6.3.22

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT März 2022

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

Ich frage mich zunächst, warum ich schon so lange nicht mitgemacht habe, und naja, leider fehlen mir ein wenig die Worte über die Ereignisse der letzten Zeit. #wmDedgT Januar und Februar liegen im Entwürfeordner, werden es aber nicht rausschaffen. 

Normal weitermachen trotz Krieg und Corona, das ja überhaupt nicht vorbei ist, aber alle so tun, macht mir eine ziemliche Schere. Nun, das alles können andere viel besser formulieren, der Herr Buddenbohm zum Beispiel, ich kämpfe zu Hause mit meinen Gedanken.

Am Samstag ein Derby für die Töchter. Das heißt, eine Tochter, die andere hadert aus Gründen mit dem Verein, den Fußball findet sie toll, es ist eine Geschwister- oder Zwillingsthematik. Lass sie doch Tennis spielen, jaja, alles, sehr gerne, aber sie will nicht. Nun leben wir in einer Stadt, die aber mehr eine aneinandergewachsene Dörferstruktur ist. ÖPNV wird kleingeschrieben, und zwei verschiedene Mädchenfussballvereine zu finden und diese dann anzufahren (ein Wort aus der mobilen Krankenpflege, das ich nur ironisch verwenden kann, ich muss noch Herrn B anfahren, haha) ist auch ein logistisches Problem.

Ich wache früh auf, bin ja auch spät ins Bett. Lese das Internet leer, versuche mir einen Überblick zu verschaffen. Die Gedanken kreisen, Grübelproblematik.

Das Derby wurde akribisch von den motivierten Trainern vorbereitet, Tabellenerste gegen zweite, es ist ein Hinspiel, obwohl die beiden schon gegeneinander gespielt haben, dieses erste Spiel wurde von 'uns' verloren. Danach musste die Meisterschaft noch einmal neu organisiert werden, es ist also sowas wie eine zweite Chance. Mir war das zeitweise schon ein bisschen zu viel push, nicht alle kommen mit diesem erzeugte Druck zurecht, und der gegnerische Verein hat das auch alles ein bisschen zu ernst genommen. Es soll auch ein bisschen Hobby sein und Spaß machen, klar ist es ernst zu nehmen, und schön, dass sie erfolgreich sind, wir hatten auch schon andere Zeiten.

Zöpfe geflochten, schlechte Laune ausgehalten (sagte ich schon, dass familienintern zwischen Töchtern und Mutter gerade alles nicht eben rundläuft) dann beide zum Vereinsheim gefahren. Auf dem Rückweg eine Retoure weggebracht (dpd Stellen sind rar). Die vermeintlich lange Zeit genutzt, schnell einen Gewürzkuchen zu backen, das Rezept noch von meiner Oma 1992 handgeschrieben. Dieser Kuchen verdient aus Gründen einen eigenen Beitrag, den ich schon mehrfach im Geiste vorgeschrieben habe, etwas Geduld bitte.

Hui, ich bin spät dran, stelle den Timer, lasse den Kuchen alleine fertigbacken und fahre die Kinder incl. Mitspielerin vom Vereinsheim zur Spielstätte. Dann muss ich noch einmal nach Hause, den Mann und Zubehör holen. Die nächsten 2 Mal 35 Minuten sind sehr spannend. Die Spielerinnen begeistern mich bzw uns mit wunderbarem Fußball. Das ist ja ‚nur’ Kreisliga, aber wie die kombinieren, durchstecken, passen, vorausschauen, dribbeln, verteidigen, umschalten, rennen, abwarten, eine Freude. Natürlich gelingt auch mal etwas nicht, aber das hat schon Niveau und macht Spaß beim Zuschauen. Auch eine hervorragende Schiedsrichterleistung. Mit Ansage an die Eltern, Hilfe während des Spiels (Hört nicht auf zu spielen bis der Schiedsrichter pfeift. Macht Ihr ne Mauer? Braucht Ihr nicht.) Ansage an die Männer, die uns nicht merkenlassen, dass da grade ein Spiel läuft und rücksichtslos neben dem Platz pöhlen. Am Ende gehen unsere mit drei Punkten nach Hause. Derbysieg, Tabellenführung, sie freuen sich. Das darf wirklich sein, wir feiern sie. Das alles bei wunderbarem Sonnenschein. Das obligatorische BlauerHimmelBild wurde auch gemacht. 

Heimfahrt mit Diskussion über Treffen in Abwesenheit und Vulkanausbruch. Wir finden eine Lösung, aber erst essen wir Gewürzkuchen, im Rezept steht lapidar, Oma habe einen Puderzuckerguss gemacht, und wissen Sie was? Obwohl es unter anderem um diesen Guss geht und gehen soll beim erwähnten Beitrag oben, schaffe ich es nicht, das heißt, es fällt mir nicht einmal ein, einen Guss herzustellen sondern ich experimentiere mit Puderzucker und dieser Dekoschablonenform, die ich seit 30 Jahren habe aber gestern gefühlt erst zum vielleicht dritten Mal benutzt habe und erzeuge so Kakaoherzen. Erst beim Verspeisen fällt mir auf, dass die knackige Zuckergussumhüllung Teil dieses Kuchens sein muss.

Die Tochter wird ins Schulstädtchen gebracht, auf dem Rückweg bringe ich noch eine Retoure weg. Dann machen wir uns fertig, wir sind nach zwei  (drei?) Jahren mal wieder mit den Nachbarn verabredet und wollen Essengehen. Ich schminke mich zum zweiten Mal seit März 2020, schaffe es aber leider nicht, die Fingernägel dunkel zu lackieren, es reicht grade noch für Klarlack, aber man kann nicht alles haben. Mit der Seidenbluse bin ich etwas overdressed, und später gelangt irgendwie Rotwein auf den Ärmel, aber ich wollte auch mal die schönen Sachen tragen, wenigstens.  Wir fahren mit Bus und Bahn, also Bus und genießen ein Viergängemenü mit Weinbegleitung. Das ist sehr nett. Es tut mir gut, so zu tun, als sei das irgendwie normal.

Wir werden auf einen Absacker eingeladen, das nehmen wir an, und als wir um kurz nach zwölf? nach Hause kommen springen die Töchter noch rum. Na ja, was erwarte ich. Abschminken, lieber kein Internet mehr, Bett. Ein bisschen viel Rumgefahre, und viele zweite und dritte Male so beim Durchlesen. Egal, ich lass das jetzt so.

6.12.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT Dezember 2021

 Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

Dezember 2021

Sonntag, 2. Advent

heute ist ja schon Nikolaus, aber der Sonntag war so irgendwie schön, das möchte ich gerne nachholen.

Also spät ins Bett, #halbzweitweet easy, nachdem der Vorabend mit Fußball, Einkauf und JamesBondgucken (skyfall) etwas länger ging. 

Also auch spät aufgewacht bzw aufgestanden. (10:30)

Kolleginnenadventskalender geöffnet, Würzöl und selbstgemachtes Bienenwachstuch, bestimmt imkert die Kollegin (immer grimmig, unfreundlich, na ja, man denkt sich seinen Teil als outgesourcte Ungelernte, aber, wie immer, leider im Sommer überraschend der Mann gestorben :( ich schäme mich mal wieder und tue (wieder einmal) Buße.

Frühstück mit Aufbackbrötchen, schon Mittag, keine Eier, prangerpranger, und dann wird es recht himmlisch, weil das Haus so sauber ist, toll, und ich entscheide, einen freien Tag zu haben. Kann ja leider nichts backen!

Der Besuch, der dann doch nach reiflicher Überlegung abgesagt, uns aber das aufgeräumte Haus beschert hat, meldet sich zum Videocall und hat Frohbotschaften, yippih.

Über der Laune von Tochter R hängen dicke dunkle Wolken. Ein Jahr hat sie hingefiebert, vorher gespart und verhandelt, doch zur comicon mit Fotosession zu dürfen, Patentante eingeladen zum Mitgehen, und dann sagen alle Idole ab. 

Etwas spät (möglicherweise jedoch besser als nie) ermutigen wir sie dann doch, trotzdem mal hinzufahren um dortgewesen zu sein, die Eintrittskarten hatten wir ja. Der Mann erbarmt sich, sie radeln hin (gleich noch frische Luft, winwin) TochterJ trifft sich mit einer Freundin, sie spielen ein bisschen Tischtennis. Währenddessen versuche ich, Struppi endlich fertigzustellen, ich bin wirklich late to the party dieses Jahr (spoiler bzw Geständnis 6.12.: er hängt immer noch nicht)


(die Kerzen standen nackt einfach so erleuchtet auf dem Frühstückstisch, daher schon angezündet)

Ich begebe mich im Internet auf die Suche nach Beleuchtung. Wir haben ja neue Fenster, jetzt doppelflüglig, nichts passt mehr, bzw der Nostalgiebogen meiner Oma ist letztes Jahr kaputtgegangen, ich kann mich allerdings mal wieder nicht entscheiden und vertage.

Elterntelefonat.

Gegen 19:00 Uhr kocht das Bob Gabelgericht, posche Papadelle mit Pilzhack, und die Patentochter/tante (also, sie ist die Patentochter des Mannes und jetzt die Patentante unsrer Tochter) meldet sich nochmal  zum escape gamen. Sehr vergnüglich, mit leichten Abzügen beim Verhalten der ZwillingstochterJ, über das wir jedoch den Mantel des Schweigens breiten möchten. 

Nachdem die Kinder dann im Bett sind mühsames Aufrechthalten um die Stiefel noch zu befüllen.  

Insgesamt unspektakulär aber nett. 

möchte ergänzen: (zwei Waschmaschinenladungen und einmal Duschen mit halbherzigem  ipl)

wünsche fröhliches Stiefelleeren gehabt zu haben


5.11.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT November 2021

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

November 2021

Freitag

Um eins ins Bett, das ist natürlich wie immer viel zu spät, wenigstens habe ich das Haus soweit vorbereitet. Ich fühle mich krank, habe aber kein Fieber, Selbsttests sind seit drei Tagen negativ.

6:20 klingelt der Wecker, Kinder aus dem Haus begleitet, letzte Sachen aufgeräumt, ein großer Tag, endlich wird mal wieder fremdgeputzt bei uns, juhuu!

Arbeit von 8:00 bis 11:30, Großthema Martin, da hätte ich viel zu schreiben, aber. Sport. Jugendamtbesuchnachbearbeitung.

Große Pläne für nach der Arbeit. Umgesetzt habe ich aber nur Telefonate, naja, mit dem Arbeitgeber über das Gespräch, mit der Impfärztin einen Boostertermin ausgemacht und Essen gemacht, Bob Gabelgericht, mal wieder. Zwei Karten und zwei signalnachrichten formuliert, manchmal fordert das meine ganzen Reserven. Eine Runde Riverdale und Modern Familiy mit den Töchtern genickert.

Fußballtrainingtaxi. In der Zwischenzeit bringe ich Altglas weg, kaufe Adventskrankzkerzen, dieses Jahr weiß, die Familie muss ich noch informieren, (Paraffinmangel!) einen unüblichen Herbststrauß zusammengestellt, Besorgungen für potentiellen Besuch morgen, mal sehen.




Eventuell werfen größere Entscheidungen ihre Schatten voraus, das fordert mich etwas. (Himmel. Wieso schreibe ich eigentlich diesen Bericht, wenn ich dann doch nur verklausuliert tippe?)

Zu Hause dann Port zum Wochenendeinklang, ohne genügend vorherige Flüssigkeitszufuhr tagsüber eine Herausforderung, Brokkoli nach NYT bzw Frau Gröner aus dem Backofen, die Restfamilie daddelt, und überlegt bzw organisiert Wochenendeaktivitäten.

Möglicherweise gehe ich bald ins Bett. Sollte es anders kommen, trage ich nach.


5.9.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT September 2021

Frau Brüllen fragt das Internet und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

September

Sonntag!

Wir haben eine aufbereitete Bank meiner Großtante vorm Haus stehen, diese entdecken wir gerade zum nächtlichen Sitzen (die Shifttaste rechts klemmt, ich hatte ja keine Ahnung, wie oft ich da so draufdrücke19 ;)

Da saßen wir als und genossen die laue Spätsommernacht bis 2.

Dafür war ich um 8 leider schon sehr wach, konnte aber noch ein bisschen im Bett das Internet leerlesen.

Aufgebackene Brötchen zum Frühstück, dann sollte endlich die Runde Zug um Zug fertiggespielt werden. Das Spiel hat Schwächen, mir ist es auf unangenehme Art kompetitiv, wir mussten uns fast zwingen, miteinander zu reden und uns gegenseitig unsere Züge (haha) zu erklären. Schade, dass es fast keine Interaktion gibt. Daher gefällt mir TochterRs Zusammenfassung gut: leider nur eine Mischung aus scotland yard und monopoly.

Das Wetter war bis zum späten Vormittag keineswegs so berauschend wie angekündigt. Der Besuch hatte sich doch anderweitig verabredet, es wurde ein Gammelbeschluss gefasst.

Den ich dann gleich im Hängesessel in der mittlerweile prallen Sonne umsetzte, kleines Schläfchen, oha, rote joriste.

Es fehlten allerdings Eier für den Waffelbeschluss. Manchmal ruft es in mir nach Bewegung, also fuhr ich den Weg zum Biohof mit Sonntagsöffnung (wegen Cafe, kleinem Streichelzoo und Wasserspielplatz lohnt sich das für die vielen Familien und den Hof) mit dem Rad und war erstaunlich schnell hin und zurück. Making of Waffeln, wir haben den Einsatz neu, ich bin nicht soo begeistert, Teig war super, wie alle Backideen und Veröffentlichung drüben bei Frau Frische Brise (dummerweise nicht doppelte Menge)

Danach noch einmal bisschen Chillen im Hängesessel, diesmal mit der Ambition, zum allerletzten Mal aufzudröseln. Vor mittlerweile vier Jahren habe ich beim strick-mich-Abo mitgemacht, davon liegen immer noch Projekte rum. Wolle und Anleitung sind super, aber ich kann dann doch nicht so gut stricken, dass ich Fehler gut finde und vor allem solch für mich sehr schweren Muster wieder zurückstricken kann. Auf der Fahrt zur re:publica startete ich den ersten Versuch, den zweiten dann letzte Woche auf der langen Zugfahrt. Nun habe ich ca 15 Mal den Anfang nicht geschafft. Der Ehrgeiz ist da, es sparkt auf ne Art Joy, aber die Art, ich gebe es zu, ist von ganz spezieller Sorte. Schade. *aufribbel*


Zum Abendessen schnell ein paar marinierte Fetas in den Backofen geschoben, übrige Kartoffeln der Woche gebraten, Salat, Rohkost, und dann mit den Kindern weiter rumüberlegt. Gute Gespräche entstehen da, das ist schön. Wir dürfen gespannt sein. 

Garnicht mal so viel passiert, zwei Maschinen Wäsche trage ich noch nach, ein paar Pullis bestellt, jetzt noch Überweisungen.

Noch fünf Wochen bis Herbstferien, morgen Elternabend, ich habe schon noch ein paar Themen, es soll bald mal weitergehen hier.


27.6.21

piep

die Wochen rennen. Alltag, Arbeit, Schule, Orga und zwischendurch Hitze schaffen mich. Und dann der Großkampftaag des Jahres: Zwillingsgeburtstag. Nun folgen noch die Partys.

Dazwischen möchte jetzt der Garten gegossen werden und das Hundethem ist wieder virulent (haha) Ach ja, da war ja was! Ich gelte als genesen (ja, das formuliere  ich absichtlich so), bin einmal (zu früh) geimpft und viele Fragen offen.

Heute wollten die Kinder mal in die Stadt, bzw ich wollte mit einer den Weg in die große Stadt abgehen, die sie am Montag mit ihren Freundinnen alleine bewältigt, so firm sind wir Vorstädterinnen darin möglicherweise nicht, war aber gut und wir konnten wegen Menschen eh nicht lange bleiben.

Abends dann Fußball und große Krise wegen des Berichts der Polatstern, Klima, abtauenden Polkappen und Frust auf uns. Die Stimmung ist insgesamt sehr angespannt, und am allerliebsten würde ich gerne einfach mal einen Abend auf der Terrasse sitzen. 

6.6.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT Juni 2021

Frau Brüllen fragt das Internet und wir beantworten  am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT 

Juni.

Samstag. Um halb acht wache ich auf und schicke die vorbereitete whatsapp mit der Absage zur Reitstunde los. Was vorher geschah: am 3. Präsenzunterrichtstag gibt es in TochterRs Klasse einen positiven Fall. In unserem Zusammenhang gibt es viele Fragezeichen. Der eigene positive Test ist genau sechs Monate alt, gilt sie also als genesen oder steht sie wieder auf Start? Die Eltern der Schülerin rufen uns an und fragen, ob sie die Tochter als Kontaktperson1 angeben sollen, sie sei ja bereits infiziert gewesen. Das Gesundheitsamt meldet sich bei uns am Freitag, hinterlässt aber keine Nachricht, sodass wir deren Entscheidung nicht kennen. Wir beschließen, uns alle jeden Morgen zu testen, TochterR geht in Selbstisolation, wir werden am Montag um 7:00 Uhr das Gesundheitsamt anrufen. Bis dahin wissen wir nicht, wie es weitergeht und die Klassenarbeiten mitgeschrieben werden können) Es geht naturgemäß rund in den Klassenchats der Tochter. Hier kann also auch noch der Umgang mit sozialen Medien gelernt werden. Ich lerne den Umgang mit unserer Fritzbox, und dass die hinterlassenen Nachrichten auf der homepage abgehört werden können, mein neuer Ansagetext nicht gespeichert worden war und die Anrufliste ebenfalls dort hinterlegt ist. Wenigstens das. 

Ich gehe Brötchen holen und kaufe dabei noch Erdbeeren und Milch ein. Mit dem Fahrrad. Zu Hause Frühstück. Dann die erste Runde Französischlernen mit TochterJ. Danach gehe ich in den Vorgarten und jäte Beikraut. Ich merke immer mehr, dass ich nur begrenzt für's klassische Gärtnern geeignet bin. Bis zum Geburtstag der Kinder, an dem evtl. meine Eltern zu Besuch kommen werden, muss der Garten etwas in Schuss gebracht werden. Letzte Woche wurden die Tomaten ins Freie versetzt, als nächsten Schritt befreie ich die wild aufgegangenen Sonnenblumen aus dem beengten Gingkotopf und setze sie zunächst in einen eigenen. Das Wandelröschen wird gedüngt. Es zeigt keinerlei Regung, etwas Grün rauszuschicken. Der Hibiskus ist tatsächlich eingegangen. Ich schaue, ob ich auf EBK einen in der Nähe ergattern könnte. Dann topfe ich noch die Lilienstaude um, allerdings ohne Sand, da nicht verfügbar, mal sehen wie sie das verträgt.


Zweite Runde Französisch. Alles sehr mühsam und führt -wie immer- zum Gedankenkarussell selbständiges Lernen, intra- und posttpandemischem Umgang mit SchülerInnen, Klassenarbeiten undsoweiter. Die Twitterkneipe hilft inhaltlich, das ist gut, Danke! Interessanter Beigedanke übrigens: wie viel das eigene Schuldings natürlich zu tun hat mit dem Töchterschuldings, wohl der, die so durchsurft.

Leider habe ich dieses Jahr keine Fotos der blühenden Rhododendren, durch den Regen sind sie nun nicht mehr so fotogen. Als nächstes sind wohl endlich die Pfingstrosen mit Blühen dran. Wobei die Blüten ja generell am schönsten aussehen, kurz bevor sie aufbrechen. Der wild aufgegangene Holunder blüht ebenfalls. Der uralte Zwetschgenbaum dient als Stütze.

Bis jetzt liest sich das ja wohl eher wie eine Gartenbestandsaufnahme, nun denn. Eigentlich hatte ich auch den festen Willen, Rhabarber/Erdbeer-crumble zu machen, aber das muss verschoben werden. Großes Pläneschmieden mit einigen Unwägbarkeiten, Geburtstagsparty, Sommerferien, Einlösen von Theatergutscheinen. (Bei der Durchsicht der kommenden Konzerte 2022 bemerkt, dass ich keine Lust auf Fanta4 mehr habe seit Smudo und seiner Lucapromo.) Elterntelefonat. 

Die Kinder möchten was glotzen, es wird ein Filmeabend mit Ich einfach unverbesserlich 3, währenddessen schmurgle ich die Zutaten einer Kochbox zusammen, Gnocchi mit Lauch und Zucchini aus dem Backofen mit einer Art Pesto, war nur so lala. Dann trank ich ein Glas Prosecco und schlief auf dem Sofa ein. 

Zwischendurch verjagte ich anlandende Tauben. Blöder Tag, 4 in Schulnoten. Kein Beschönigen der Lage, das soll doch so, oder?


21.5.21

Schnipsel

    es gab Bilder und Texte, Rezepte und Mitschnitte für‘s lange Wochenende, schon formulierte Tweets, aber zum Bloggen hat es nicht gereicht.

Dann kam der Hexenschuss, der mir die Zeit ab Samstag noch ein bisschen erschwerte.

Außerdem habe ich sehr viele Sätze zum Themenkreis Schule formuliert, ich bin aber nicht sicher, ob ich das machen soll. Ab 31.5. wieder normale Präsenz wie gehabt, alle wollen oder müssen noch Klassenarbeiten schreiben, man weiß ja überhaupt nicht, wie man die Kinder beurteilen soll! Kleiner Tipp: wer hat alles regelmäßig teilgenommen, wer kann gelobt werden für pünktliche Abgabe der Aufgabe, mal ein kleines (möglicherweise motivierendes) Feedback zwischendurch statt Versandenlassen der eingereichten Sachen. Die Klassenarbeit morgen hätte man zum Beispiel in Deutsch durch das Verfassen eines Lesetagebuch ersetzen können über die Distanzlernzeit, bisschen Aufgabenverteilung, statt am Wechselunterrichtstag dann eine Arbeit anzusetzen. Ich habe das nicht zu kritisieren, und mache das tatsächlich lieber hier auf my own private site, und es könnte ja jetzt jedeR kommen. (Über die Lektüreauswahl hülle ich den Mantel des Schweigens) 

Außerdem zieht sich das Fensterthema zu einer neverending story. Dasselbe gilt für die Heizung/Warmwasserproblematik. Kalt ist es weiterhin. Das prangern übrigens auch die Tomaten an, die mir jetzt auf der Fensterbank gelbe Blätter bekommen. Sicher ist es seit der Beginn der Tomatenaufzeichnungen noch selten passiert, dass die Pflänzchen am 20. Mai noch nicht rausgesetzt werden konnten! 

Was allerdings lustig war: Die Fensterbauer hatten ihre Namen auf den corporate identity T-Shirts stehen, und so haben wir einen kleinen Ausflug nach insta gemacht. Was heute eben alles so möglich ist. 

Was schön war: die Glühtulpen zwischen all den Regenschauern und Shades of Grey. Überhaupt, wie schön auch verblühende Tulpen einfach immer noch sind.




#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...