10.7.23

das war die Restwoche und Serviceblog


viel zu berichten gibt es nicht, alles steht im Zeichen der Veränderung. Ab 17. bin ich ja vormittags wieder anderweitig beschäftigt. 

Zur Vertragsunterzeichnung wurde ich nach Zusatzversorgungsbeiträgen befragt, und das ist die Überleitung zum Serviceteil, da habe ich fast unwissentlich einige Monate angesammelt. Es lohnt sich möglicherweise nachzuschauen, ob ehemalige Arbeitgebende Zusatzversorgung zur Rente anboten und diese dann zusammenfassen zu lassen. Ich habe mit einer sehr netten Frau aus Köln telefoniert, vielleicht hieß sie Frau Schmitz, ganz unwahrscheinlich ist das nicht, und dieses Telefonat war sehr freundlich und hilfreich. Alle irgendwie öffentlichen Institutionen oder kirchlichen Einrichtungen haben Zusatzkassen (so wie ich es verstehe) und gleich werde ich bis ins Jahr 1987 abtauchen und Beiträge suchen. Die jeweils nachfolgende oder aktuelle Stelle kann dann über Beiträge informiert werden, es ist ein Antrag auf Überleitung zu stellen, die jeweiligen verschiedenen Zusatzversorgungskassen erkennen sich an. Dies hier ist nur ein kleiner Hinweis einer Privatperson, keinesfalls eine rechtliche Beratung.

Überhaupt, Vergangenheit und Zukunft. Zum Wochenende eine Fahrt zur Verwandtschaft, der Neffe feiert sein Abitur. Ich schaue bewundernd auf die Fröhlichkeit der jungen Erwachsenen und freue mich mit. Sie zelebrieren ihren Abschluss und den Zusammenhalt, ich freue mich für sie, diese Gemeinschaft ist mir leider verwehrt geblieben, aus Gründen sagt man wohl. Man findet sich in der Oberstufe zusammen, deshalb habe ich noch Hoffnung für unsere herausgerissenen Töchter, aber wer weiß das schon.

Es sind sehr großartige junge Leute, die sich da feiern, die Veranstaltung ist lang aber einigermaßen kurzweilig. Der Rektor weist darauf hin, dass nicht die Ziffern vor und nach dem Komma Ausschlag geben, ehrt dann aber doch die ab einem Schnitt von 1,5 und besser. Im Familienkreis dann ein gutes Gespräch, dass eine kleine Würdigung der SchülerInnen ebenfalls wünschenswert gewesen wäre, die es ohne Hilfe aus dem Elternhaus schaffen mussten und geschafft haben. 

Die Buntheit ist auch in der Kleinstadt angekommen, eine großflächig tätowierte Lehrerin mit nicht gradlinigem Lebenslauf, Transpersonen, der Versuch, die Menschen nicht an ihren körperlichen Merkmalen und beschreiben, und der ehrenwerte Versuch meiner Eltern(generation) damit umzugehen. Frau Nessy hat das Buch über das Integrationsparadox empfohlen und erklärt, ich meine, das praktische Beispiel erlebt zu haben am Wochenende. Es gibt schon ein Bemühen, aber Befremdlichkeit ist da, es fehlt vielleicht manches Mal die Erklärung.

Ebenfalls eindrucksvoll der Abiturient von 1948, der sich anlässlich seines Kronjuwelenjubiläums bei der Schule gemeldet hatte und eingeladen wurde.75 Jahre Abitur. Wie die Welt wohl aussieht und ob in 75 Jahren eineR der diesjährigen AbsolventInnen zu einer Feier kommen wird?

Vergangenheit, Zukunft, dieses Eltern- und Familiending, Strukturen, kopierte Verhaltensweisen, hossa.

Mit diesen binsenweisheitlichen Gedanken wünsche ich eine gute Woche. Ich werde zum Friseur gehen, zu Danger Dan und Sandalen holen. Vielleicht werde ich endlich in einem See oder sogar im Rhein schwimmen, ich war noch nicht schwimmen hier, ist das zu glauben? 

Und weil was Schönes zum Schluss immer gut ist, nächtliche Stimmung am Freitag von der elterlichen Terrasse.


6.7.23

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT Juli 2023

 Frau Brüllen fragt das Internet was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

Wie wieder reinkommen?

Es gibt hier und da die fast flehentliche Bitte, wieder (mehr) zu bloggen. Und Himmel, wie gern würde ich!

Was hatte ich nicht für Vorsätze!

Es gibt so viele Dinge zu berichten, jedoch sind die meisten nicht besonders, auch nicht besonders schön.

Es gibt ja so viele tolle Blogs, die alles so viel besser beschreiben, in Worte fassen, ihren Stil gefunden haben. Ich bin hier nur eine weitere mittelalte weiße Frau, die Dinge entschieden hat, die sich nicht hochglanzbroschürig und instagramabel darstellen lassen.  

Wir sind umgezogen, und zwar 500 Kilometer weiter südlich. Das ist sehr viel Arbeit und sehr viel Umstellung, quasi Kulturschock, einfach ist es nicht.

Auch und gerade nicht für unsere Teenagertöchter. Und natürlich werden auch generelle Fragen berührt.

Nun sind wir sechs Monate fast ein Jahr hier und es ist klar, dass es keinen fröhlichen Neuanfangskontent geben wird. Kein daily unser fröhlicher Weinberg (das war angedacht).

Vielleicht ist es also doch besser, mit einem #wmdedgT zu beginnen, immerhin ist auch etwas passiert. Ein 'was bisher geschah' oder 'was hast Du eigentlich die ganze Zeit gemacht' folgt eventuell. Der Wille ist da.

 

Juli also schon.

Aufstehen fällt immer schwerer, wir sind, wie man so schön sagt, durch. In unserem ehemaligen Bundesland sind die Ferien in vollem Gang, Urlaubsfotos überall, und die Reiseziele erst! Hier werden im letzten Abschnitt vor Notenschluss vier Arbeiten pro Woche geschrieben, man wundert sich.

Zwei Kaffee müssen mir aufhelfen, dann mache ich mich fein, Offizielles steht an. Aber zuerst bringe ich die Töchter auf den Weg. Das Wetter ist kühl und regnerisch, ich packe vorsorglich ein Ersatzpaar Schuhe ein. 

Der Mann ist zu Hause, letzter freier Tag. Mein Termin ist um 9, ich habe eine Stunde totzuschlagen, in der letzten Zeit habe ich mir angewöhnt, solche Stunden wenn möglich nicht zu verplanen sondern so zu vertrödeln, dass ich pünktlich kommen kann. Während ich so auf dem Parkplatz rumdaddle fällt mir auf, dass ich doch noch ein Schriftstück dabeihaben sollte. Die Bestätigung, das erweiterte Führungszeugnis beantragt zu haben nämlich. Also nochmal zurück in die Wohnung. Von dort im strömenden Regen zum Termin. Ich unterschreibe einen Arbeitsvertrag. Halbe Stelle, vormittags, Ferien frei. Bisschen viel Fahrerei vielleicht, mal sehen. Ich werde es probieren und freue mich auch etwas. Das Ganze dauert 50 Minuten, ich werde zu diesem und jenem belehrt und informiert. Die Unterschrift dann dokumentenecht.


 

Danach kaufe ich für warmen Kartoffelsalat mit Bohnen ein.

Kurzes Frühstück mit dem Mann. Trotz der vorgerückten Zeit beschließen wir, in die Stadt zu fahren und wenigstens mal was zu machen. Es gibt immer was zu tun, aber meine freien Vormittage sind ja jetzt gezählt. Also ins Augustinermuseum.

 

Die Kolonialismusausstellung habe ich ja leider 'verpasst', jetzt Sehnsuchtsort Italien. Ich genieße sehr die Ausblicke, die Atmosphäre, überraschende Perspektiven, Ruhe und stilsichere Museumseleganz. Leider reicht es nur für einen Kurzbesuch, Motto wie immer besser als in die Luft gepfiffen, dann noch ein Erfrischungsgetränk am Bächle, Töchterabholung. 

Es gibt noch Käsespätzle vom Vortag, dann wird die Küche mal richtig geputzt (Grund ist Frust) und aufgeräumt. Das nimmt der Mann zum Anlass, wacklige Schiebeleemente in Angriff zu nehmen. 

Ich setze mich auf den Freisitz, versuche mich über Zusatzversorgungskassenfragen zu informieren, telefoniere mit meinen Eltern, es geht um Absprachen für's Wochenende, ich werde über das Sterben in der erweiterten Nachbarschaft informiert (in die damals neu konzipierten Siedlung sind eben alle mehr oder weniger gleichzeitig mit ähnlich alten Kindern gezogen, der Generationenwechsel ist in vollem Gange) suche Adressen für Überraschungspakete heraus, wähle ein Gericht aus der Speisekarte für Samstag, hänge zwei Wäscheständer voll Klamotten ab, verräume einiges davon, nehme mir vor zu bügeln und dabei das Lesedingsbuch zu hören, aber die Zeit reicht nicht mehr. Dazwischen Fragestellungen zu Parabeln und Muffinrezepten.

Die Vermieterin leiht sich das Auto wegen Anhängerkupplung, dabei lerne ich, dass ich mich für Taylor Swift Karten an der falschen Plattform angemeldet habe, nämlich bei ihr (also Taylor Swift, nicht der Nachbarin. Richtig wäre eine Anmeldung auf der Ticketplattform gewesen. Das bringt mich ins aktuelle Politikgeschehen, Stichwort zweihunderdreiundvierzig Millionen, ich schreibe das aus damit es angemessen viele Buchstaben sind, wegen der Dimension, eventim erhält davon auch einen Teil wie ich auf der Seite der tagesschau erfahre, wie soll man da, Siewissenschon.) Dass wir so aber keine Konzertkarten erhalten werden ist dennoch sehr bedauerlich. Etwas Eskapismus wäre wünschenswert.

Kurzer Plausch mit der Nachbarin, dort lasse ich zu viele Informationen. Schlecht.

Weil Mittwoch ist und ich und meine Stimme wiederhergestellt gehe ich zum Chor. Zum ersten Mal mit dem Flitzerad (bin bei Stadtradeln angemeldet und wurde darauf hingewiesen, dass unsere Kilometerzahl uns im hinteren Drittel rangieren lässt. Das kann ja nicht so bleiben). 8 Kilometer einfach, das ist gut zu machen, zumal topfeben. Auf dem Rückweg dann doch kurzer Halt fürs idyllische Foto.


Der Mann hat Pizza gebacken, danach noch ein nächtlicher Spaziergang mit der Tochter.


Weil der Tag und Abend noch nicht enden soll folgt ein kleiner Plausch auf der Terrasse mit dem Mann.

Um eins falle ich ins Bett.

23.4.22

Dosenobst und Nagelhaut - Bloggen wie Frau Novemberregen

Frau Novemberregen hat ja immer so gute Ideen, und heute habe ich nachgelesen - und gefragt, dass das erstellte Dokument (gerne mitmachen, sowohl befüllen als auch verbloggen :) mit den Blogthemen für alle da ist, früher™️ hieß das Blogparade glaube ich und vielleicht komme ich so auch mal wieder zum Bloggen.


Der Zustand der Welt im Allgemeinen und im Besonderen ist ja etwas aufwühlend, negativ, persönlich sogar ziemlich dunkel und anstrengend, da ist so ein kleines Hobby, bei dem ich mich mit vorgegebenen Themen befassen kann eine willkommene Abwechslung, und ich muss nicht immer nur aufpassen zu schreiben wie schlecht alles ist (es ist leider wirklich fast alles schlecht).

Kurz also zum Thema Dosenobst und Essen der der 1970/80er. 

3 große Gerichte fallen mir ein, erstens ist es der Geflügelsalat mit (allerdings echten) Trauben, Sellerie, einer Art Majonaise, (mitgekochtem) Sellerie, ich hasse Sellerie, aber hier konnte ich ein Auge zudrücken, sowie Dosenmandarinen, und Mandeln. Es gibt die Erzählung, dass ich eines Abends, vom Ausgang zurückgekehrt, die Schüssel leergemacht habe, die für einen Besuch vorbereitet worden war. Ich habe ihn noch nicht selbst probiert, ich mag ja keinen Sellerie, und so gut wie Mutter schaffe ich es eh nicht. Bei Trauben bin ich anspruchsvoll, sie sollen nicht wesentlich weiter gereist sein wie ich, das schränkt mich jahreszeitlich ziemlich ein, und dann soll das einfach ein Erinnerungsgericht bleiben.

Das bei Frau Novemberregen schon beschriebene Filet, mit Dosenpfirsichen, in die helle Soße wird kurz vor dem Servieren geschlagene Sahne untergerührt, wunderbar -mit breiten Nudeln!

Dann fällt mir noch der Nudelsalat von früher ein, den ich auch häufiger zubereite, und den erst heute TochterJ schnell gezaubert hat. Hörnchennudeln, Dosenchampignons, ErbsenMöhrchen, früher Fleischwurst, heute ohne, Curry, SalzPfeffer, Miracelwhipp balance (sonst spielten beim Kochen bei meinen Eltern kalorienreduzierte Zutaten keine Rolle, keine Ahnung, weshalb das hier anders ist) etwas Essig und Öl, voila!

schmeckt so 70er wie es aussieht

Dosenmandarinen und Pfirsiche werden weiter verlangt, wenn in der Familie Zahlenkuchen gelegt werden. Ich esse sie aber nichtmehr pur aus der Dose oder zu Grießbrei wie früher.

Archivbild

Dosenbirnen hingegen galten ja auch irgendwie als mondän, haben es aber nicht geschafft bei mir zu landen.

Nägel

Zum Thema Nägel ist schon alles gesagt, nur noch nicht von mir. 

Kaue ich seit ich denken kann, es muss oft raus, die innere Spannung baut sich ab. Heute habe ich es weitgehend im Griff, aber die Nagelhaut fissle ich gern ab.

Wenn ich lackiere habe ich Ruhe, Tochter J hat sich jetzt so eine Maschine gekauft, mit der auch ich mir schon den Speziallack mit Ultraschall fixieren ließ, toll! Sonst kann ich jeder Sorte Lack dabei zusehen, sich zu verkrümeln (außer der schnelltrockneden Nagelhärter in der geschwungengen Flasche von e*ss*ie, da dauert es ein paar Stunden länger)

Weil schon alles gesagt ist gebe ich kurz die Geschichte wieder, wie in meiner Jugend Anreize geschaffen werden sollten, nicht zu kauen, und zwar mit der Aussicht auf Ohrlöcher. Nicht geschafft, ich habe sie mir selbst gekauft, und dann gleich noch ein paar mehr dazu, war auch wieder nicht recht.

Inzwischen bin ich wieder bei zwei, also eins pro Ohr, die Aufregung hat sich also nicht gelohnt.

6.3.22

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT März 2022

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

Ich frage mich zunächst, warum ich schon so lange nicht mitgemacht habe, und naja, leider fehlen mir ein wenig die Worte über die Ereignisse der letzten Zeit. #wmDedgT Januar und Februar liegen im Entwürfeordner, werden es aber nicht rausschaffen. 

Normal weitermachen trotz Krieg und Corona, das ja überhaupt nicht vorbei ist, aber alle so tun, macht mir eine ziemliche Schere. Nun, das alles können andere viel besser formulieren, der Herr Buddenbohm zum Beispiel, ich kämpfe zu Hause mit meinen Gedanken.

Am Samstag ein Derby für die Töchter. Das heißt, eine Tochter, die andere hadert aus Gründen mit dem Verein, den Fußball findet sie toll, es ist eine Geschwister- oder Zwillingsthematik. Lass sie doch Tennis spielen, jaja, alles, sehr gerne, aber sie will nicht. Nun leben wir in einer Stadt, die aber mehr eine aneinandergewachsene Dörferstruktur ist. ÖPNV wird kleingeschrieben, und zwei verschiedene Mädchenfussballvereine zu finden und diese dann anzufahren (ein Wort aus der mobilen Krankenpflege, das ich nur ironisch verwenden kann, ich muss noch Herrn B anfahren, haha) ist auch ein logistisches Problem.

Ich wache früh auf, bin ja auch spät ins Bett. Lese das Internet leer, versuche mir einen Überblick zu verschaffen. Die Gedanken kreisen, Grübelproblematik.

Das Derby wurde akribisch von den motivierten Trainern vorbereitet, Tabellenerste gegen zweite, es ist ein Hinspiel, obwohl die beiden schon gegeneinander gespielt haben, dieses erste Spiel wurde von 'uns' verloren. Danach musste die Meisterschaft noch einmal neu organisiert werden, es ist also sowas wie eine zweite Chance. Mir war das zeitweise schon ein bisschen zu viel push, nicht alle kommen mit diesem erzeugte Druck zurecht, und der gegnerische Verein hat das auch alles ein bisschen zu ernst genommen. Es soll auch ein bisschen Hobby sein und Spaß machen, klar ist es ernst zu nehmen, und schön, dass sie erfolgreich sind, wir hatten auch schon andere Zeiten.

Zöpfe geflochten, schlechte Laune ausgehalten (sagte ich schon, dass familienintern zwischen Töchtern und Mutter gerade alles nicht eben rundläuft) dann beide zum Vereinsheim gefahren. Auf dem Rückweg eine Retoure weggebracht (dpd Stellen sind rar). Die vermeintlich lange Zeit genutzt, schnell einen Gewürzkuchen zu backen, das Rezept noch von meiner Oma 1992 handgeschrieben. Dieser Kuchen verdient aus Gründen einen eigenen Beitrag, den ich schon mehrfach im Geiste vorgeschrieben habe, etwas Geduld bitte.

Hui, ich bin spät dran, stelle den Timer, lasse den Kuchen alleine fertigbacken und fahre die Kinder incl. Mitspielerin vom Vereinsheim zur Spielstätte. Dann muss ich noch einmal nach Hause, den Mann und Zubehör holen. Die nächsten 2 Mal 35 Minuten sind sehr spannend. Die Spielerinnen begeistern mich bzw uns mit wunderbarem Fußball. Das ist ja ‚nur’ Kreisliga, aber wie die kombinieren, durchstecken, passen, vorausschauen, dribbeln, verteidigen, umschalten, rennen, abwarten, eine Freude. Natürlich gelingt auch mal etwas nicht, aber das hat schon Niveau und macht Spaß beim Zuschauen. Auch eine hervorragende Schiedsrichterleistung. Mit Ansage an die Eltern, Hilfe während des Spiels (Hört nicht auf zu spielen bis der Schiedsrichter pfeift. Macht Ihr ne Mauer? Braucht Ihr nicht.) Ansage an die Männer, die uns nicht merkenlassen, dass da grade ein Spiel läuft und rücksichtslos neben dem Platz pöhlen. Am Ende gehen unsere mit drei Punkten nach Hause. Derbysieg, Tabellenführung, sie freuen sich. Das darf wirklich sein, wir feiern sie. Das alles bei wunderbarem Sonnenschein. Das obligatorische BlauerHimmelBild wurde auch gemacht. 

Heimfahrt mit Diskussion über Treffen in Abwesenheit und Vulkanausbruch. Wir finden eine Lösung, aber erst essen wir Gewürzkuchen, im Rezept steht lapidar, Oma habe einen Puderzuckerguss gemacht, und wissen Sie was? Obwohl es unter anderem um diesen Guss geht und gehen soll beim erwähnten Beitrag oben, schaffe ich es nicht, das heißt, es fällt mir nicht einmal ein, einen Guss herzustellen sondern ich experimentiere mit Puderzucker und dieser Dekoschablonenform, die ich seit 30 Jahren habe aber gestern gefühlt erst zum vielleicht dritten Mal benutzt habe und erzeuge so Kakaoherzen. Erst beim Verspeisen fällt mir auf, dass die knackige Zuckergussumhüllung Teil dieses Kuchens sein muss.

Die Tochter wird ins Schulstädtchen gebracht, auf dem Rückweg bringe ich noch eine Retoure weg. Dann machen wir uns fertig, wir sind nach zwei  (drei?) Jahren mal wieder mit den Nachbarn verabredet und wollen Essengehen. Ich schminke mich zum zweiten Mal seit März 2020, schaffe es aber leider nicht, die Fingernägel dunkel zu lackieren, es reicht grade noch für Klarlack, aber man kann nicht alles haben. Mit der Seidenbluse bin ich etwas overdressed, und später gelangt irgendwie Rotwein auf den Ärmel, aber ich wollte auch mal die schönen Sachen tragen, wenigstens.  Wir fahren mit Bus und Bahn, also Bus und genießen ein Viergängemenü mit Weinbegleitung. Das ist sehr nett. Es tut mir gut, so zu tun, als sei das irgendwie normal.

Wir werden auf einen Absacker eingeladen, das nehmen wir an, und als wir um kurz nach zwölf? nach Hause kommen springen die Töchter noch rum. Na ja, was erwarte ich. Abschminken, lieber kein Internet mehr, Bett. Ein bisschen viel Rumgefahre, und viele zweite und dritte Male so beim Durchlesen. Egal, ich lass das jetzt so.

6.12.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT Dezember 2021

 Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

Dezember 2021

Sonntag, 2. Advent

heute ist ja schon Nikolaus, aber der Sonntag war so irgendwie schön, das möchte ich gerne nachholen.

Also spät ins Bett, #halbzweitweet easy, nachdem der Vorabend mit Fußball, Einkauf und JamesBondgucken (skyfall) etwas länger ging. 

Also auch spät aufgewacht bzw aufgestanden. (10:30)

Kolleginnenadventskalender geöffnet, Würzöl und selbstgemachtes Bienenwachstuch, bestimmt imkert die Kollegin (immer grimmig, unfreundlich, na ja, man denkt sich seinen Teil als outgesourcte Ungelernte, aber, wie immer, leider im Sommer überraschend der Mann gestorben :( ich schäme mich mal wieder und tue (wieder einmal) Buße.

Frühstück mit Aufbackbrötchen, schon Mittag, keine Eier, prangerpranger, und dann wird es recht himmlisch, weil das Haus so sauber ist, toll, und ich entscheide, einen freien Tag zu haben. Kann ja leider nichts backen!

Der Besuch, der dann doch nach reiflicher Überlegung abgesagt, uns aber das aufgeräumte Haus beschert hat, meldet sich zum Videocall und hat Frohbotschaften, yippih.

Über der Laune von Tochter R hängen dicke dunkle Wolken. Ein Jahr hat sie hingefiebert, vorher gespart und verhandelt, doch zur comicon mit Fotosession zu dürfen, Patentante eingeladen zum Mitgehen, und dann sagen alle Idole ab. 

Etwas spät (möglicherweise jedoch besser als nie) ermutigen wir sie dann doch, trotzdem mal hinzufahren um dortgewesen zu sein, die Eintrittskarten hatten wir ja. Der Mann erbarmt sich, sie radeln hin (gleich noch frische Luft, winwin) TochterJ trifft sich mit einer Freundin, sie spielen ein bisschen Tischtennis. Währenddessen versuche ich, Struppi endlich fertigzustellen, ich bin wirklich late to the party dieses Jahr (spoiler bzw Geständnis 6.12.: er hängt immer noch nicht)


(die Kerzen standen nackt einfach so erleuchtet auf dem Frühstückstisch, daher schon angezündet)

Ich begebe mich im Internet auf die Suche nach Beleuchtung. Wir haben ja neue Fenster, jetzt doppelflüglig, nichts passt mehr, bzw der Nostalgiebogen meiner Oma ist letztes Jahr kaputtgegangen, ich kann mich allerdings mal wieder nicht entscheiden und vertage.

Elterntelefonat.

Gegen 19:00 Uhr kocht das Bob Gabelgericht, posche Papadelle mit Pilzhack, und die Patentochter/tante (also, sie ist die Patentochter des Mannes und jetzt die Patentante unsrer Tochter) meldet sich nochmal  zum escape gamen. Sehr vergnüglich, mit leichten Abzügen beim Verhalten der ZwillingstochterJ, über das wir jedoch den Mantel des Schweigens breiten möchten. 

Nachdem die Kinder dann im Bett sind mühsames Aufrechthalten um die Stiefel noch zu befüllen.  

Insgesamt unspektakulär aber nett. 

möchte ergänzen: (zwei Waschmaschinenladungen und einmal Duschen mit halbherzigem  ipl)

wünsche fröhliches Stiefelleeren gehabt zu haben


5.11.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT November 2021

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?‘ und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

November 2021

Freitag

Um eins ins Bett, das ist natürlich wie immer viel zu spät, wenigstens habe ich das Haus soweit vorbereitet. Ich fühle mich krank, habe aber kein Fieber, Selbsttests sind seit drei Tagen negativ.

6:20 klingelt der Wecker, Kinder aus dem Haus begleitet, letzte Sachen aufgeräumt, ein großer Tag, endlich wird mal wieder fremdgeputzt bei uns, juhuu!

Arbeit von 8:00 bis 11:30, Großthema Martin, da hätte ich viel zu schreiben, aber. Sport. Jugendamtbesuchnachbearbeitung.

Große Pläne für nach der Arbeit. Umgesetzt habe ich aber nur Telefonate, naja, mit dem Arbeitgeber über das Gespräch, mit der Impfärztin einen Boostertermin ausgemacht und Essen gemacht, Bob Gabelgericht, mal wieder. Zwei Karten und zwei signalnachrichten formuliert, manchmal fordert das meine ganzen Reserven. Eine Runde Riverdale und Modern Familiy mit den Töchtern genickert.

Fußballtrainingtaxi. In der Zwischenzeit bringe ich Altglas weg, kaufe Adventskrankzkerzen, dieses Jahr weiß, die Familie muss ich noch informieren, (Paraffinmangel!) einen unüblichen Herbststrauß zusammengestellt, Besorgungen für potentiellen Besuch morgen, mal sehen.




Eventuell werfen größere Entscheidungen ihre Schatten voraus, das fordert mich etwas. (Himmel. Wieso schreibe ich eigentlich diesen Bericht, wenn ich dann doch nur verklausuliert tippe?)

Zu Hause dann Port zum Wochenendeinklang, ohne genügend vorherige Flüssigkeitszufuhr tagsüber eine Herausforderung, Brokkoli nach NYT bzw Frau Gröner aus dem Backofen, die Restfamilie daddelt, und überlegt bzw organisiert Wochenendeaktivitäten.

Möglicherweise gehe ich bald ins Bett. Sollte es anders kommen, trage ich nach.


5.9.21

was machst Du eigentlich den ganzen Tag? #wmDedgT September 2021

Frau Brüllen fragt das Internet und wir beantworten  das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT

September

Sonntag!

Wir haben eine aufbereitete Bank meiner Großtante vorm Haus stehen, diese entdecken wir gerade zum nächtlichen Sitzen (die Shifttaste rechts klemmt, ich hatte ja keine Ahnung, wie oft ich da so draufdrücke19 ;)

Da saßen wir als und genossen die laue Spätsommernacht bis 2.

Dafür war ich um 8 leider schon sehr wach, konnte aber noch ein bisschen im Bett das Internet leerlesen.

Aufgebackene Brötchen zum Frühstück, dann sollte endlich die Runde Zug um Zug fertiggespielt werden. Das Spiel hat Schwächen, mir ist es auf unangenehme Art kompetitiv, wir mussten uns fast zwingen, miteinander zu reden und uns gegenseitig unsere Züge (haha) zu erklären. Schade, dass es fast keine Interaktion gibt. Daher gefällt mir TochterRs Zusammenfassung gut: leider nur eine Mischung aus scotland yard und monopoly.

Das Wetter war bis zum späten Vormittag keineswegs so berauschend wie angekündigt. Der Besuch hatte sich doch anderweitig verabredet, es wurde ein Gammelbeschluss gefasst.

Den ich dann gleich im Hängesessel in der mittlerweile prallen Sonne umsetzte, kleines Schläfchen, oha, rote joriste.

Es fehlten allerdings Eier für den Waffelbeschluss. Manchmal ruft es in mir nach Bewegung, also fuhr ich den Weg zum Biohof mit Sonntagsöffnung (wegen Cafe, kleinem Streichelzoo und Wasserspielplatz lohnt sich das für die vielen Familien und den Hof) mit dem Rad und war erstaunlich schnell hin und zurück. Making of Waffeln, wir haben den Einsatz neu, ich bin nicht soo begeistert, Teig war super, wie alle Backideen und Veröffentlichung drüben bei Frau Frische Brise (dummerweise nicht doppelte Menge)

Danach noch einmal bisschen Chillen im Hängesessel, diesmal mit der Ambition, zum allerletzten Mal aufzudröseln. Vor mittlerweile vier Jahren habe ich beim strick-mich-Abo mitgemacht, davon liegen immer noch Projekte rum. Wolle und Anleitung sind super, aber ich kann dann doch nicht so gut stricken, dass ich Fehler gut finde und vor allem solch für mich sehr schweren Muster wieder zurückstricken kann. Auf der Fahrt zur re:publica startete ich den ersten Versuch, den zweiten dann letzte Woche auf der langen Zugfahrt. Nun habe ich ca 15 Mal den Anfang nicht geschafft. Der Ehrgeiz ist da, es sparkt auf ne Art Joy, aber die Art, ich gebe es zu, ist von ganz spezieller Sorte. Schade. *aufribbel*


Zum Abendessen schnell ein paar marinierte Fetas in den Backofen geschoben, übrige Kartoffeln der Woche gebraten, Salat, Rohkost, und dann mit den Kindern weiter rumüberlegt. Gute Gespräche entstehen da, das ist schön. Wir dürfen gespannt sein. 

Garnicht mal so viel passiert, zwei Maschinen Wäsche trage ich noch nach, ein paar Pullis bestellt, jetzt noch Überweisungen.

Noch fünf Wochen bis Herbstferien, morgen Elternabend, ich habe schon noch ein paar Themen, es soll bald mal weitergehen hier.


#wmDedgT September 2026

Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #...