hinwies, sie seien nicht mehr verpflichtet, Ersatzteile vorzuhalten, ich solle einfach einen neuen kaufen wanderte er in den Keller bis ich über Umwege Kontakt zu einem Bastler bekam, der ihn reparierte. Seither fristet er (nicht der Bastler!) sein Dasein im Untergeschoss und wartet auf sporadische Einsätze).

Wo war ich? 

Als alle soweit sind beginne ich endlich mit dem Backen, da ruft meine Mutter an und ist naturgemäß entsetzt über meinen sehr späten Backbeginn. Dann würde ich sie auch noch ab, aber das Eigelb wird schon trocken im Teig to be.

Parallel koche ich Sushireis. TochterJ rollt begeistert aber unförmiger als sonst, die andern gucken und essen. Auch ok. Die Temperatur fällt und fällt, gegen Mitternacht beginnt es zu schneien. Zum Tagesabschluss eine Runde justdance, dem Schrittziel gefällt‘s. Um halb eins ist es sehr komisch hell. Mir gefällt das, aber etwas spooky ist es schon. Kinder sind im Bett, Zeit, die Buttercreme zu rühren. Aber ach, sie misslingt und auch die Rettung ist keine. Mist. 


Ohne Pointe mit Spülhänden ins Bett.

*mein erster Kauf bei e“Ba“y, war möglicherweise vom Laster gefallen und ich habe noch heute ein schlechtes Gewissen deshalb. Aber psst.

#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...