also heute, ne. Um zehn nach acht aufgewacht, aus dem Bett geschält, ein Kind schläft noch, eins daddelt schon, macht sich aber bald auf, Brötchen zu kaufen, die Tolle. Gemeinsames Frühstück, darüber die Maus verpasst, zum Gottesdienst fertig gemacht, aber doch zu spät um es in die weiter entfernte Lieblingsgemeinde zu schaffen, also Planänderung, pünktlich losgegangen, stehen wir vor verschlossenen Kirchentüren weil heute nur der Gottesdienst zur Firmung um 15:00 stattfindet. Angebrochenen Vormittag genutzt zum Äpfelpflücken, das wollten wir mal wieder, also ans andere Ende der Stadt gefahren mit zwei Bananenkartons und zwei Textiltaschen. Erst fragen sie noch, ob wir wirklich ein Schubkarre brauchen, fügen sich aber schnell. Bisschen rumgepflückt, viele hänge zu hoch, eine anschauliche Situation für die zu sauren Trauben, die in der Fabel just letzte Woche in der Deutscharbeit abgefragt wurde, Freizeiterfahrung mit Bildungswert, die Kinder hassen das selbstverständlich, ich komme mir als Städterin ziemlich amputiert vor, an einige Äpfel mangels adäquatem Gerät nicht dranzukommen, trotzdem: zack, alles voll, über 60 Kilo, 130 Euro, soviel hab ich garnicht bar! und soviel wollte ich auch garnicht, wohin damit anyway? frage ich mich und andere bedröppelt, kommt ein Radler und bietet uns an, uns etwas abzunehmen. Die dm Tasche kauft er auch gleich noch. Die junge Frau hinter mir beichtet, ihr sei es im Vorjahr ähnlich gegangen, die Verkäuferin hat strickte Anweisung, alle fremdgepflückten an die jeweilige Person zu verkaufen, ich verstehe das total, aber bei mir könnte sie doch eine Ausnahme machen, oder? Macht sie nicht, ich muss in den nächsten Stadtteil zum Geldomaten fahren, erwäge kurz eine anonyme Apfelflucht, habe aber ja die Kinder dabei, ein Drama. Konsterniert kehre ich mit mehr als einem halben! Zentner! (man muss sich das mal vorstellen!) Äpfel zurück in die Eigenheimsiedlung. Unsere vorstädtische Infrastruktur ist ja für sowas überhaupt nicht mehr gemacht. Ich lasse die Äpfel im Auto und plane vorsichtig die nächste Woche. Wir fahren ja zu allem Elend in den Herbstferien eine Woche weg! Die Tiefkühle ist immer noch maximal voll, zu voll jedenfalls und zu unabgetaut für eine Apfelmusflut. Kind J macht fleißig Speisepläne, die Apfelrezepte enthalten, R isst einen Apfel auf der Fahrt, davon wird ihr vorsorglich schlecht. Zu Hause ignoriere ich die challenge und mache weiter die Wäsche, während die Kinder was glotzen bügle ich. Obwohl heute zwei Maschinen Wäsche gelaufen sind bleiben wohl noch drei oder vier. Ist aber machbar vor Mittwoch. Mathe geübt, drumsticks in den Backofen, Karottensalat (selbstverständlich mit Apfel) und grünen Salat dazu, aber leider mal wieder viel zu spät. Instrumente wurden nicht geübt, das arme Tier am Abend, der prasselnde Regen ist gut gegen Tinnitus, jetzt noch kurz eine Partie Wäsche, Achtsamkeit und Apfel und dann aber ab in die Woche, vorher noch Termine verschieben (hier Wortspiel mit äpfeln einfügen).
6.10.19
#wmdedgT Oktober 2019
oh! es ist schon wieder der 5. Ja dann mal los #wmdedgT Tagebuchbloggen mit Frau Brüllen:
Halb zwei ins Bett, da war ja auch schon der 5. Die Kinder hatten Übernachtungsbesuch und bis kurz vor halb zwölf getagt. Mein Abend fängt ja immer erst an, wenn die Kinder schlafen, das zieht sich in solchen Fällen etwas nach hinten. Da die nächsten Ferien vor der Tür stehen und ich ein-mal früher dran sein will steht dieses Wochenende stark unter dem Eindruck von Wäschewaschen. Am Feiertag haben wir endlich die Kinderzimmer in eine Art endgültige Fassung nach Renovierung gebracht, d.h. letzte Kisten ausge-bzw. verrräumt, Vorhänge angebracht und Bilder aufgehängt, sodass das sogenannte Mittelzimmer wieder begeh- und bespielbar ist. Jippih! Da kann jetzt also auch wieder Wäsche aufgehängt werden. Könnte, würden die Kinder nicht dort schlafen. Wo war ich? Wäsche. Dazu ferngeglotzt, Böhmermann nachgeschaut, bisschen gestrickt, Bett.
Geschlafen bis 9:20. Die Kinder spielen schon. Irgendwas mit Geburtstag. Dann wird die Tür zum Elternschlafzimmer leise geschlossen (nicht von mir!), ich stehe trotzdem auf. R möchte Rührei machen zum Frühstück. Dann wird weiter gespielt, ich räume mein Zeug hin und her, nehme mir vor, endlich die von Frau Brise vorgeschlagenen und bestellten Bücher im Stadtteilbuchladen abzuholen (der Rest liegt schon hier, die Idee finde ich einfach so super, ich denke, wir können nie genug darüber sprechen. Wenn nochmal niedrigschwellig Bücher rumliegen gibt das auch Sicherheit vor der bereits erwarteten Aufklärungsrunde in der Schule nach den Weihnachtsferien, und da schadet ein gewisser Wissensvorsprung vor hauptsächlich rumblödelnden Jungs auch nicht. Sie haben die erste Runde schulischer Aufklärung übrigens wegen Waldorf verpasst). Bevor ich loskann muss ich aber noch entscheiden, was am Wochenende gegessen werden soll, das sollte ich dann einkaufen. Räumediräum. Dazwischen versuche ich noch ein allerletztes Mal, den Sonnenmilchfleck auf dem Beifahrersitz zu entfernen, erfolglos. Dann noch schnell neuen Browser installiert, auf dem anderen läuft seit dem letzten Update twitter nicht mehr, ich bin ganz abgeschnitten, komme aber auch mal wieder zu was. Installation erfolgreich, jetzt müsste ich halt mein Passwort raussuchen, irgendwas ist immer.
Irgendwann ist die Küche aufgeräumt, das Wohnzimmer begehbar, zwei Ladungen Wäsche (insgesamt habe ich 5 Ladungen gewaschen, etwa 4 to go, Mittwoch soll es fertig sein) aufgehängt, die Kinder draußen bzw. bei der Freundin. Also stricke ich den Schlauchschal von R zuende, und erledige Näh- und Ausbesserungsarbeiten, die ich teilweise schon monatelang vor mir herschiebe. Ich habe mir letztes Jahr zum Heizperiodenbeginn schöne Gieß*wein Hausschuh'ballerinas' geleistet, bei denen bereits jetzt der Strickfilz Löcher hat. Reklamieren?
keine große Herausforderung stricktechnisch, sollte eigentlich vom Kind selbst gestrickt werden, jetzt ist es halt mal fertig, ist auch mal schön, das Zeug nicht länger als zwei Jahre rumliegen zu haben.
R möchte Pfannkuchen backen, das hatte ich gestern versprochen, das schafft etwas Entspannung an der Rezeptesuch- und Einkaufsfront, also nur kurzer Spaziergang mit TochterJ zum ede um die Ecke für Brokkoli, Milch, Radieschen.
20:00 kurze Lernsession während der Pfannkuchenteig zieht. Erstes Pfannkuchenbraten mit zwei Kindern und daher auch zwei Pfannen in den neuen Klamotten ohne vorher groß die Abläufe besprochen zu haben (also Theorie wäre in der Theorie immer meine erste Wahl, aber ach), mir gehen nur gaaanz bisschen die Nerven durch. Stellt sich raus, J möchte gar keine Pfannkuchen, Flädlesuppe ist aber ok, puh, Kurve eben noch so bekommen.
Die Kinder sind dann kurz nach elf im Bett, unter großem Ah und Ihh werden diese fliegenden Dinger, wir nennen sie Schneider beim Aneinanderhängen beobachtet, ich habe leider keine Detailinformationen dazu,behaupte aber versteige mich in der Aussage, dass für diese Tiere für Sex Verliebtsein möglicherweise! eine untergeordnete Rolle spielt (edit: weise aber darauf hin, dass man darüber eventuell einfach noch zu wenig weiß) und bringe sie raus, also die Schneider. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das mal so cool hinbekomme und nicht mitschreie.
Kurz eine weißes Rauschen App runtergeladen, ich bin dermaßen genervt von meinem Tinnitus, aber nicht drauf achten hilft leider auch nicht. Scheint für mich leider irgendwie keine Lösung, ich kann mich nicht die ganze Zeit bedudeln, und wenns nur Rauschen ist. (Dieses ganze Elektronikdings, das dauert bei mir immer alles ewig. Gefühlt habe ich vier Stunden wa s geschrieben und Zeug installiert, nix mit malschnell.)
Oh, schon Mitternacht vorbei! Tisch bleibt jetzt so, Küche mach ich gleich noch fertig, eine Art Feierabenddings muss noch sein. Bisschen lesen, glotzen, sowas, den Mann nochmal anrufen. Na klar wird es hier immer halb zwei, ne?
Heute leider alles erschreckend unspektakulär aber auch ohne die großen Fallstricke von müssenwirnoch und habenwirnichtgeschafft. Das war gut.
Halb zwei ins Bett, da war ja auch schon der 5. Die Kinder hatten Übernachtungsbesuch und bis kurz vor halb zwölf getagt. Mein Abend fängt ja immer erst an, wenn die Kinder schlafen, das zieht sich in solchen Fällen etwas nach hinten. Da die nächsten Ferien vor der Tür stehen und ich ein-mal früher dran sein will steht dieses Wochenende stark unter dem Eindruck von Wäschewaschen. Am Feiertag haben wir endlich die Kinderzimmer in eine Art endgültige Fassung nach Renovierung gebracht, d.h. letzte Kisten ausge-bzw. verrräumt, Vorhänge angebracht und Bilder aufgehängt, sodass das sogenannte Mittelzimmer wieder begeh- und bespielbar ist. Jippih! Da kann jetzt also auch wieder Wäsche aufgehängt werden. Könnte, würden die Kinder nicht dort schlafen. Wo war ich? Wäsche. Dazu ferngeglotzt, Böhmermann nachgeschaut, bisschen gestrickt, Bett.
Geschlafen bis 9:20. Die Kinder spielen schon. Irgendwas mit Geburtstag. Dann wird die Tür zum Elternschlafzimmer leise geschlossen (nicht von mir!), ich stehe trotzdem auf. R möchte Rührei machen zum Frühstück. Dann wird weiter gespielt, ich räume mein Zeug hin und her, nehme mir vor, endlich die von Frau Brise vorgeschlagenen und bestellten Bücher im Stadtteilbuchladen abzuholen (der Rest liegt schon hier, die Idee finde ich einfach so super, ich denke, wir können nie genug darüber sprechen. Wenn nochmal niedrigschwellig Bücher rumliegen gibt das auch Sicherheit vor der bereits erwarteten Aufklärungsrunde in der Schule nach den Weihnachtsferien, und da schadet ein gewisser Wissensvorsprung vor hauptsächlich rumblödelnden Jungs auch nicht. Sie haben die erste Runde schulischer Aufklärung übrigens wegen Waldorf verpasst). Bevor ich loskann muss ich aber noch entscheiden, was am Wochenende gegessen werden soll, das sollte ich dann einkaufen. Räumediräum. Dazwischen versuche ich noch ein allerletztes Mal, den Sonnenmilchfleck auf dem Beifahrersitz zu entfernen, erfolglos. Dann noch schnell neuen Browser installiert, auf dem anderen läuft seit dem letzten Update twitter nicht mehr, ich bin ganz abgeschnitten, komme aber auch mal wieder zu was. Installation erfolgreich, jetzt müsste ich halt mein Passwort raussuchen, irgendwas ist immer.
Irgendwann ist die Küche aufgeräumt, das Wohnzimmer begehbar, zwei Ladungen Wäsche (insgesamt habe ich 5 Ladungen gewaschen, etwa 4 to go, Mittwoch soll es fertig sein) aufgehängt, die Kinder draußen bzw. bei der Freundin. Also stricke ich den Schlauchschal von R zuende, und erledige Näh- und Ausbesserungsarbeiten, die ich teilweise schon monatelang vor mir herschiebe. Ich habe mir letztes Jahr zum Heizperiodenbeginn schöne Gieß*wein Hausschuh'ballerinas' geleistet, bei denen bereits jetzt der Strickfilz Löcher hat. Reklamieren?
keine große Herausforderung stricktechnisch, sollte eigentlich vom Kind selbst gestrickt werden, jetzt ist es halt mal fertig, ist auch mal schön, das Zeug nicht länger als zwei Jahre rumliegen zu haben.
Auch runter von der To-do-Liste: wenigstens mal die Staubwedel auf den Küchenschränken saugen, der Rest wird nach den Ferien erledigt. Dazwischen Orgakram über wa - die Trainerin hat ein neues System angeboten, Apps installieren, Anmeldungen, geht doch nicht für Zwillinge, support anschreiben, Konto wieder löschen, neue E-Mail, you get the picture. Im Zuge der Kommunikation mit der Trainerin klärt sich auch das Missverständnis, dass die Töchter nicht aufgestellt sind für das Spiel am morgigen Sonntag (um fricking 8:30!) - ich hatte in Erwartung eines möglicherweise langen Wochenendes bereits in den Sommerferien vorgewarnt, wir könnten nicht, und das nicht revidiert. Die Kinder hingegen war arg geknickt, dass sie nicht aufgestellt waren. Jetzt also die Frage, ob wir trotzdem hinfahren (und ich hatte mich schon auf ein fußballfreies Wochenende gefreut) Hab ich fußballfrei gesagt? Eben fällt den Töchtern auf, dass heute Länderspiel ist, also Glotze angeworfen, Gwinn und Popp beim Gewinnen zugesehen. Meine Lust (und das Zeitfenster) zum Schoppen schwinden. Die Kinder finden die neuen Klamotten einer Fußballkollegin, lange Anprobe und Übernahmeverhandlungen. Ich schreibe mir eine Liste, um mir zu zeigen, dass ich auch schon bisschen was geschafft habe.
Schulzeug. Mathehausaufgaben werden seit neuestem übers elektronische Kommunikationssystem der Schule verteilt, alles gut und schön, soll zu Hause ausgedruckt werden (quo vadis, 10 Euro** Kopiergeld?) es handelt sich aber um 4** bunte Seiten, da lediglich schlechte Bildchen mit dem Smartphone aufgenommen und dann in irgendein Fenster kopiert wurden. Was machen eigentlich Eltern, die weder Zeit noch Gelegenheit haben, sich um solchen Killefit zu kümmern? Also nochmal in word kopiert und ausgedruckt. Selektion durch Erpressung von Elternmithilfe.R möchte Pfannkuchen backen, das hatte ich gestern versprochen, das schafft etwas Entspannung an der Rezeptesuch- und Einkaufsfront, also nur kurzer Spaziergang mit TochterJ zum ede um die Ecke für Brokkoli, Milch, Radieschen.
20:00 kurze Lernsession während der Pfannkuchenteig zieht. Erstes Pfannkuchenbraten mit zwei Kindern und daher auch zwei Pfannen in den neuen Klamotten ohne vorher groß die Abläufe besprochen zu haben (also Theorie wäre in der Theorie immer meine erste Wahl, aber ach), mir gehen nur gaaanz bisschen die Nerven durch. Stellt sich raus, J möchte gar keine Pfannkuchen, Flädlesuppe ist aber ok, puh, Kurve eben noch so bekommen.
Die Kinder sind dann kurz nach elf im Bett, unter großem Ah und Ihh werden diese fliegenden Dinger, wir nennen sie Schneider beim Aneinanderhängen beobachtet, ich habe leider keine Detailinformationen dazu,
Kurz eine weißes Rauschen App runtergeladen, ich bin dermaßen genervt von meinem Tinnitus, aber nicht drauf achten hilft leider auch nicht. Scheint für mich leider irgendwie keine Lösung, ich kann mich nicht die ganze Zeit bedudeln, und wenns nur Rauschen ist. (Dieses ganze Elektronikdings, das dauert bei mir immer alles ewig. Gefühlt habe ich vier Stunden wa s geschrieben und Zeug installiert, nix mit malschnell.)
Oh, schon Mitternacht vorbei! Tisch bleibt jetzt so, Küche mach ich gleich noch fertig, eine Art Feierabenddings muss noch sein. Bisschen lesen, glotzen, sowas, den Mann nochmal anrufen. Na klar wird es hier immer halb zwei, ne?
Heute leider alles erschreckend unspektakulär aber auch ohne die großen Fallstricke von müssenwirnoch und habenwirnichtgeschafft. Das war gut.
**Zahlwörter bis zwölf ausschreiben, ja, mir war danach.
3.10.19
Feiertagsgedanken
am Mittwoch nicht zum Fußballtraining gefahren und das kam so, dass die Töchter sich um eine Nichtigkeit sehr, sehr zerstritten und so schlimm angezickt haben, dass ich mich leider sehr emotional, aber eben geweigert habe, meinen Fahrdienst anzutreten. Ich schreibe nicht gerne gezickt, ich mag dieses Wort nicht und es auch in keinem Zusammenhang verwenden, aber mir fällt keine bessere Umschreibung dieses gemeinen Stachelsetzens und Gifpfeilwerfens ein.
Der Tag endet im Übrigen ebenfalls mit einem Eklat: wieder wurde um etwas völlig Unbedeutendes gestritten, plötzlich ist das neu gestaltete Türschild von R kaputtgerissen. Natürlich sind das keine großen Ereignisse, sie verschwimmen hinter den Schicksalen Anderer, ich komme mir geradezu kleinlich vor, darüber zu berichten. Wie schade, sich davon das Leben beeinträchtigen zu lassen.
Am Feiertag viel geschafft, aber natürlich nicht genug. Zuerst Bouldern gewesen mit einer anderen Zwillingsfamilie. Die Freundin ist Sonderpädagogin und erzählte ein bisschen aus dem Nähkästchen, 7 von 8 Kindern in der ersten Förderschulklasse haben keinen deutschen Sprachhintergrund, und auch andere Schriften, sind aber hochmotiviert, es werden Erfolgsgeschichten geschrieben, viele blühen auf, sind aber von vornherein ziemlich sicher nur kurz da (sie kommen zB aus Georgien, wurden dort auf dem Rücken des Vaters getragen, zuerst, nach vielen Vorfällen des Besprucktwerdens hat der Junge dann sechs Jahre im Haus zugebracht. Die Familie muss zurück, ziemlich sicher, trotz Arbeit und sichtbarer Integrationsbemühungen, Georgien ist ein sicheres Herkunftsland. Solche Geschichten gibt es sicher zu tausenden, ich möchte kein Fass aufmachen, nur beschreiben, was mich bewegt.) Woran das liegt (ich dachte, das ist hauptsächlich Einzugsgebiet, da sie die Schule gewechselt hat). Sie erklärt, dass die Eltern, die sich engagieren, versuchen, für ihre Kinder Integrationsplätze auf Regelschulen zu ergattern, und vorgeburtliche Diagnostik tatsächlich zu weniger Kindern mit mehrfacher (angeborener?) Behinderung führen. Für manche gesellschaftliche Gruppen kommt das nicht in Frage.
Mich beschäftigt das. Wir hatten kürzlich einen Fall in der weiteren Familie. Die werdenden Eltern haben sich gegen das Kind entschieden. Ich hätte sie gern anderweitig beraten. Ich meine das nicht verurteilend. Und jetzt? Wie damit umgehen? Die beiden trauern ganz sicher, udn diese Trauer geht nicht weg. Wie kann man da die richtigen Worte des Trostes finden, wenn man gleichzeitig so viel weiß aber nicht genug. Zur selben Zeit endet heute der getwitterte Blog über die Lebens- Sterbens- und Familiengeschichte von Joseph und seiner Familie, das geliebte Kind, das heute vor zwei Jahren gestorben ist. Die Netzfamilie trauert mit. Welche Stärke und Kraft aus den Worten spricht, trotz (oder gerade wegen) der Trauer. Meine Gedanken sind bei allen.
Wie der Umgang mit den Schwächsten ist, daran erkennt man am besten den Zustand einer Gesellschaft.
Der Tag endet im Übrigen ebenfalls mit einem Eklat: wieder wurde um etwas völlig Unbedeutendes gestritten, plötzlich ist das neu gestaltete Türschild von R kaputtgerissen. Natürlich sind das keine großen Ereignisse, sie verschwimmen hinter den Schicksalen Anderer, ich komme mir geradezu kleinlich vor, darüber zu berichten. Wie schade, sich davon das Leben beeinträchtigen zu lassen.
Am Feiertag viel geschafft, aber natürlich nicht genug. Zuerst Bouldern gewesen mit einer anderen Zwillingsfamilie. Die Freundin ist Sonderpädagogin und erzählte ein bisschen aus dem Nähkästchen, 7 von 8 Kindern in der ersten Förderschulklasse haben keinen deutschen Sprachhintergrund, und auch andere Schriften, sind aber hochmotiviert, es werden Erfolgsgeschichten geschrieben, viele blühen auf, sind aber von vornherein ziemlich sicher nur kurz da (sie kommen zB aus Georgien, wurden dort auf dem Rücken des Vaters getragen, zuerst, nach vielen Vorfällen des Besprucktwerdens hat der Junge dann sechs Jahre im Haus zugebracht. Die Familie muss zurück, ziemlich sicher, trotz Arbeit und sichtbarer Integrationsbemühungen, Georgien ist ein sicheres Herkunftsland. Solche Geschichten gibt es sicher zu tausenden, ich möchte kein Fass aufmachen, nur beschreiben, was mich bewegt.) Woran das liegt (ich dachte, das ist hauptsächlich Einzugsgebiet, da sie die Schule gewechselt hat). Sie erklärt, dass die Eltern, die sich engagieren, versuchen, für ihre Kinder Integrationsplätze auf Regelschulen zu ergattern, und vorgeburtliche Diagnostik tatsächlich zu weniger Kindern mit mehrfacher (angeborener?) Behinderung führen. Für manche gesellschaftliche Gruppen kommt das nicht in Frage.
Mich beschäftigt das. Wir hatten kürzlich einen Fall in der weiteren Familie. Die werdenden Eltern haben sich gegen das Kind entschieden. Ich hätte sie gern anderweitig beraten. Ich meine das nicht verurteilend. Und jetzt? Wie damit umgehen? Die beiden trauern ganz sicher, udn diese Trauer geht nicht weg. Wie kann man da die richtigen Worte des Trostes finden, wenn man gleichzeitig so viel weiß aber nicht genug. Zur selben Zeit endet heute der getwitterte Blog über die Lebens- Sterbens- und Familiengeschichte von Joseph und seiner Familie, das geliebte Kind, das heute vor zwei Jahren gestorben ist. Die Netzfamilie trauert mit. Welche Stärke und Kraft aus den Worten spricht, trotz (oder gerade wegen) der Trauer. Meine Gedanken sind bei allen.
Wie der Umgang mit den Schwächsten ist, daran erkennt man am besten den Zustand einer Gesellschaft.
2.10.19
Oktoberplan
nach Frau Frische_Brise mach ich hier mal meinen Plan auf:
im Oktober werde ich:
- weiter freitags in die Schulbücherei gehen
- Äpfel pflücken
- eine andere Zwillingsfamilie treffen, die wir seit der Schwangerschaft kennen
- ins Theater gehen mit einer Freundin
- einer anderen zusehen
- den 15. Geburtstag des Neffen feiern
- auf einem großen Fest den 50. einer Freundin nachfeiern
- Herbstferien genießen, daheim und unterwegs
- (mindestens) ein Fotobuch gestalten und damit endlich gute Vorsätze realisieren
- montags pilatisieren
- dienstags achtsam sein
- mittwochs kurzsporteln
- mich an den Wochenenden auf Sportplätzen rumtreiben
im Oktober werde ich:
- weiter freitags in die Schulbücherei gehen
- Äpfel pflücken
- eine andere Zwillingsfamilie treffen, die wir seit der Schwangerschaft kennen
- ins Theater gehen mit einer Freundin
- einer anderen zusehen
- den 15. Geburtstag des Neffen feiern
- auf einem großen Fest den 50. einer Freundin nachfeiern
- Herbstferien genießen, daheim und unterwegs
- (mindestens) ein Fotobuch gestalten und damit endlich gute Vorsätze realisieren
- montags pilatisieren
- dienstags achtsam sein
- mittwochs kurzsporteln
- mich an den Wochenenden auf Sportplätzen rumtreiben
30.9.19
letztes Septemberwochenende 2019
frühes Aufstehen, der Mann fährt die Kinder gegen Mittag zum Sport, erste gefallene Kastanien gesichtet. Zur zweiten Halbzeit zum Sportplatz, die Kinder können ihr Glück kaum fassen: das erste Ligaspiel wurde gewonnen! Alle Eltern halten die letzten Spielminuten angespannt die Luft an, die extreme Dürre der letzten Spielzeit scheint beendet. Immerhin können drei Punkte verbucht werden, jippih! Der Nachmittag verrinnt, die letzten Tomaten geerntet und weitere Vorbereitungen für einen Besuch mit Tartebacken, schnellem gelingsicherem (Falt)baguette zu Käsebrett und dem ersten Ottolenghirezept Käsekuchen ohne Backen mit Thymian des Mannes (leider keine Fotos).

Etwas käselastig aber lecker, mit dem Besuch über Empfindlichkeitsreportagen für die Zeitungsklientel gesprochen (dieses Elternurlaubdings), Schwierigkeiten im Unisystem mit Anfragen nach unbezahlten Gutachten / Vorträgen, einer Promotion ohne universitäre Anbindung (ein Teil des Besuchs ist aus dem universitären System abgebogen, dass er habilitierter Philosoph ist, nützt nichts) Alkohol auf Intensivstationen (gebt den Patient*innen was sie wollen, auch für ihr Wohlgefühl versus 'den lassen wir seinen Entzug spüren' aus meiner Geschichtenkiste), Waldorf- und gymnasiale Pädagogik, sonst war es sehr vergnüglich.
Zu spät ins Bett, zu früh raus, den Mann zum Bahnhof HA gefahren wegen Vaterbesuch. Kinder sind schon wach, Frühstück, Maus, es werden Puzzle rausgeholt, die Zeit ist wieder reif für Turnvorführungen, Mittagsschläfchen für mich, dann trotz Regen mal Lüften, Kastaniensammeln. Diesmal sind wir wählerisch und nehmen nur die gefallenen, die noch in ihrer Schale schlummern. Zum Abendessen Reis mit Tomatensoße und Gurkensalat, keine besonders exquisite Mischung, aber lecker. Insbettbringung, just zur Einschlafzeit fängt es an zu Gewittern, gemütliches Zusammensitzen auf dem Sofa, dann fahre ich nach HA, den Mann abholen. Schon auf dem Weg kommen mir Zweifel und tatsächlich, er ist in DO angekommen. Fleabag zur späten Nacht. Mal sehen.
Etwas käselastig aber lecker, mit dem Besuch über Empfindlichkeitsreportagen für die Zeitungsklientel gesprochen (dieses Elternurlaubdings), Schwierigkeiten im Unisystem mit Anfragen nach unbezahlten Gutachten / Vorträgen, einer Promotion ohne universitäre Anbindung (ein Teil des Besuchs ist aus dem universitären System abgebogen, dass er habilitierter Philosoph ist, nützt nichts) Alkohol auf Intensivstationen (gebt den Patient*innen was sie wollen, auch für ihr Wohlgefühl versus 'den lassen wir seinen Entzug spüren' aus meiner Geschichtenkiste), Waldorf- und gymnasiale Pädagogik, sonst war es sehr vergnüglich.
Zu spät ins Bett, zu früh raus, den Mann zum Bahnhof HA gefahren wegen Vaterbesuch. Kinder sind schon wach, Frühstück, Maus, es werden Puzzle rausgeholt, die Zeit ist wieder reif für Turnvorführungen, Mittagsschläfchen für mich, dann trotz Regen mal Lüften, Kastaniensammeln. Diesmal sind wir wählerisch und nehmen nur die gefallenen, die noch in ihrer Schale schlummern. Zum Abendessen Reis mit Tomatensoße und Gurkensalat, keine besonders exquisite Mischung, aber lecker. Insbettbringung, just zur Einschlafzeit fängt es an zu Gewittern, gemütliches Zusammensitzen auf dem Sofa, dann fahre ich nach HA, den Mann abholen. Schon auf dem Weg kommen mir Zweifel und tatsächlich, er ist in DO angekommen. Fleabag zur späten Nacht. Mal sehen.
Zwillinge!
28.9.19
Journal Mittwoch bis Freitag 25.-27.9.2019
Mittwoch Abend. Das Ziel Stammtisch in der Schulbücherei wurde nicht erreicht. Ich wollte da aber tatsächlich nur halbherzig hin. Habe ich in diesem Zusammenhang übrigens erzählt, wie ich letzten Donnerstag nicht mehr reingelassen wurde zur feminstischen Diskussion im Theater und eine Stunde hätte warten sollen auf das Rapkonzert, dann doch lieber nach Hause gefahren bin und den lieben zu Hause vom Auto aus beim vorgeburtstaglichen Backen zugeschaut habe. Meine Spaziergänge, damit ich nicht gesehen werde, haben mich dann doch frösteln lassen, aber ich wollte nicht stören.
Lieber noch bisschen Mathe geübt, gemeinsam gegessen und mit dem Mann abgehangen. Außerdem hatte ich Zahn! Der Zahnarzttermin war übrigens erstaunlich gut. Zwei Zähne abgeschliffen, das hätte mich vor Jahren noch an den Rand gebracht, jetzt war nur mein Handgelenk etwas lädiert. Ich konnte aber gut abstrahieren. Witzig war es auch. Es gibt Gemälde an der Decke, die roten Farbtupfer mache nicht nur ich als Blutzspritzer aus, die Zahnärztin erzählte auch, dass manche PatientInnen die gemalte Möve als geköpft interpretieren, und das splattert halt das Bild voll. Ich glaube, ich habe mich noch nie in einer Zahnarztpraxis amüsiert.
Donnerstag
Das halbkranke Kind wollte zu Hause bleiben. Der Mann machte sich bereits um 3:30 (!?! :() auf den Weg. Während er sich fahrbereit machte hat SEIN Wecker leider meine gesamte Halbschlaf/Aufwachenergie verbraucht, sodass ich selbst verschlafen habe und das gesunde Kind in die Schule fahren musste. Auf dem Weg fiel auf, dass der Spitzer für die Mathearbeit fehlt, also Zwischenstopp im Supermarkt, Notfallkauf.
Als ich endlich nach Hause komme ist O schon da, die beim Putzen hilft. Das halbkranke Kind verzieht sich ins Bett und genießt die Auszeit. Ich räumputze vor O her. Gegen Mittag kurzer Abstecher in den Bioladen, ein Vermögen ausgeben für Biohuhn und Käsebrett am Samstag. So schön aufgepasst diesen Monat, jetzt so ein Patzer. Dem Finanzplan gefällt das nicht. Hühnersuppe kochen mit Eierstich und Grießklößchen (beide Rezepte aus Deutschland vegetarisch, immer wieder Lieblingsbegleitung für allerlei Rezeptfragen). Der Biodinkel ist nicht der geeignete Getreidegrieß, der Teilzeithund freut sich morgen über Hühnerhaut, die Kinder habens' gegessen, der Hunger treibt's rein, aber ichwar stolz freu mich dann doch, wenn ich das hinbekomme (vor allem, wenn ein paar conveniencefoodTage hinter uns liegen. Aus der angestrebten Mangoldquiche gestern wurde zB Tortellini mit Mangoldsoße, hm.)
Wenigstens etwas gemeinsame Zeit mit Vorlesen, dann den Nachmittag mit undiszipliniertem Lernen verbracht, das Kind verzweifelt an Englisch, morgen Klassenarbeit. Wird schon. Bisschen geglotzt, Wäsche gemacht, das neue Programm gestartet spät zwar, aber immerhin angefangen. Mal sehen. Kalt, windig, Regen. Heizung bleibt standhaft aus.
Impeachment und Dings, hier, Johnson. Ungeheuerlichkeiten. Meine Eltern beschwörten in schwierigen Jobzeiten 'es gibt noch eine Gerechtigkeit". An diesen Spruch denke ich in den letzten Tagen häufiger, allein, mir fehlt die Hoffnung.
Seit Dienstag mache ich so ein Achtsamkeitsding. Dass es soweit kommen würde, verrückt.
Freitag
Die Sache mit der Kocherei bleibt kompliziert. Im Biosupermarkt hinweggetragen worden und Rinderrouladen gekauft, wegen des im Kühlschrank klagenden Wirsing(s). Rechtzeitig startklar gewesen und zum ersten Mal pünktlich zum Schulbüchereidienst erschienen, denn ich wollte und habe den Kolleginnen dafür, dass sie meinen Dienst letzte Woche übernommen hatten Blümchen mitgebracht.
Weiter analysiert, was mich an der Kollegin so nervt: als erstes das ständige name- und Fachbegriffdropping. Ich komme immer in Versuchung, da mitzumachen, obwohl ich es wirklich nicht möchte. Diese Spiele spiele ich einfach nicht gerne. Kurzer Einkauf, das Essen ist natürlich nicht fertig, als die Kinder nach Hause kommen, gelingt aber sehr gut. Im Internet habe ich noch ein Wirsingrezept gefunden, das ich als Beilage abgewandelt habe:
Zwiebeln andünsten, Wirsing kleinschneiden, dazugeben, mit Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, dünn in Scheiben geschnittene säuerliche Äpfel (durchaus mit Schale) dazugeben, mit Ahornsirup und Essig abschmecken. Es bleibt natürlich Wirsing, aber er ist nicht so totgekocht wie in meiner Kindheit. Dazu Kartoffelpü und oben erwähnt Rouladen.
Fußballfahrdienst. In der Zeit möchte ich zum Gartenmarkt, stelle aber fest, dass ich den Geldbeutel vergessen habe. Also Planänderung. Weg vom Baumarkt, der aber verkehrsgünstig an einer Autobahnausfahrt liegt, und es ist Freitagabend. Mir also ein etwas verkehrswidriges Manöver ausgedacht, um auf die andere Spur zu kommen, geht aber nur bei Rot für den Gegenverkehr. Auf einmal ein Auto hinter mir, ich kann nicht auf die Rotphase warten, möchte ihn vorlassen, ändere also meine Meinung und fahre per u-turn zurück auf den Parkplatz. Der Autofahrer, für den ich dieses Manöver überhaupt mache beschimpft mich mit Arschloch und Hure. Leider erwische ich ihn nicht, aber das passt sehr gut ins Bild meines momentanen Hobbys 'sexualisierte Beschimpfung von Frauen und Mädchen' und bestärkt mich, das doch noch einmal in der Schule anzusprechen.
Hass im Netz ist längst Hass auf der Straße, im Zwischenmenschlichen. Wer möchte, hier der Link zu einem Gespräch von swr2 "wer schützt uns vor dem Hass im Netz" via Jagoda Marinić auf Twitter , noch nicht ganz zu Ende gehört.
Zuhause kurzes Ruhen, dann ruft die Zeitungsfrau an und möchte uns locken, die Lokalzeitung weiter zu abonnieren. Wir haben es versucht, echt. Zuerst täglich, dann Wochenendausgabe, zuletzt digital. Was interessiert uns daran? Generell hätte ich Interesse an den lokalen Events, die Herbstwanderung des MGV Frohsinn allerdings spricht mich nicht an. Überregionales und Weltpolitik lese ich in meinen onlineAbos der süddeutschen und zeit, und die politische und Meinungsseite interessiert mich nicht. Im Gegenteil, ich möchte nicht lesen, was der Kommentator von Greta hält oder nicht. Dilemma! Die Landesausgabe der taz mit Regionalteil fand ich toll, damals. Warum wurde das nochmal eingestellt? Der Mann holt die Kinder ab, gemeinsames Abendessen, Inside BVB zuende geschaut, ich lege mich kurz aufs Bett und erwache am Samstag Morgen gegen acht.
Als Rausschmeißer vorher-nachher Fotos aus der Aufhebereihe: letztes Jahr zum Geburtstag einen wunderbaren, riesigen Blumenstrauß von meinen Eltern bekommen. Der hing jetzt ein Jahr im Treppenhaus.
Lieber noch bisschen Mathe geübt, gemeinsam gegessen und mit dem Mann abgehangen. Außerdem hatte ich Zahn! Der Zahnarzttermin war übrigens erstaunlich gut. Zwei Zähne abgeschliffen, das hätte mich vor Jahren noch an den Rand gebracht, jetzt war nur mein Handgelenk etwas lädiert. Ich konnte aber gut abstrahieren. Witzig war es auch. Es gibt Gemälde an der Decke, die roten Farbtupfer mache nicht nur ich als Blutzspritzer aus, die Zahnärztin erzählte auch, dass manche PatientInnen die gemalte Möve als geköpft interpretieren, und das splattert halt das Bild voll. Ich glaube, ich habe mich noch nie in einer Zahnarztpraxis amüsiert.
Donnerstag
Das halbkranke Kind wollte zu Hause bleiben. Der Mann machte sich bereits um 3:30 (!?! :() auf den Weg. Während er sich fahrbereit machte hat SEIN Wecker leider meine gesamte Halbschlaf/Aufwachenergie verbraucht, sodass ich selbst verschlafen habe und das gesunde Kind in die Schule fahren musste. Auf dem Weg fiel auf, dass der Spitzer für die Mathearbeit fehlt, also Zwischenstopp im Supermarkt, Notfallkauf.
Als ich endlich nach Hause komme ist O schon da, die beim Putzen hilft. Das halbkranke Kind verzieht sich ins Bett und genießt die Auszeit. Ich räumputze vor O her. Gegen Mittag kurzer Abstecher in den Bioladen, ein Vermögen ausgeben für Biohuhn und Käsebrett am Samstag. So schön aufgepasst diesen Monat, jetzt so ein Patzer. Dem Finanzplan gefällt das nicht. Hühnersuppe kochen mit Eierstich und Grießklößchen (beide Rezepte aus Deutschland vegetarisch, immer wieder Lieblingsbegleitung für allerlei Rezeptfragen). Der Biodinkel ist nicht der geeignete Getreidegrieß, der Teilzeithund freut sich morgen über Hühnerhaut, die Kinder habens' gegessen, der Hunger treibt's rein, aber ich
Wenigstens etwas gemeinsame Zeit mit Vorlesen, dann den Nachmittag mit undiszipliniertem Lernen verbracht, das Kind verzweifelt an Englisch, morgen Klassenarbeit. Wird schon. Bisschen geglotzt, Wäsche gemacht, das neue Programm gestartet spät zwar, aber immerhin angefangen. Mal sehen. Kalt, windig, Regen. Heizung bleibt standhaft aus.
Impeachment und Dings, hier, Johnson. Ungeheuerlichkeiten. Meine Eltern beschwörten in schwierigen Jobzeiten 'es gibt noch eine Gerechtigkeit". An diesen Spruch denke ich in den letzten Tagen häufiger, allein, mir fehlt die Hoffnung.
Seit Dienstag mache ich so ein Achtsamkeitsding. Dass es soweit kommen würde, verrückt.
Freitag
Die Sache mit der Kocherei bleibt kompliziert. Im Biosupermarkt hinweggetragen worden und Rinderrouladen gekauft, wegen des im Kühlschrank klagenden Wirsing(s). Rechtzeitig startklar gewesen und zum ersten Mal pünktlich zum Schulbüchereidienst erschienen, denn ich wollte und habe den Kolleginnen dafür, dass sie meinen Dienst letzte Woche übernommen hatten Blümchen mitgebracht.
Weiter analysiert, was mich an der Kollegin so nervt: als erstes das ständige name- und Fachbegriffdropping. Ich komme immer in Versuchung, da mitzumachen, obwohl ich es wirklich nicht möchte. Diese Spiele spiele ich einfach nicht gerne. Kurzer Einkauf, das Essen ist natürlich nicht fertig, als die Kinder nach Hause kommen, gelingt aber sehr gut. Im Internet habe ich noch ein Wirsingrezept gefunden, das ich als Beilage abgewandelt habe:
Zwiebeln andünsten, Wirsing kleinschneiden, dazugeben, mit Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, dünn in Scheiben geschnittene säuerliche Äpfel (durchaus mit Schale) dazugeben, mit Ahornsirup und Essig abschmecken. Es bleibt natürlich Wirsing, aber er ist nicht so totgekocht wie in meiner Kindheit. Dazu Kartoffelpü und oben erwähnt Rouladen.
Fußballfahrdienst. In der Zeit möchte ich zum Gartenmarkt, stelle aber fest, dass ich den Geldbeutel vergessen habe. Also Planänderung. Weg vom Baumarkt, der aber verkehrsgünstig an einer Autobahnausfahrt liegt, und es ist Freitagabend. Mir also ein etwas verkehrswidriges Manöver ausgedacht, um auf die andere Spur zu kommen, geht aber nur bei Rot für den Gegenverkehr. Auf einmal ein Auto hinter mir, ich kann nicht auf die Rotphase warten, möchte ihn vorlassen, ändere also meine Meinung und fahre per u-turn zurück auf den Parkplatz. Der Autofahrer, für den ich dieses Manöver überhaupt mache beschimpft mich mit Arschloch und Hure. Leider erwische ich ihn nicht, aber das passt sehr gut ins Bild meines momentanen Hobbys 'sexualisierte Beschimpfung von Frauen und Mädchen' und bestärkt mich, das doch noch einmal in der Schule anzusprechen.
Hass im Netz ist längst Hass auf der Straße, im Zwischenmenschlichen. Wer möchte, hier der Link zu einem Gespräch von swr2 "wer schützt uns vor dem Hass im Netz" via Jagoda Marinić auf Twitter , noch nicht ganz zu Ende gehört.
Zuhause kurzes Ruhen, dann ruft die Zeitungsfrau an und möchte uns locken, die Lokalzeitung weiter zu abonnieren. Wir haben es versucht, echt. Zuerst täglich, dann Wochenendausgabe, zuletzt digital. Was interessiert uns daran? Generell hätte ich Interesse an den lokalen Events, die Herbstwanderung des MGV Frohsinn allerdings spricht mich nicht an. Überregionales und Weltpolitik lese ich in meinen onlineAbos der süddeutschen und zeit, und die politische und Meinungsseite interessiert mich nicht. Im Gegenteil, ich möchte nicht lesen, was der Kommentator von Greta hält oder nicht. Dilemma! Die Landesausgabe der taz mit Regionalteil fand ich toll, damals. Warum wurde das nochmal eingestellt? Der Mann holt die Kinder ab, gemeinsames Abendessen, Inside BVB zuende geschaut, ich lege mich kurz aufs Bett und erwache am Samstag Morgen gegen acht.
Als Rausschmeißer vorher-nachher Fotos aus der Aufhebereihe: letztes Jahr zum Geburtstag einen wunderbaren, riesigen Blumenstrauß von meinen Eltern bekommen. Der hing jetzt ein Jahr im Treppenhaus.
25.9.19
was schön war
Geburtstag gehabt. Danke nochmal für die tollen Glückwünsche auf allen Kanälen!
Sehr liebe Päckchenpost von Menschen aus dem Internet bekommen. Guter Ort und so, danke <3 p=""><3 p="">
Auf der Demo alte Bekannte getroffen, gleich mal verabredet und die nötige Bestätigung, dass ich doch ein paar gute Leute kennen hier.
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Nach Holland gefahren und dort an der Küste sehr wundervolle Tage bei herrlichstem Wetter verbracht. War das toll und eine schöne Familienzeit. Den ganzen Tag Meer, Wasser, Sonne, bisschen essen, bisschen lesen, bisschen schlafen, Kinder spielen, Drachen steigenlassen.
Am Sonntag dann vom Feueralarm geweckt worden, das war weniger klasse, aber so ist das in einem Hostel mit Selbstversorgung, wenn andere Gäste in der Mikrowelle Brötchen aufbacken wollen.


Rückfahrt war doof, weil lange, und hat den Zeitplan total umgeworfen, sodass der Mann abends schon zur Maloche fahren musste. Montag und Dienstag schulfrei, yeah!
So gut wie alle Pläne umgesetzt, gutes Mittel zwischen lernen, räumen, chillen gefunden.
Dienstag doch nicht zum Vergnügungspark, stattdessen Kino.
Die erste Kürbissuppe gekocht, stilecht mit Streuselapfelkuchen verspeist, gut bei Herbst und für Besuch. Schnell und lecker.
In der Gemüsekiste: Weißkohl (coleslaw),Rotkohl (kochen, dazu Pü) es ist Radiccio, Mangold (hm), Asiasalat (untermischen), Gurke und Möhre roh. Ein bisschen wie bei dieser Kochsendung damals auf vox, bei der immer drei Zutaten mitgebracht wurden. Immer dabei Eier und leckerstes Brot.
Die Bauchschmerzen sind weg. Ich hab den Arbeitsvertrag widerrufen. Ist besser für alle. Dank sehr großer Hilfe durch unterstützende Frauen die nötige Selbstfürsorge ernst genommen und sortierte Gedanken und Argumente bringen können. Und, nach ersten Rückmeldungen, nicht wie befürchtet die zarten Freundschaftsbanden zur jetzt doch nicht arbeitgebenden Familie zerstört.
Morgen heute, nachher, jetzt dann große Zahnsitzung für einen neue Krone, abends Schulbüchereistammtisch. Rauschende Ohren. Vielleicht sollte ich doch auf Ursachen- bzw Bekämpfungsmöglichkeitensuche gehen.
(irgendwas ist mit der Text Bild Komposition schwierig, hab ich jetzt aber keine Zeit für)
Sehr liebe Päckchenpost von Menschen aus dem Internet bekommen. Guter Ort und so, danke <3 p=""><3 p="">
Auf der Demo alte Bekannte getroffen, gleich mal verabredet und die nötige Bestätigung, dass ich doch ein paar gute Leute kennen hier.
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mit freundlicher Genehmigung des T-Shirt-Tragenden
Menschenkette
Am Sonntag dann vom Feueralarm geweckt worden, das war weniger klasse, aber so ist das in einem Hostel mit Selbstversorgung, wenn andere Gäste in der Mikrowelle Brötchen aufbacken wollen.
Rückfahrt war doof, weil lange, und hat den Zeitplan total umgeworfen, sodass der Mann abends schon zur Maloche fahren musste. Montag und Dienstag schulfrei, yeah!
So gut wie alle Pläne umgesetzt, gutes Mittel zwischen lernen, räumen, chillen gefunden.
Dienstag doch nicht zum Vergnügungspark, stattdessen Kino.
Die erste Kürbissuppe gekocht, stilecht mit Streuselapfelkuchen verspeist, gut bei Herbst und für Besuch. Schnell und lecker.
In der Gemüsekiste: Weißkohl (coleslaw),
Die Bauchschmerzen sind weg. Ich hab den Arbeitsvertrag widerrufen. Ist besser für alle. Dank sehr großer Hilfe durch unterstützende Frauen die nötige Selbstfürsorge ernst genommen und sortierte Gedanken und Argumente bringen können. Und, nach ersten Rückmeldungen, nicht wie befürchtet die zarten Freundschaftsbanden zur jetzt doch nicht arbeitgebenden Familie zerstört.
(irgendwas ist mit der Text Bild Komposition schwierig, hab ich jetzt aber keine Zeit für)
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