12.1.20

geschäftiger Samstag

Bis nach 10 geschlafen.
Eigentlich hätte ich häufig gerne einen guten Plan fürs Wochenende, sehr häufig habe ich gerade den aber nicht. Schlecht gelaunt nach komischem Traum erwacht. Haus im Chaos, kein Plan und dann auch noch kein Kaffee! Beruhigung durch Wuseln, alle räumen auf, 3 Maschinen Wäsche, der Mann isoliert die Küche von unten (seit die Fußbodenheizung wieder geht sind die Schränke angewärmt)
Kleiner Krisen bewältigen wir mit Tor aufbauen (umgetauschtes Weihnachtsgeschenk) App für Karaokemaschine installieren und Plätzchenessen.
Der Mann optimiert die Modelleisenbahn, ich sauge durch und räume schnell die Kruschtschublade um. Eigentlich suchte ich nur die Kakaoschablone (sehr viele Vitamintabletten gefunden, zu viele, gleich mal eine Handvoll genommen, auf dass sie leer werden).
Die Mädels malen wunderschöne Bilder, dann packen sie verspätete Weihnachtsgeschenke Schneiderpuppe und Zeichenschule aus. Hier werden gerade irgendwie gangbare Wege aus der Spielzeugkindheit erprobt.
Judi hängt und blickt einigermaßen gütig auf uns herab. (Dies Wand ist so DERMASSEN dreckig, ich hab keine Worte)



Baguette und Käsefondue.


11.1.20

Müder Freitag

Ich erkenne ein Muster.
Wäsche, Küche, Kaffee schwarz schüttelt mich durch, Büchereidienst, bei dem ich wieder alle Bücher, die ich in der Hand hatte zum eingeben/katalogisieren am liebsten mitgenommen hätte, mit der Kollegin werde ich einfach nicht warm. Ist aber egal, ich lass das jetzt so.
Eine Schicht drangehängt, aber mit Gewinn, weil eine Freundin sonst alleine hätte Dienst machen müssen. Kind mit nach Hause genommen und wie gestern den Kochstress vermieden, indem ich bewusst erst für abends geplant habe. Kind abgesetzt und eingekauft, es wurden Maultaschen. Nach ritueller Krise dann doch gemeinsam Wäsche abgehängt und Nudelplatten hergestellt. Hat lange gedauert wegen Bedienungsfehler beim Nudelmachen, war lecker gewinnt aber leider überhaupt keinen Preis mit der Optik.
Beim Wäscheausschütteln hatte ich den Finger ziemlich am Puppenhaus angedozt, die Schmerzen werden schlimmer, der Finger blau und dick, lieber mal den Ring ausgezogen. Überhaupt beginnen blaue Flecken erst mit Verzögerung zu schmerzen. Einer verzieht sich ringförmig von innen nach außen, das hatte ich so noch nie (eigentlich harmloser Sturz letzte Woche, jetzt hab ich noch davon).
Nach dem Essen glotzen die Kinder eine Serie (irgendwas mit Mädchen die als erste American Football spielt), aber bleierne Müdigkeit nötigt mir ein Schläfchen ab aus dem ich mich nur schäle, weil die Kinder sich über die schlummernden Eltern Sorgen machen und selbst sehr übermüdet den Weg ins Bett nicht finden und wegen Weltschmerz doch nochmal gerne ins Bett begleitet werden. Kurzes Vatertelefonat, langes Geschirrspülen.
1:06 letzter Blick auf die Uhr.

10.1.20

Donnerstag, 9.1.2019

Tagsüber leider nichts Nennenswertes, asiatisch angehauchtes sehr spätes Wokartiges aus Brokkoli, Möhren, Pilzen und Woknudeln als warme Mahlzeit, auf das ich manchmal sehr große Lust habe, das mich aber leider nicht, ich möchte fast sagen nie richtig sättigt.





















Die übrigen Weihnachtsplätzchen und sonstigen Süßigkeiten aus Advent, Nikolaus u.ä. mussten zum Rapport, ist noch ganz schön viel da. Wir haben uns darum gekümmert und bleiben dran.

Abendliches Highlight: Klavierabend mit Igor Levit im Konzerthaus, toll. Eintrittskarte ins Glücksglas.

Und, Bonusfeature: für den morgigen Büchereidienst hab ich endlich mal geschminkte Fingernägel.

P.S.: die Bilder verrutschen, im Entwurf sieht alles so aus wie ich es haben will, veröffentlicht ist es ein einziger Murks. Ich bitte um Entschuldigung.





9.1.20

Müder Mittwoch

Schlaflosigkeit bis kurz vor drei, herrje.
Der Tag an sich sehr uninteressant. Verbuchen wir es unter Alltag u Chronistinnenpflicht.
6:30 klingelt der Wecker, übermüdete Kinder. Nasenbluten verhindert Busfahrt. Ich setze das Kind ab, hänge dann endlich Wäsche auf und lege mich noch einmal kurz hin (es kostet mich einiges, dies zu schreiben)
Schreib- und Hausarbeit, chaotische Essensvorbereitungen, es soll Zucchiniwaffeln geben, Teig, Quark und Karottensalat sind fertig, aber die Kinder nicht da. J wartet auf den sehr verspäteten Bus, aber es droht ein Kieferorthopädinnentermin. Wir holen sie auf halbem Weg ab und fahren direkt dorthin.
#wazifubo


(Die Kieferorthopädie ist ein Phänomen.)
Danach Stadtteilbibliothek, die 20% Mittwochsaktion der Apotheke genutzt für Lippen- und Handcreme (der Mann hat extreme Risse an den Fingerspitzen), Drogerie für Bandagen (ich habe noch nicht von meinem Sturz berichtet) und Bioladen.
Viel zu spät zu Hause, Kurzsport, endlich die Waffeln, für gut befunden, aber ach! es muss noch Lektüre gelesen werden bis morgen, daher Verabschiedung und Lesestunde.
Ich spüle und höre dabei das hervorragende Hörspiel über Ferdinand Piëch vom swr, dicke Empfehlung (via Twitter, ich glaube über Innere_Simone )

Jetzt spülen, dann irgendeine Abendgestaltung.

Als Rausschmeißer noch herrliche Post aus England. Werbung in wunderbar. (Anglophilie keimt kurz auf)






8.1.20

Schnipsel

Wenige bis keine Vögel an den Futterstellen. Hoffentlich ist nur die Futterstelle zu wackelig. Überhaupt, diese ständigen Befürchtungen. Ich befürchte fast, bald abzustumpfen. Auch das Wetter war heute beängstigend schön, nicht normal für Januar. Oder ist es grade das?

Tinnitus wird lauter. Heute nacht erstmals daran gedacht, dass die Töne übernehmen könnten. Bisher habe ich ja nur registriert, dass sie da sind.

Durch Anregung von Frau Fragmentes toll geschriebenem und inhaltlich bewegendem Jahresrückblick Gedanken gemacht. Vor längerer Zeit gab es einen sehr aufschlussreichen Text im süddeutsche magazin zu Sterben im Sinne von Zurückfahren aller Funktionen. Ich sehe bei meinem Schwiegervater ähnliches, das sich immer weiter Reduzierende und denke manchmal, er erlebt das nicht (mehr) unbedingt als einschränkend. Gleichzeitig könnte es auch bereits vorher einen Lebensabschnitt einläuten, nicht nur negativ im Sinne von ‚das muss ich nicht mehr können/lernen/erreichen‘, hauptsächlich auf Körperliches bezogen. Der Übergang von Altersmilde quasi. Das ist nicht despektierlich gemeint und führt möglicherweise weg vom Ursprungsgedanken. Ich bin sehr froh, dass Frau Fragmente wieder munter ist.

Kalender aktualisiert und beschriftet.

Beim Auspacken der Küchenkiste gestern gleich noch die Backzutatenschublade bisschen hin- und hergeräumt. Heute weitere kleine Verbesserungen vorgenommen.

Bei unseren 2x2m großen Bettdeckenbezügen gehen die Reißverschlüsse kaputt. Schwanke zwischen Herausforderung annehmen und nach Jahrzehnten versuchen, selbst einen Reißverschluss einzunähen (2m gerade, könnte machbar sein), Zwischenlösung kamsnaps oder Änderungsschneiderei.

Reiseapotheke ausgeräumt. Einmal mehr die Erfahrung gemacht, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, was alles benötigt werden könnte. Ebenso geht es mir beim  Klamottenpacken. Dafür sind Listen natürlich super. Kniete am ersten Januar bei heftigster Migräne (ohne nennenswerten Alkoholgenuss vorher) vor der Keramik und hatte keine Zäpfchen dabei, die sonst helfen. #tmi.

Ich habe mir vorgenommen, mehr zu trinken. Also während des Tages immer dann ein Glas Wasser zu nehmen, wenn ich denke, Du müsstest mal wieder. In letzter Zeit fiel mir abends auf, dass ich tagsüber dann doch nur zwei Tassen Kaffee getrunken hatte. Leider sehr profan.

Der Bildschirm des MacBooks ist schon länger halb kaputt. Nun habe ich hier vier unterschiedliche Endgeräte mit unterschiedlichen Möglichkeiten und alles ist so ein- bzw. verstellt, dass ich keine Dokumente per E-Mail versenden kann. That‘s how digital I am. Könnte mal bitte jemand vorbeikommen?
Wenn ich übrigens versuche, das pad mit der neuen Hülle aufzustellen habe ich verblüffende Ähnlichkeit mit Kenneth Branagh in der Liegestuhlszene.

43 Nachrichten auf dem Anrufbeantworter abgehört.

Doch mal Jobcoaching? Die Frage taucht ja immer mal wieder auf und bringe ich häufiger aus Urlauben mit.
Zwei Bewerbungsanschreiben verfasst.

Auf der Suche nach gescheiten Hausschuhen. Die Plastikkrokodile mag ich nicht, meine schönen Giess*wein hatten nach einem Winter Löcher. Die Idee, eine Art Ballerinas zu suchen, die ich auch mal für schick mit Besuch anziehen könnte lässt sich irgendwie nicht verwirklichen.

Heute einiges Geld ausgegeben, um mir eine zeitlang per Nachricht sagen zu lassen, wann ich essen soll und wann nicht. Sofort unbändigen Hunger bekommen. Konsumopfer. Edit 00:30: wenn ich das durchhalten will muss ich entschieden früher ins Bett gehen.

TochterR bei einer Schulfreundin abgeholt, auf Ferienpläne zu sprechen gekommen. Sie erzählten, wie sehr sie sich nun auf den Ägyptenurlaub in einer Anlage mitten in der Wüste freuen. Etwas zu heftig gesagt, dass ich dort nicht hinwill und dann auf dem Nachhauseweg die Not, es erklären zu wollen ohne Angst zu machen und zu verurteilen. Die verpasste Gelegenheit, vor Ort was zu sagen (oder verdammt nochmal ganz den Mund zu halten). Insgesamt fällt mir die schulische  Urlaubskonkurriererei negativ auf.

Bei Winterhaus über dass/das und gleiche/selbe Fehler gestolpert. Ich kann so nicht vorlesen!

Sehr süß sind die übermüdeten Kinderlein im großen Bett gleich eingeschlafen. Manchmal ist 12 doch auch noch sehr klein, wie schön.

Mit der Schnipselmenge hätte ich wahrscheinlich mehrere Tage füllen können.

Zum Schluss noch eine sehr große Menge Geschirr gespült und weitestgehend abgetrocknet.

Glücksglas 2020 bereitgestellt (es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem vorletzten und dem letzten Punkt).  

7.1.20

Letzter Ferientag und Rückblick

Möglicherweise legt man ja auch zu viel hinein in so ein letztes Zusammensein bevor der Alltag wieder beginnt. Und nach einer Woche intensiven Zusammenseins im Skiurlaub war den Kindern nach etwas Abstand. Jedenfalls war das gestern ziemlich zerfahren und entsprach nicht den (meinen) klassischen Vorstellungen von ‚letztem Ferientag‘. Lange geschlafen - bis kurz vor 11- und dann hat jede so vor sich hingebrokelt, aber insgesamt nix gescheites. Wichtig war, dass die Bettwäsche gewaschen / aufziehfertig wurde, die das Christkind gebracht hatte. Das wurde erreicht.
Bisschen gedaddelt, spontan das sonnige Wetter genutzt und mit dem Leihhund eine Runde gedreht. Das geschenkte Tor umgetauscht, Brokkoli gekocht (musste weg), Soße aber leider zu dünnflüssig, und TochterJ waren die Nudeln zu hart. Abends dann doch noch den Dreikönigskuchen gebacken, muss halt irgendwie und Hefeteig macht ja auch Spaß. Selbstverständlich viel zu spät ins Bett (gegen 11) nichts vorgelesen, nicht gescheit Mathe gelernt, eher im Chaos versackt, keine Bewerbungen geschrieben. Geht‘s halt heute richtig los.


Rückblick
Weihnachtsfeiern waren eigentlich sehr schön. Besuch meiner Eltern über 4. Advent sehr nett, mit kleinem Ausflug zum Arbeitsort des Mannes.
Weihnachten selbst unspektakulär angenehm, schöne Geschenke bekommen (Theaterabo, Tastatur für s Pad, Judi Dench Bild) fast perfekte Vorbereitung auf den Urlaub, bisschen besser einkaufen hätt ich können.
Der Urlaub selbst fand in einer zu kleinen Wohnung statt, das wussten wir ja schon, und war daher etwas beengt, aber man gewöhnt sich. Schnee war super, Wetter eine Woche lang beängstigend sonnig, wir haben lecker gekocht, Klassiker, leider kein Fondueset vorgefunden (erste Male!), schöne Filme geschaut (Simpel, Manchester By The Sea) und Ferngesehen (BBC!) Schwägerinnenfamilie getroffen, wir haben das mitgebrachte Spiel Flügelschlag nur einmal aufgebaut, zum Spielen kam es nicht, zu Quixx fehlte uns ein Würfel, halt skipbo gespielt (edit: und lama) und Winterhaus vorgelesen, TochterJ versucht sich im Sockenstricken, ich arbeite an einem Patentmusterschal für den Mann (ich habe ihm, man glaubt es kaum, in all den Jahren noch nie was gestrickt) Mal wieder mit dem Autoverlad zurück, echtes Zopfmehl importiert. Berge halt immer super, Wohnung mit Aussicht auch. Gerne wieder.

6.1.20

#wmdedgT Januar 2020

Frau Brüllen fragt ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag‘ und ich antworte mit der Januarediton.

Der 5. Januar 2020 beginnt, während ich den Mann vom Hotel zu seinem Vater fahre. Die Kinder und ich übernachten im Hotel nach Rückkehr aus dem Skiurlaub (aus vielen verschiedenen Gründen sehr schön!), während der Mann seine monatliche wochenendliche Betreuungsschicht übernimmt. Bei der nächtlichen Fahrt an Heidelberg vorbei mit Blick auf den Emmertsgrund gefällt mir der Gedanke, dass hoffentlich sehr viele beim Anblick der sehr gut sichtbaren Araltankstelle an Saša Stanišić denken. Rückfahrt vom ‚Vorort’ nach Heidelberg mit vielen Gedanken darüber, was wäre wenn, hätte hätte. Wie wären die Kinder, wenn sie hier aufwüchsen? Welche Wendungen haben uns nach Westfalen gebracht? Richtig oder falsch abgebogen? Kann man das so überhaupt sagen? Wie geht es weiter? Wie sind wir wenn wir alt sind? Und wo.
Während in Grenznähe meist Familien auf Langfahrt in der Hotelkette übernachten, waren es gestern hauptsächlich Partypeople, die sich leider nicht zu benehmen wussten. Das erkenne ich nicht erst im verdreckten Aufzug. Die Kinder waren im Zimmer geblieben, bei meiner Rückkunft versetzen sie mir einen riesigen Schreck (5.Stock! die Fenster lassen sich komplett öffnen wie wir wissen!) ich befürchte, sie machen sich einen Spaß und verstecken sich, dazu bin ich leider nicht aufgelegt, aber die Badtür ist verschlossen, sie haben sich nach meiner WhatsApp einfach schnell aufgemacht, Zähne zu putzen.
Wir fallen alle drei völlig erschöpft gegen 00:40 in die Betten und ich erwache nach interessantem Traum um 10. Frühstück bis 10:30, daher dusche ich gemütlich, wir werfen den Fernseher an, das kennen wir ja so garnicht, kommt aber gar kein Wintersport, dafür Märchen, und Matthias Brandt als Kaiser in des Kaisers neue Kleider, hach. Zimmerräumung um halb zwölf. Fahrt durch Heidelberg auf der Suche nach einem Mitbringselgeschenk zur spontanen Bruncheinladung bei der Schwester der Schwiegerschwester. Kurzer Spaziergang zur Neckarwiese, dann gemütliches Beisammensein mit der Großfamilie, gegen 16:00 Aufbruch zu Mann und Schwiegervater, dort Kaffee und Kekse und eine kurze Einführung der Dezimalbrüche anhand der Zeiten beim Skislalom in Zagreb (angewandte Mathematik!)
19:00 Rückfahrt ins Ruhrgebiet, ereignislos, bis auf die Herausstellung einer meiner unnützesten Fähigkeiten: ich erkenne Maren Kroymann als Stimme der Oma auf der Wendy CD.
Ankunft um ca. 23 Uhr. Durchforsten der Post, dabei finde ich den pussyhat, netterweise gestrickt von LittleBinF, DANKE! sowie eine wundervolle Fotographie Judi Denchs, ein Weihnachtsgeschenk, das sich aufgrund seiner weiten Reise verspätetete.
Auto ausräumen, Kinder ins Bett stecken, den Mann verabschieden. Der Tag endet mit Bristol Cream und Butterbrezel beim Bloggen.



#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...