Frau Brüllen fragt das Internet ‚was machst Du eigentlich den ganzen Tag?' und wir beantworten das am 5. jeden Monats mit dem Hashtag #wmDedgT
September 2026. Der 5. beginnt nach Mitternacht, ich hole nach einem schönen Tanzpartyabend den Mann gegen 1:00 vom Bahnhof ab. Zu Hause Absacker und Planungsgespräche, im Bett gehen Klo 3, natürlich viel zu spät.
Der Wecker klingelt um 8, ich verbringe die Nacht allerdings wieder mit vielen Unterbrechungen. Leider klappt das Duschen nicht wie geplant, es gibt kein warmes Wasser. Ich habe vergessen, dass die Sicherung aktiv wird wenn Wäschetrockner (aus Gründen benötigt) und Heizstab im Wasserreservoir gleichzeitig laufen.
Also verzögert sich meine Abfahrt. Das Packen geht schnell, ich bin erstaunt, dass der Stretch aus so vielen Hosen weicht. Nun ist die Hosenmode gerade in eine für mich unvorteilhafte Richtung unterwegs, mal sehen was das bedeutet. So kann ich die jedenfalls nicht weiter tragen.
Es muss viel Flüssigkeit vorbereitet werden, zermatschte Bananen zum Frühstück.
Der Mann versorgt mich mit einem Notfallplan, dass für alle Eventualitäten vorgesorgt ist, die Apotheke hat alles da, juhuu.
Verspätete Abfahrt, ca 1 Stunde. Dann geht es los nach Limburg Dietkirchen. Vor vielen Jahren saß ich auf einer Zugfahrt vom Pott nach Frankfort gegen die Fahrtrichtung und sah durch Zufall die besondere Anlage St. Lubentius im Fels, ich ich mir seither mal genauer ansehen wollte.
Nun hatte ich mich mit meiner alten Freundin H. nach vielen Jahre mal wieder verabredet, wir wollten uns irgendwo auf der Hälfte treffen und sie schlug das Lahntal vor.
Zwei Stunden Fahrt, mit der Playlist des Tanzabends und Beatles, white album, auch wenn das eigentlich nur im Frühling richtig ist.
Ein bisschen Bammel hatte ich schon, unsere Freundschaft ist langjährig, aber zuletzt gesehen hatten wir uns vor drei Jahren, die Planungen waren nicht unanstrengend.
Zusammenkommen war schön, aber leider ist Lubentius eingerüstet, wird generalsaniert und die erste Zeit war überlagert von der Suche nach sanitären Anlagen (obwohl ein Teil der Getränke, diesmal Cranberrieschorle, wieder auf den Autositz ausgelaufen war, zum zweiten Mal diese Woche, zefix) wir besichtigten was möglich war (sehr schöner alter Sandsteinaltarraum, zurückhaltend bemalte Kreuzrippen, interessanter Kreuzweg) zündeten das obligatorische Kerzchen an (für Alle, und gegen die dunklen Zeiten) guckten kurz außen und machten uns dann auf den Weg Richtung Lahn.
Die Lahn floss erstaunlich nah, und neben den Toiletten fand eine Ruderregatta statt.
Sehr nette Leute, sportlich faire supporttweet Atmosphäre, sonniges Spätsommerwetter, Sport gucken mit Aussicht, leckere Verköstigung (Salat, Grill, Kaffeeundkuchen, Kaltgetränke) und pendelten zwischen einer Aussichtsholzbrücke, Lanhufer und Futtermöglichkeiten (Mirabellenstreusel!) bei updating zu allen Themen hin und her. Möglicherweise habe ich sogar einen Eisvogel gesehen, das wäre schön, zählt aber nur halb, weil nur aus der Ferne etwas türkis schimmerte.
Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zur Übernachtungspension, dort Abendessen und weitere angeregte Unterhaltung, allerdings nur bis Mitternacht, entgegen unserer früheren Gepflogenheiten.
Und das war das. Ganz schön viel Text für einen ruhigen Tag am Lahnufer mit Quatschen, Bötchengucken und Sonnenbrand auf der Stirn.














































